Thema: erloschen

  1. #1
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    erloschen

    wenn der stapel der alten zeitungen zu hoch wird
    das herbstlaub vorm fenster flammend leuchtet
    weißt du das leben ist nur eine leihgabe ferner hügel

    dabei nichts tun als deine hand zu halten die sich anfühlt
    wie rohe seide beim blick in deinen augengrund sehe ich
    einen vogel der unruhig darauf wartet auszufliegen

    ich lausche dem sehnsuchtsgesang seiner todeselegie
    bis die stunde gekommen ist die zeit endgültig erlischt
    wie das letzte von ast zu ast hüpfende elmsfeuer

  2. #2
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    lieber perry,

    schön, wenn man das bei diesem thema so sagen kann.

    obwohl diesem text vielleicht gut täte, wenn du deine üblichen "blöcke" auflösen würdest.

    wäre doch einmal spannend zu sehen, wie du lesen würdest oder vielleicht auch für dich, alte gewohnheiten
    zu verlassen.

    warum "leihgabe fernen hügel" habe ich nicht verstanden (?)

    sprachlich gewohnt schön
    und berührend

    liebe grüße
    albaa

  3. #3
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    Hallo albaa,
    danke für dein Feedback, mit den fernen Hügeln ist das dahinter wartendende Jenseits gemeint.
    Warum sollte ich meine nach langen Jahren gefundene Terzettform aufgeben? Sie der dichterische Rahmen, in den ich meine Bilder nach dem System
    einleitender Auftakt, herangezoomtes Detail und öffnendes Schlussbild male.
    LG
    Perry

  4. #4
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    Demnach: "weißt du das leben ist geliehen jenseits der Hügel"

    Ja, warum solltest du etwas ändern, wenn du sich wohl damit fühlst!

    Lieben Gruß
    albaa

  5. #5
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    natürlich "weiß" ich das nicht. Es ist eine Vorstellung, die von einer unsterblichen Seele ausgeht.
    LG
    Perry
    PS: In meinem Roman "Am Ende wartet das Leben" habe ich ein solches Szenario abgehandelt.

  6. #6
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    Das war nur ein Vorschlag für den Vers, keine Frage


    Lg
    albaa

  7. #7
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    Hallo albaa,
    jetzt verstehe ich. Danke, so würde das "Jenseitige" deutlicher.
    LG
    Perry

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