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  1. #1
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    Lebensweisheiten 2


    Lebensweisheiten 2

    Feindbilder können wir zerstören,
    wenn wir das Fremde nicht abwehren.

    *

    Das Warten hat niemals ein Ende,
    wenn nicht das Handeln Nähe schafft.

    *

    Wo viele reden, nicht zuhören,
    bleibt weiter nichts als Ruhestörung.

    *

    Augen, die nur zum Himmel wandern,
    sehen nicht, was erdwärts mangelt.

    *

    Wo Medien nur noch dokumentieren,
    können sie nicht zu Lösungen führen.

    *

    Gesichter allein sind keine Gewähr
    dass Hände nicht nahe am Gewehr.

    *

    Wer nur viel redet, schiebt riskant
    Probleme an den Tellerrand.

    *

    Wer Unbekannte lässt herkommen,
    der wird naiv leicht ausgenommen.

    *

    Geht's bei Umarmungen um Macht,
    steht Liebe unter Generalverdacht.

    *

    Beginnt der Dickkopf zu regieren,
    ist der Mensch leicht zu verführen.

    *

    Wer leichtsinnig allen vertraut,
    hat Eigenmacht nicht aufgebaut.


    ©Hans Hartmut Karg
    2019

    *

  2. #2
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    Wo Medien nur noch dokumentieren,
    können sie nicht zu Lösungen führen.

    Bei all Ihrer Lebensweisheit, in dieser fünften Weisheit ist Ihnen ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen, Herr Karg !!

    Dokumentieren allein kann niemand hindern zu (richtigen) Lösungen zu führen. Abgesehen davon, es ist zweifelhaft, daß Aufgabe der Medien sei zu Lösungen zu führen.

    VV: Wo Medien falsch dokumentieren
    Kann keiner zu Lösungen führen
    Es steht nicht jedem frei mir zu widersprechen.

  3. #3
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    Lb. Dr. Karg,

    Wo viele reden, nicht zuhören,
    bleibt weiter nichts als Ruhestörung.
    Vorschlag
    Wenn viele reden,, statt zu hören
    werden sie nur Ruhe stören

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  4. #4
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    Dr. Karg,
    ich finde keine angemessenen Worte, die all meine Dankbarkeit für Deine Lebensweisheiten auszudrücken vermögen!
    Hilfreich wäre jetzt noch eine Anleitung, wie die einzelnen Doppelverse zu lesen (zu betonen) sind:

    Feindbilder können wir zerstören,
    wenn wir das Fremde nicht abwehren.

    XXxXxXxXx oder XxxXxXxXx (Feindbildernnen wir zerstören, oder Feindbilder nnen wir zerstören,)
    XxxXxXxXx oder xXxXxXxXx (wenn wir das Fremde nicht abwehren. oder wenn wir das Fremde nicht abwehren.)

    Inhaltlich: Da wäre ich schon zufrieden, wenn Du mir diese Weisheit erläuterst: "Das Warten hat niemals ein Ende,/wenn nicht das Handeln Nähe schafft.

    Das Jahr, so gehts mir durch den Sinn,
    leidet unter diesem Karg-Beginn.

    Festival

  5. #5
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    GRUNDSÄTZLICH PUSCHE ICH KEINE KLICKZAHLEN!

    Festival,
    gemeint ist:
    Das Warten auf Lösungen hat dann ein Ende, wenn wir zum Handeln gelangen.
    LG H. H. Karg
    Geändert von Dr. Karg (31.01.2019 um 09:44 Uhr) Grund: Textkorrektur

  6. #6
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    Lb. Dr. Karg,

    Das Warten hat niemals ein Ende,/wenn nicht das Handeln Nähe schafft.
    Weisheiten sollten kurz, leicht verständlich sein und keine offenen Fragen oder Unklarheiten erzeugen. Hier ist offen:
    Wer wartet?
    wer handelt?
    worauf wird gewartet?
    wer zu was oder wem soll welche Nähe schaffen?
    Vorschlag:
    Ohne zu handeln warten wir endlos auf erwünschte Nähe.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  7. #7
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    Dr. Karg,
    "Das Warten auf Lösungen hat dann ein Ende, wenn wir zum Handeln gelangen."
    Das Warten auf Lösungen setzt voraus, dass es Probleme gibt. Probleme löst man nicht, indem man "handelt", also im Aktionismus Problemlösungen sieht. Ich denke, dass man das Problem definiert, also erst einmal beginnt zu denken. Meine ersten Frage wären dann: Wo ist das Problem, was ist das Problem, ist das überhaupt ein Problem? Deine "Weisheiten" sollen ja wohl dazu dienen, Probleme zu lösen. Sie "leiden" darunter, dass sie größtenteils unter moralischen Aspekten in recht platter Form dargestellt werden. Folglich sind Deine "Weisheiten" moralische Appelle, die zum Handeln auffordern. Definiere das Problem, aber nicht nur unter moralischen Aspekten. Wenn das Problem - so es eines ist - genau beschrieben ist, sucht man nach Lösungsmöglichkeiten. Eine mögliche Problemlösung kann durchaus auch im Nicht-Handeln bestehen.
    Die Handlungsanleitungen müssen von einer Mehrheit als notwendig empfunden werden - unter ethischen/moralischen, ökonomischen und weiteren Gesichtspunkten. Du machst es Dir zu einfach, wenn Du zum Aktionismus rätst.
    Festival

  8. #8
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    Jetzt frage ich mich, ob dass Unterlassen von Handlungen nicht auch eine Handlung ist.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  9. #9
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    Hallo Hans,
    eine Handlung, so verstehe ich dieses Wort, ist eine Aktion, eine Tat, ein Tun oder auch ein Vorgang.
    Und jetzt machen wir es mal zur Abwechslung kompliziert: Weder Aktion, noch eine Tat, kein Tun findet statt, auch kein Vorgang. Ruhe im Karton - keiner tut was, nichts geht vor - wie soll das dann eine Handlung sein?
    Kein Licht heißt kein Licht, weil kein Licht vorhanden ist. Es ist dunkel.
    Keine Handlung heißt: Nix geschieht.
    Nun kannst Du weiter fragen.
    Gruß,
    Festival

  10. #10
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    Zitat Zitat von Hans Plonka Beitrag anzeigen
    Jetzt frage ich mich, ob dass Unterlassen von Handlungen nicht auch eine Handlung ist.
    in der spieltheorie, lb. Hans, nennt man das die sog. "null-alternative", wenn es um eine entscheidung über eine handlung geht, also die handlungs- oder entscheidungsalternative, nichts zu tun. ich würde bei kargscher lyrik meist zu dieser alternative raten. lg W.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  11. #11
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    ich habe mir dass so gedacht:
    Licht oder kein Licht sind Ist-Zustände, doch das Verlöschen von Licht ist eine Handlung, weil dabei eine Aktivität im Spiel ist. Kann das Unterlassen oder das Aufhören nicht auch eine Handlung sein? Zumindest wird es doch des Öfteren auch von Mühe oder sogar Entzugserscheinungen begleitet.
    Wenn es gemacht wird ist es auch eine Handlung. Wenn es geschieht ist es keine Handlung. Wenn es unterlassen wird, wird die Unterlassung gemacht und ist somit eine Handlung. Eine Unterlassung kann nicht nur geschehen, sie bedingt immer jemanden der sie macht, also handelt.

    LG Hans
    Geändert von Hans Plonka (01.02.2019 um 09:09 Uhr)
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  12. #12
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    Lieber Hans Plonka,
    der Begriff des Handelns ist als Activum mit Aktion(en) besetzt. Handeln bedeutet also nicht Unterlassen.
    LG H. H. Karg

  13. #13
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    Zitat Zitat von Dr. Karg Beitrag anzeigen
    Lieber Hans Plonka,
    der Begriff des Handelns ist als Activum mit Aktion(en) besetzt. Handeln bedeutet also nicht Unterlassen.
    LG H. H. Karg
    werter dokter, nicht über dinge reden, die man nicht versteht. da vor dem handeln immer eine entscheidung steht, ist auch nicht zu handeln (= unterlassen) eine handlung. lg W.
    Keine Signatur ist auch eine. Die andere wurde gelöscht.

  14. #14
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    @Walther

    Cicero hat es als geflügeltes Wort der Nachwelt schon verkündet:

    cum tacent, clamant. Indem sie schweigen....

    lg.
    MP

  15. #15
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    Unterlassen, Aufgeben, Beenden ist immer an eine Person gebunden, die damit von einem Zustand zu einem andern wechselt. Dieser Wechsel ist ein Vorgang, der auch eine Handlung ist. Für diese Handlung ist im Minimum eine Entscheidung (Denkvorgang) erforderlich die auch schon eine Handlung ist.
    Beispiele:
    Ein Sportler gibt auf.
    Ein Sänger hört auf
    Eine Hilfeleistung wird unterlassen
    Eine Demo wird beendet
    Geändert von Hans Plonka (01.02.2019 um 21:42 Uhr)
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