1. #1
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    vor sieben jahren

    vor sieben jahren bist du fortgegangen
    du nahmst auch meine fröhlichkeit gleich mit
    bin immer noch im schuldgefühl gefangen
    und schwerer, immer müder wird mein schritt

    ich war einst lebensfroh und heiter
    warum ist alles kaum noch da
    es geht doch auch alleine weiter
    nur ist es nicht mehr wie es früher war

    ein roter faden zieht sich durch mein leben
    er wird mich bis zum ende wohl begleiten.
    man muss einander noch vergeben
    bevor wir unsern letzten weg beschreiten.
    Geändert von Margot (01.03.2019 um 18:18 Uhr)

  2. #2
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    liebe margot
    vergib dir selbst:
    dein fortgehn wird mich immerzu begleiten
    sofern ich nicht mir selber noch vergebe
    bevor ich meinen letzten weg beschreite

    damir hättest du auch das extrem unpassende und unschöne "man" aus deinem stück raus
    und der, der sich davonmachte, müsste sich nicht als teil deiner probleme sehen.

  3. #3
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    Liebe Margot,

    ich weiß, es sagt sich so leicht daher, aber solange der Tod nicht für den Fortgang verantwortlich ist, ist es für eine Vergebung noch nicht zu spät. Manchmal kostet es nur eine kleine Überwindung, den ersten Schritt zu gehen …

    Die letzten beiden Verse in Deinem Gedicht deuten darauf hin, dass der Tod nicht für den Fortgang verantwortlich ist. Das ist schon mal eine gute Voraussetzung.

    man muss einander noch vergeben
    bevor wir unsern letzten weg beschreiten.
    Erinnert mich irgendwie an den Spruch:
    „Man sollte nie im Streit auseinander gehen. Man weiß nie was morgen passiert.“

    Dein Gedicht liest sich flüssig und ich musste beim Lesen nicht stolpern. Vielleicht könnte man hier und da noch eine kleine Veränderung vornehmen, um die Metrik noch etwas zu glätten. Alles in allem finde ich aber, dass Du große Fortschritte gemacht hast. Gratuliere.

    Ich bin auch nur eine Hobbyschreiberin, möchte Dir aber gerne für die 1. Strophe einen Vorschlag unterbreiten, nur als Beispiel, dass Du weißt, was ich meine …

    Vor sieben Jahren bist Du fortgegangen.
    Du nahmst auch meine Fröhlichkeit gleich mit.
    Bin immer noch im Schuldgefühl gefangen
    und schwerer, immer müder wird mein Schritt.

    Liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  4. #4
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    Hallo Margot

    das eigene Glück nicht in anderen suchen...sondern bei sich selbst finden...ist eine der simpelsten Lebensweisheiten - und dennoch tun sich viele...auch deine LY-I...schwer damit. Es hat seinen Grund...oder viele Gründe warum eine/r geht. Diese Gründe bleiben i.d.R. bestehen...doch das wird dann gerne ignoriert...weshalb 98% aller aufgewärmten Beziehungen erneut scheitern.

    man muss einander noch vergeben
    Nein, muss man nicht. Ich halte das für eine Bachblütenweisheit.

    und immer müder wird mein schritt
    Man macht jeden Schritt nur einmal...weshalb ein Schritt nicht immer müder kann. Es muss also Schritte heißen.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #5
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    Hallo Margot, Hallo A.D.

    zu Bemerkung 1 von A. D.: meine Zustimmung (nur Bachblütenweisheit wäre für mich nicht das passende Wort. Das Vergeben müssen hat seine Wurzeln wohl eher im christlichen Glauben denn in der Alternativmedizin )

    zu Bemerkung 2: Veto. Schritt steht doch hier als Synonym für Gang. Daher muss es m.E. nicht Schritte heißen.

    LG
    Rich

  6. #6
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    Hallo Richmodis


    zu1.
    stimmt...für mich sind die Bachblüten zum Synonym geworden. Allerdings ist auch die Bachblütentherapie mehr eine Sache des Glaubens...als eine Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin

    zu2.
    kann man so sehen, auch wenn ich unter Gang eher das Gesamtbild einer Schrittfolge verstehe. Aber ich kann auch deine Interpretation akzeptieren.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  7. #7
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    Hurra, wir dürfen weiterhin sagen "Die Truppe übt den Marschschritt" (Wäre doch zu dumm, wenn die immer nur einen Schritt aufs Mal machen dürften! Da hätte ja der Feind Masse Zeit, abzuhauen oder zu zielen.)
    Und auch der Reitlehrer und die Reitlehrerin müsen nicht zu sehr aufpassen mit dem Kommando "Schritt!"
    Danke Richmodis!
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
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  8. #8
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    Vielleicht solltest du vorher lieber mal fünf Minuten nachdenken...der Marschschritt bestätigt meine Sichtweise...denn er beschreibt das Gesamtbild einer Schrittfolge. Bei solchen Lehrern muss man sich nicht wundern...dass ich mich mit dummen Schülern herumplagen muss
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  9. #9
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    Scheisse, zu früh Hurra gebrüllt....
    Aber vielleicht dürfe wir in Zukunft wenigstens noch schreiben: "Die Truppe zog sich mit müdem Schritt in ihr QUartier zurück" - oder: "Der enttäuschte Landser erreichte mit müdem Schritt das Lager in Sibirien" - oder ist das zu defätistisch?
    KP
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  10. #10
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    Zwei Knaben - je mit Attitüde -
    verteilen heuer nimmermüde
    im Wechsel jeweils einen Tritt
    sich gegenseitig in den Schritt

    Nix für ungut, aber der Klöpper musste gezz raus.

  11. #11
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    Was ist ein Klöpper?
    Sollen wird das Problem vielleicht nicht allzu ernsthaft und verbohrt betrachten?
    Sind wir dann nicht "dumme Schüler"?
    LGKP

  12. #12
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    Klöpper = Schenkelklopfer, Zote, Kracher ...
    Dochdoch. Lasst euch bloß nicht stören von einer, die sogar in der Rubrik Trauer und Düsteres nichts andres kann als wie rumhampeln ...

  13. #13
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    Wir wollen nicht vergessen, dass wir eigentlich wegen Margot hier sind. Also wäre es durchaus angemessen, mal kurz ernsthaft rumzuhampeln. Ich mach den ersten müden Schritt
    KP
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
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  14. #14
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    lieber kaspar

    danke für deinen kommentar.
    deine dritte strofe für mein gedicht gefällt mir.
    das man versuche ich mal irgendwie zu endfernen.
    schön,das du dich mit meinen gedichten beschäftigst

    liebe grüsse margot

    liebe dabschi

    es freut mich,das du mein gedicht flüssig lesen konntest.
    und danke für dein kompliment,das ich mich sehr verbessert habe.

    derinhalt meines gedichtes handelt leider von einem,der nach fünzig jahren ehe
    durch siuzid(depressionen)gegangen ist. daher die schuldgefühle und der rote faden.
    die zwei letzten zeilen sind nicht so ganz richtig,oder doch?
    jeder sollte versuchen frieden zu schliessen,bevor er geht. ist es nicht so,bleibt der andere mit schuldgefühlen
    zurück und mit dem gedanken hätte ich es verhindern können?

    liebe grüsse margot

    lieber a. d.

    auch dir danke fürs kommentieren
    es war nicht einfach eine zerbrochene beziehung
    da würde man vieleicht nicht sieben jahre drunter leiden und sich mit schuldgefühlen plagen.
    ich habe es hier oben bei dabsche beschrieben.

    liebe grüsse margot

    liebe richmodis

    dir auch danke fürs reinsehen in mein gedicht
    und für deinen kommentar

    liebe grüsse margot
    Geändert von Margot (02.03.2019 um 22:23 Uhr)

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