1. #1
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    Überlebensfrage


    Überlebensfrage

    Die Menschheit muss sich überlegen,
    Wohin sie sich bewegen will.
    Nur Medien füllen, sich aufregen
    Bewältigt noch kein Umweltziel.

    Solang' die Egoismen blühen,
    Die als Gutleben breit beschrieben,
    Fehlt doch das ehrliche Bemühen,
    Mit dem wir unser Leben lieben.

    Das Überleben kostet Kraft,
    Ist keinesfalls auch populär,
    Denn alles, was Verzicht erschafft,
    Hat es auf dieser Erde schwer.

    Doch ohne kommen wir nicht weiter,
    Der Klimawandel bleibt ja Fakt
    Und Ideologien bringen leider
    Das Leben schleichend aus dem Takt.

    Der Mensch muss sich schon selber fragen:
    „Hab' ich denn mich darum bemüht,
    Dass auch in diesen, meinen Tagen
    Das Überleben allen blüht?“

    Mit Jammern ist noch nichts gewonnen,
    Die Gletscher bleiben abgeschmolzen,
    Wenn wir uns nur im Urlaub sonnen
    Und letzte Urwälder abholzen.


    ©Hans Hartmut Karg
    2019

    *

  2. #2
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    Ich frage mich ob man für deine Texte ein Vernunftbarometer brauchen könnte. Weil es ja seltsam ist wie die einzelnen Formulierungen immer besser werden aber weniger zum allgemeinen Textverständnis beitragen. Und dann würde es anzeigen was die jeweilige Strophe vom Wetterfaktor her bedeutet. Und man bräuchte sich von allem nicht mehr so überfordert fühlen. Weil ja nicht nur deine Thematik durch die Weltenseele geistert.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Ich will mit meinen Gedichten keine Terroristen überfordern!
    Geändert von Dr. Karg (24.01.2019 um 10:06 Uhr) Grund: Textergänzung

  4. #4
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    Das ist ja eine fast noch noblerere Absicht als die des Gedichtes. Aber wie so oft steht in deinen Texten das was zwischen Wollen und Können unsere Existenz ausmacht, wenn wir ihre praktischen Seiten einfach mal von der Realität loslösen.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Ach was, Terrorist,
    es geht doch nur darum, ob man Bedrohungen unseres eigenen Überlebens endlich praktisch handelnd angehen kann und will oder ob man Gedichte, die sich damit befassen, einfach nur "zerlabert"

  6. #6
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    Mit Jammern ist noch nichts gewonnen,
    Die Gletscher bleiben abgeschmolzen,
    Wenn wir uns im Urlaub sonnen
    Und letzte Wälder abgeholzen.

    Mit Schreiben auch nicht, lieber Herr Karg, Für Urwälder scheint kein Platz zu sein, sowohl in Ihrem Gedicht als auch in dieser Welt.
    Es steht nicht jedem frei mir zu widersprechen.

  7. #7
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    Hallo Dr.Karg,

    vor 130.000 jahren sind die Gletscher und die Eisberge im gleichen Maße und im selben Tempo wie heute abgeschmolzen - und damals war der Mensch garantiert nicht dafür verantwortlich. Das gab und gibt es immer wieder...ob mit oder ohne Mensch. Das heißt nicht, dass ich den Menschen aus der Verantwortung entlassen möchte...das was wir tun können...das sollten wir auch machen...aber was die Aktivisten und Schwarzseher wieder mal daraus machen...das ist einfach nur lächerlich. Wo man hinschaut....überall nur noch Bachblütenteetrinker. Hätten die schon zu Zeiten des Superkontinenten Gondwana gelebt...die hätten wohl die Fürze der Dinos als Grund ausgemacht...warum dieser "zerbrach".

    Auch wenn ich Klimawandel-Gedichte hasse, hast Du deines doch relativ unfallfrei ins Ziel gebracht

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  8. #8
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    AndereDimension,
    man kann natürlich vermuten, dass Eiszeiten und Warmzeiten sich abwechseln, wie dies ja in der Geschichte der Erde schon mehrmals geschehen ist. Auf der anderen Seite wissen wir ja nicht wirklich, was eine menschverursachte Eiszeit beispielsweise für Europa bringt, wenn der Schutzschild des Ozons hoch am Himmel brüchiger wird und der Golfstrom sich strömungsmäßig verlangsamt und umkehrt.
    Danke für das Kompliment!
    LG H. H. Karg

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