1. #1
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    Unzufriedenheit


    Unzufriedenheit

    Europa war noch nie so reich
    Und niemals so friedfertig
    Wie heut', wo alle Staaten gleich
    Und keiner minderwertig.

    Mit Fleiß, mit Schweiß, starkem Verstand
    Hat man Erfindungen viele erschaffen,
    Begründet Glück und den Wohlstand –
    Und wird es so auch weiter schaffen!

    Doch da nagt Unzufriedenheit,
    Wo alle friedlich ihr Auskommen,
    Denn Fakenews, Ehrgeiz, Eitelkeit
    Wollen uns nicht so recht bekommen.

    Wer viel hat, der will noch viel mehr
    Und bleibt doch unzufrieden.
    Da hat's der alte Erdteil schwer:
    Man hadert sehr hienieden!

    Die Mutter will nicht gerne kochen
    Und auch die Kinder nicht betreuen,
    Denn ihr ist tief ins Herz gekrochen,
    Dass sie beruflich sich will freuen.

    Dem Vater schwindet die Karriere,
    Weil andere zum Zuge kommen.
    Trotz Reichtum wächst die innere Leere,
    Wo Anerkennung ihm genommen.

    Die Kinder zicken und sie zagen,
    Sind nur noch virtuell am Leben,
    Haben sich deshalb nichts zu sagen
    Und wollen schulisch leise treten.

    Wie kann sich jemand da noch freuen,
    Wo Menschen anerkennungskrank
    Trotz Urlaub, Sattheit Fatum bereuen
    Mit Lebensläufen voll Undank?

    Wo jeder meint, er sei der Größte
    Und müsse Anerkennung finden,
    Weil man beruflich alles löste
    In einem Leben ohne Sünden,

    Der hat das Schicksal nicht begriffen,
    Das keine Anerkennung kennt,
    Weil es die Augen zugekniffen
    Nur im Sekundenzeiger rennt.

    Die Anerkennung kann erlangen,
    Wer sich selbst sieht in Lebensfreiheit.
    Das Danken muss bei ihm anfangen,
    Dann bringt es auch Zufriedenheit.


    ©Hans Hartmut Karg
    2019

    *

  2. #2
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    Dr. Karg,
    allein für die fünfte Strophe gehören Dir die Ohren lang gezogen:
    "Die Mutter will nicht gerne kochen
    Und auch die Kinder nicht betreuen,
    Denn ihr ist tief ins Herz gekrochen,
    Dass sie beruflich sich will freuen."
    Wäre ich eine der Mütter, die Du hier pauschalisierend entwürdigst, müsstest Du Dich warm anziehen.
    Dir etwas über Metrik zu sagen, über falsche Betonungen und Beinahe-Unleserlichkeit, ist ein unfruchtbares Unterfangen. Aber ich will dennoch ein paar Beispiele nennen:

    Doch da nagt Unzufriedenheit,
    Wo alle friedlich ihr Auskommen,

    Wer spricht so? Oder so:

    Haben sich deshalb nichts zu sagen
    Und wollen schulisch leise treten

    Wie macht man das "schulisch leise treten"?

    Und was ist das:

    Wo Menschen anerkennungskrank
    Trotz Urlaub, Sattheit Fatum bereuen "trotz Urlaub, Sattheit - Schicksal, Geschick; Verhängnis - bereuen???
    Mit Lebensläufen voll Undank?

    "anerkennungskrank" - es gibt "schicke" Neogolismen und es gibt dümmliche. Such Dir aus, was zu Deinem Neogolismus passt.

    Mit Grausen gelesen und nur ungern kommentiert.

    Festival

  3. #3
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    gelöscht, weil doppelt ingestellt
    Geändert von Festival (03.03.2019 um 18:29 Uhr)

  4. #4
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    Als ob es noch auf irgendwas ankäme. Du singst hier irgendwelche Kakophonien auf solcherart sich selbst bemitleidendes dass es irgendwie im groesseren Zusammenhang nur noch verenden kann, da der Bezugspunkt keinerlei Tragfähigkeit hat. Politik mit Scharlatanerie vermischen ist eine Kunst die besser gehen würde als hier. Als ob man immer auf der ideologischen Vorstufe hängenbleiben könnte ohne das mal einer Kehraus macht.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Terrorist,
    ohne ein Sittengesetz wird die Zukunft der Menschheit nicht sicherbar sein. Ihr Überleben bliebe dann noch stärker gefährdet.
    "Das Sittengesetz in mir und der Himmel über mir" (KANT) ist keine leere Phrase!
    MfG H. H. Karg

  6. #6
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    Leere Phrase wohl nicht aber unnützer Intellektualmüll. Und von Natur aus hochtoxisch.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

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