1. #1
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    Leuchtende Zelte

    Schummerlichtige Atmosphäre
    laufe ohne Sicht gegen Wände…
    Oft trifft mein Kopf auf Härte
    der Sternenhimmel leuchtet auf
    so wunderschön, wie leuchtende Zelte…

    Wie ein mexikanischer Boxer
    fange ich die Schläge
    ohne den Boden zu berühren…

    Die Kunde vom Kämpfer mit Herzen
    bekommen die oft Getroffenen
    die weiterhin den Kopf hinhalten
    es nicht so recht bemerken
    dass sie regelrecht verprügelt werden…

    Ich halte den Stift und zeichne
    gegen den Wind, der stürmt…
    Die Tinte zerläuft auf dem Tische
    das Papier übersät mit Dunkelheit…

    Der Gong ertönt zur nächsten Runde
    mein Trainer fächert mir etwas Wind…
    Der Manager in dem Anzug ruft von hinten
    ich habe noch etwas geldscheiniges versteckt…

    Nun sitze ich auf staubbedeckten Stühlen
    tippe Buchstaben für mein Frühstück…
    Meine gestählten Dichtermuskeln
    verkümmern auf dem Rücken liegend…

    Ich lächle gegen mein Spiegelbild
    dass zurück lächelt, schief gewickelt…
    Es zwinkert mir zu wie ein Freier mit Geld
    klimpert mit seinen Münzen ganz laut…

    Schummerlichtige Atmosphäre
    laufe ohne Sicht gegen Wände
    oft trifft mein Kopf auf Härte
    der Sternenhimmel leuchtet auf
    ich bewundere, die leuchtenden Zelte…

  2. #2
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    Hallo facelle,

    dein Gedicht berührt mich wirklich. Ich finde mich schreibend in vielen deiner Selbstwahrnehmungen wieder. Ich mag vor allem Gedichte über die Selbstwahrnehmung. Zu denen ja auch die Selbst-Wahr-Nehmung der Anderen gehört...

    lg
    Genau so, oder eben ganz anders!

  3. #3
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    Eine Idee in sich selbst verspiegelt und jede Reflektion trägt dazu bei zwischen ihnen hin- und hergeworfen zu werden. Da ist das verständliche und das daraus sich herausfremdelnde. Und die Selbstwahrnehmung wird fast als liebevolles Kapitulieren vor sich selber dargestellt.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Hallo Terrorist, Vor seinem (wahrgenommenen) Ich zu "kapitulieren", ist nicht die schlechteste Lösung. Übrigens: Machen das nicht Terroristen auch so?
    Genau so, oder eben ganz anders!

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