Thema: Das Spiel

  1. #1
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    Das Spiel

    Das Spiel mit dem Feuer
    Ist was ich begehr,
    So sehr Ungeheuer
    Und ohne Gewähr.

    Wo sich Sicherheit einstellt,
    Ein Funken nur blitzt,
    Mein Begehren rasch zerschellt,
    Wie ein schlechter Witz.

    Doch dürstet mich nach ihr
    Ein Begehren stark,
    ein qualvolles Flehen,
    Schier nicht mehr autark!

    Doch zu groß ist die Furcht
    Verletzt zu werden.
    Wunden so horcht!
    Wollt glücklich werden.

  2. #2
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    Hallo Saerchen, normalerweise kann man ein Gedicht nach Form und Inhalt bewerten. Ich will mal einige Hinweise in diese Richtung geben. Beachte bitte, dass jeder Kritiker subjektiv bewertet... hier sind wir alle Schüler

    FORM:

    Zitat Zitat von Saerchen Beitrag anzeigen

    Das Spiel mit dem Feuer... xXxxXx
    Ist was ich begehr,............xXxxX
    So sehr Ungeheuer............xXxxXx
    Und ohne Gewähr..............xXxxX

    Diese Strophe ist metrisch in meinen Ohren sehr regelmäßig (alternierend) gebaut. In jedem Vers gib es 2 betonte Siben (Hebungen).Alle Verse beginnen unbetont

    Das ändert sich leider in der zweiten Strophe. Jeder Vers wird anders betont. ein fester Rhythmus ist nicht mehr sichtbar. Dadurch, dass die erste Strophe so regelmäßig betont war, nehme ich subjektiv die zweite Stophe als unfertig wahr.


    Wo sich Sicherheit einstellt, .... XxXxXxX
    Ein Funken nur blitzt, .............xXxX
    Mein Begehren rasch zerschellt, XxXxXxX
    Wie ein schlechter Witz... XxXxX


    x-e mal die beiden letzten Strophen selber.


    Doch dürstet mich nach ihr
    Ein Begehren stark,
    ein qualvolles Flehen,
    Schier nicht mehr autark!

    Doch zu groß ist die Furcht
    Verletzt zu werden.
    Wunden so horcht!
    Wollt glücklich werden.
    Auch das Reimschema variiert zu stark, um von mir als gelungen gewertet zu werden.
    S1: abab
    S2: abab
    S3: abcb

    INHALT: scheint schon die Bewertung der Form oft subjektiv gefärbt, ist es die des Inhaltes ganz gewiss. Ich verstehe das Gedicht so, dass das LI über seine Schüchternheit spricht. Andererseits misstraut es auch dem sicheren Weg, da sMn Sicherheit das Begehren tötet. So weit, so gut!

    Nach meiner Meinung ist künstlerisches Schreiben vor allem DARSTELLEN. Optische, akustische, haptische Blitze beim Leser auslösen. Du hast dein Anliegen in sehr allgemeine Worte gekleidet. Aber das ist für einen Anfänger normal und auch nicht verwerflich. Versuche einfach das nächste Mal dein Begehren individueller darzustellen. Nimm eine reizvolle Person, mach dir klar, was genau dich an ihr reizt und schau mal, ob du dich traust, dass in ein, zwei Versen zu artikulieren. So MUSS man nicht schreiben, aber man sollte es mMn zwingend üben.

    Gruss
    Wortfüsse, wohin ich auch seh!

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