Nicht Alphatiere gilt es zu fürchten,
die selbst geschnitzte Szepter schwingen
und Kronen tragend auf Thronen sitzen,
die Hochmut zum Baumeister haben.
Sie ängstigen nur das feige Gesindel,
das sklavisch der Knute sich beugt
und schmeichelnd selbst sich erniedrigt,
mimosenhaft zuckt, wenn grollende Worte
Gewitter kündend die Ohren beleidigt
und Blitze schleudernd das Dunkel der Nacht
erhellt und weithin treffend Klarheit schafft.

Aber doppelt sollten jene sich fürchten,
die glauben an goldenen Tischen zu sitzen,
verführt von Elogen, die schmeichelnd
die Sinne betrügen und Katzengold zu
gediegenem Geschmeide erklären.
Verspottet, verschmäht versinken im Orkus
verschwurbelte Verse und warten vergebens
auf Lorbeer und schmücken mit Tand sich,
verzweifeln und trinken mit Wollust
die eigenen Tränen, ersticken an Opfergerüchen
von glimmenden Moosen in Schluchten der Berge.