Du sprichst von Wehmut, Depression und Tod und Trauer,
stehst bang und betend Schlange an der Klagemauer,
der Menschheit ganzer Jammer feuchtet deine Augen,
und schaffst es, selbst aus Honig Schierlingssaft zu saugen.

Begrüßt dich nicht an jedem Tag des klaren Wassers Flut
aus Rohren, die wie Quellen sprudelnd dich versorgen,
erwärmt dich nicht in kalter Winterzeit des Ofens Glut
und scheint die Sonne nicht auf dich an jedem Morgen?

Du schämst dich nicht, wenn du zu jeder Zeit mit vollem Magen
dein Fett bekämpfst mit Blick auf deine Waage und Diäten?
Verlass dich nicht auf Miesepeter, die uns mit Behagen
schon immer üble Angst und schimmlig-faule Samen säten.

Wird unser Leben denn besser durch ständiges Klagen,
Jammern auf höchstem Niveau und im Ohre das Klappern der
Hufe der apokalytischen Reiter, die Böses nur
künden, wie drohend die Bibel uns lehrt und Johannes mit
unheilgeschwängerter Stimme vor zweitausend Jahren im
bangen Erwarten des Jüngsten Gerichts in die Hirne uns blies?

Freu dich des Lebens, genieße die Wonnen der wenigen
Jahre des irdischen Seins und betrachte die Lilien des
Feldes und sieh, dass sie schöner gekleidet als selbst ein
König die Augen mit prachtvollen Farben entzücken.