Thema: Ad fontes!

  1. #1
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    Ad fontes!


    Ad fontes!

    Es gab einmal nur solche Waren,
    Mit denen Erdreich leben konnte,
    Denn damals hieß es: Aufbewahren,
    Was für neues Schönantlitz lohnte

    Mit allem, weil das wieder nutzten
    Die Vorfahren – ohn' Künstlichkeiten.
    So war die Welt nicht zu verschmutzen,
    Verpackung war nicht zu verbreiten.

    Noch heute finden wir Tonscherben
    Zum Straßen-, Wegstabilisieren.
    Daraus erwächst uns kein Verderben,
    Wenn wir sie der Nutzung zuführen.

    Wir rückgewinnen Metall, Glas,
    Die Kartonagen und Papier:
    Der Umweltschutz gibt kräftig Gas:
    Zu sichern wir die Erde hier!

    Doch leider müllen die Kunststoffe
    Die schöne, alte Erde zu,
    Auf dass ja niemand sich erhoffe,
    Die Nachkommen hätten da Ruh!

    Auf Meeren treiben Plastikmatten,
    Müllflüsse sind kunststoffgespickt!
    So kommen schließlich Mäuse, Ratten:
    Wächst uns daraus nicht ein Konflikt?

    Zurück zu den Naturprodukten,
    Die sich erweisen als die Quellen
    Mit denen einst Vorfahren suchten,
    Erfinderisch sich aufzustellen.

    Aus Stroh sollte ein Strohhalm sein,
    Die Flaschen aus Glas, auch Metall.
    Dann dämmen wir den Müllwahn ein –
    Die Nachwelt bleibt uns nicht egal!


    ©Hans Hartmut Karg
    2018

    *

  2. #2
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    2.377
    Hallo Dr.Karg,

    da Du mich im Titel direkt ansprichst...muss ich auch etwas zu deinem Text sagen:

    Man hat fast das Gefühl als bräuchte es den absolutistischen Staat...wollte man alle diese Probleme lösen. Wohl lag alles viel zu lange in der Freiheit des Einzelnen begründet - das wird sich ändern...bzw das ändert sich gerade. Will man verhindern, dass das ganze Reich zusammenbricht, muss man den Kaiser absetzen....oder ihm bedingungslos folgen. Wir machen weder das eine...noch das andere. Was bleibt einem da noch anderes übrig als das Volk auszutauschen?!?

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    AndereDimension,
    man braucht weder den absolutistischen Staat, noch den Austausch des Volkes. Es reicht schon das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Handlungsveränderung in Freiheit. Auch dafür ist die Dichtkunst da!
    LG HHK

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