1. #1
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    Verdiente Qual

    Verbuddelt will ich sein, in Scham,
    erleiden die verdienten Qualen.
    Für alle Fehler meiner Liebe
    besitze ich die Schuldigkeit.
    Stich zu, Geliebte! Lass mich zahlen,
    für Triebe, Eifersucht und Neid.
    Stich zu! Die Seele in mir schreit:
    "Verdient ist dieses Ende."

  2. #2
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    Wie das Geschriebene mittlerweile alles immer mehr ersetzt ist erstaunlich. wo es festmacht und wie es uns dann simuliert ist hier deutlicher zu sehen als jede Seele schreien könnte, denn sie mag sich unserer bedienen aber wir uns nicht ihrer. also ist der in der Lufthängungsfaktor hier etwas flatterig.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Einsicht bedeutet daraus zu lernen�� Ein bewegendes Gedicht.Die Selbstanklage und auch die Verzweiflung ist herauszuspüren.

  4. #4
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    Lieber Terrorist,
    hey Euterpe (und Willkommen hier im Forum!)

    Schön, dass euch das Gedicht gefällt.

    Liebe Grüße!!

  5. #5
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    Hallo MiauKuh,

    ich hatte dich für deine letzten Texte gelobt...hier muss ich ein paar kritischere Töne anschlagen:

    Was die Sprache angeht...das bist Du irgendwo im 18.Jahrhundert unterwegs...legitim...mach ich auch hin und wieder - allerdings ist mir das hier zu sehr aus der Luft gegriffen...fehlt mir die Vorgeschichte...das Bühnenbild...sehe ich einfach nicht die Notwendigkeit dieses Szene aus der Zeit zu brechen.

    Aber auch inhaltlich macht mir dein Text Probleme:

    Du schreibst:

    Für alle Fehler meiner Liebe
    und dann:

    Lass mich zahlen,
    für Triebe, Eifersucht und Neid.
    Das alles...der Trieb...die Eifersucht...der Neid...hat mit Liebe nichts zu tun. Die Triebhaftigkeit kann man ohnehin nicht als Fehler bezeichnen...denn entweder ist der Trieb gesund...sprich"normal"...oder krankhaft. Die Eifersucht und der Neid sind persönliche "Störungen"...haben mit Liebe überhaupt nichts zu tun...auch nichts mit partnerschaftlichen Beziehung...oder zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein - dort wirken sie sich nur aus. Die Eifersucht deutet eher auf Abwesenheit von Liebe hin...als dass sie von Liebe zeugen könnte. Denn eifersüchtig ist man vor allem dann...wenn man sich selbst nicht traut. Man projeziert das dann auf den Partner. Die eigene Eifersucht hat nur in ihrem Ausmaß und auch nur bedingt mit dem Partner etwas zu tun.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  6. #6
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    Hey AndereDimension,

    nun, ich habe eine Weile überlegt, was ich zu deiner Kritik sage.
    Es geht hier ja um die Fehler, die während der Liebe "zu" jemandem gemacht wurden.
    Es geht nicht um "Liebesfehler", was etwas anderes wäre, jedenfalls für mich.
    Das lyrische Ich hat Fehler gemacht, ist Fremdgegangen (Triebe), war neidisch und eifersüchtig.
    Eifersucht, sofern nicht krankhaft, gehört durchaus auch zur Liebe dazu, finde ich zumindest, weil es irgendwie das Platzhirsch/-kuh tun, also den Partner verteidigen, einschließt. Revierdurchsetzung zum Beispiel.

    Es ist bedauerlich, dass dir das Gedicht nicht gefiel, und doch: nicht alle Gedichte gefallen einem, weißt du ja.
    Ich rätselte auch eine Weile, was du wohl mit der Sprache aus dem 18. Jahrhundert meinst.
    Ist es, weil es so romantisch rüberkommt?

    Danke für deine Betrachtung.
    Ich schätze es, wenn du meine Gedichte kommentierst und eben das wollte ich dich auch mal wissen lassen.
    Gute Kommentare wirken längerfristig, wie ein guter Dünger ...

    Liebe Grüße

  7. #7
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    Hallo MiauKuh

    danke, dass Du das sportlich nimmst!

    Eine Liebe, die diesen Namen verdient, zeichnet sich vor allem durch gegenseitiges Vertrauen aus. Eifersüchtig zu sein heißt...dass ich meinem Partner nicht vertraue...bzw ihm zutraue etwas zu tun, das mich verletzt und mir schadet. Wenn man wirklich liebt, dann hat man alles andere als das im Sinn. Im Alltag reden wir von der gesunden und von der krankhaften Eifersucht, es gibt jedoch nur die krankhafte Eifersucht. Es sind nicht meine Worte...man weiß längst, dass die eigene Eifersucht dem anderen unterstellt das zu tun, wozu ich selbst bereit bin. Jemand, der solche Gedanken nicht hegt, der ist auch nicht eifersüchtig. Also wenn man jemandem misstrauen sollte, dann bitte den Eifersüchtigen. Und vom Neid müssen wir erst gar nicht reden. Wer liebt, der gönnt...aber er neidet nicht. Was dein LY-I angeht, das hat nicht wirklich geliebt.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

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