1. #1
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    Im tiefsten Blau


    Im tiefsten Blau



    Körperwärme, Zärtlichkeit:
    Vulkanisches glüht hoch.
    Eruptive Sehnsüchte
    treffen Hautpartien,
    brennen Seligkeiten ein.

    Taumelnd vor Glück, tanzt er
    im Rhythmus des Gefühlten,
    lauscht Motiven
    seiner Lebensmelodie,
    von Mollakkorden
    synkopisch durchtönt.

    Selig surft, gleitet er
    auf der Woge seiner Euphorie.
    Irgendwo weithin wird sie
    zerschellen im tiefsten Blau
    und tausend Freudenblitze versprühen.

    Dort, in endloser Leere,
    wo Zeit versiegt, beginnt eine Fülle
    immer währenden Seins.
    Dort sprudelt auch die Quelle,
    aus der er das Wasser
    lebendigen Daseins schöpft.
    Geändert von Carolus (09.02.2019 um 11:46 Uhr)

  2. #2
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    @carolus



    Grüße


    Ich möchte mal die Zeilen markieren die mich besonders ansprechen
    mit: XX


    Körperwärme, Zärtlichkeit:
    Vulkanisches bricht aus. XX
    Eruptive Sehnsüchte
    treffen seine Haut,
    brennen Seligkeiten ein.

    Taumelnd vor Glück, tanzt er
    im Rhythmus des Gefühlten, XX
    lauscht Motiven
    seiner Lebensmelodie,
    von Akkorden in Moll
    synkopisch durchsetzt.

    Selig surft, gleitet er
    auf der Woge seiner Euphorie, XX
    die irgendwo weithin
    zerschellen wird im tiefsten Blau XX
    mit tausend Blitzen der Freude.. XX

    Dort, in endloser Leere, XX
    wo Zeit versiegt, beginnt eine Fülle XX
    immer währenden Seins. XX
    Dort sprudelt auch die Quelle, XX
    aus der er das Wasser XX
    lebendigen Daseins schöpft. XX

    Der Anfang scheint mir etwas gehemt zu sein, während mit zunehmder Dauer, der Hemmschuh abfällt.

    Aber trotzdem nicht schlecht, weil die Fantasie hier mehr trägt, als die Worte.

  3. #3
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    Hallo, lieber horstgrosse2,

    vorweg ein herzliches Dankeschön fürs Hin- und Anschauen.
    Deine mit "xx" - markierten Zeilen sind in ihrer Ab.- bzw. Aufeinanderfolge recht aufschlussreich, denn ab V3, Z 4 und 5 erscheinen sie bis zum Schluss durchgehend interessant für dich zu sein. Tatsächlich geht es ab der genannten Stelle (V3, Z 4f.) um die zentrale Intention, die Hinführung aus dem Zeitlichen ins Unendliche, von der körperlichen Erfahrung hin zur spirituellen Quelle alles Lebendigen.
    Meine vorbehaltlose Anerkennung für dieses besondere "Feeling"!

    Deine Beobachtung "Der Anfang scheint mir etwas gehemmt zu sein, während mit zunehmender Dauer, der Hemmschuh abfällt." trifft zu.
    Meine Absicht war, das Thema distanziert und kühl, ohne erkennbares Li so zu fassen, als ob der Vorgang gleichsam etwas Mechanisches hätte.
    Ich schrieb es in dieser Manier auf, las es mehrmals und verwarf es. Von diesem Entwurf blieb die erste Strophe weitgehend unverändert erhalten.

    Lieben Gruß
    Carolus

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