1. #1
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    Poetische Ejakulation

    Im scheuen Licht des jungen Morgens
    Mit einer zum Platzen vollen Blase
    Das Lied der frühen Vögel in den Ohren
    Mein stolzes Schwert fest in der Hand
    versprühe ich zum Abschied stumm
    Dem schon müden, fahlen Mond
    Der vom Himmel zu fallen droht
    Meine erwachte glühende Sehnsucht
    In die Falten durchgeschwitzter Laken
    Poesie ist die Ejakulation der Phantasie

  2. #2
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    Hujui, kaum hier hier, schon beim Keulen zusehen lassen, hier geht ja jemand forsch zu Werke. Wichsgedichte wirken fast immer etwas traurig und gequält auf mich, so auch dieses. Und die Conclusio scheint mir fast verzweifelt .. So bleibt mir hier die Frage: Ist die Phantasie ein rein männliches Phänomen?

  3. #3
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    Hallo DostoFjewski,
    gut gebrüllt hört und fühlt es sich an!
    ... die letzte Zeile empfinde ich gleichermaßen, auch, wie schön..
    Die Welt ist wirklich so schön, herrlich!
    BGl

  4. #4
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    zu deiner frage woitek: natürlich nicht! wie auch die ejakulation keine rein männliche domäne ist! und ich, ich kann halt nicht anders
    Geändert von Dosto F. Jewski (13.03.2019 um 10:22 Uhr)

  5. #5
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    Wenn die Phantasie kein rein männliches Phänomen ist, verstehe ich nicht, dass sie ejakuliert...

    Edit: Habe gerade gelesen, dass die weibliche Ausscheidung beim Orgasmus ebenfalls Ejakulat genannt wird, ziehe meinen Einwand darum zurück.
    Viel Spaß weiterhin
    Geändert von Woitek (13.03.2019 um 16:53 Uhr)

  6. #6
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    Mich stört der zweite Vers an eben dieser Stille, der zwischen dem scheuen Licht und dem Lied der Vögel mir zu platt, direkt und unpoetisch. Auch der Vorgang selbst ist ja bildlicher formuliert als das: Schwert, versprühen, Sehnsucht. So konkret wie die Blase wird es dann erst wieder mit den Falten des durchschwitzten Lakens; das ist ja eigentlich gut, das Gefühl des Akts bildlich vergeistigt, aber nachdem es dann fertig ist wieder ins Dingliche zurück. Nur ist für diesen Verlauf die volle Blase schon zu dinglich an einer zu frühen Stelle. Man könnte die vielleicht nach hinten schieben, oder auch weglassen.

    Obstipui steteruntque comae et vox faucibus haesit
    Vergil: Aeneis III, 48

    Ich erstarrte, meine Haare standen zu Berge.
    Und die Stimme blieb stecken mir im Hals.

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