Patchwork ist die Kunst, bei der aus Fetzen etwas Neues entsteht,
doch ob das mit Familien auch so einfach geht?
Patchwork-Familie, das zählt als modern,
doch ist modern auch gut oder lieber die Familie von gestern?
Du hast drei Mütter, Väter hast du zwei,
Deine Schwester ist dir unbekannt, der Bruder ist aus dem selben Ei.
Die einen grüßt du mit einem Grinsen,
Bei den anderen musst du fragen: Wer sind sen?
Bei den einen fühlst du dich wohl und redest drauf los,
bei den anderen denkst du dir: Was sag ich bloß?
Und so sind die Familien-Feiern…
… mal weniger gut,
… mal weniger schlecht.
… mal fühlst du dich wohl,
… mal ist es nicht echt.
… mal bist du ganz ruhig,
… mal bist du der Hecht.
… mal hört man dir zu,
… mal gibst du Ruh.
… mal ganz ausgelassen,
… mal alleine gelassen.

Die Struktur ist durcheinander, und bei dem ganzen drüber und drunter,
geht da nicht der Einzelne unter?
Für Probleme sind diese Feste nicht da,
man sucht Gemeinsamkeiten, doch die sind rar.
Aber genau diese Unterschiede machen Patchwork zur Kunst,
und genau diese Unterschiede machen die Familie so bunt,
doch fehlt da nicht auch der Familienverbund?

Ein einzelner Fetzen ist irgendwie zerissen,
Und die Vollkommenheit wird man immer vermissen.
Die Familie aus dem Bilderbuch, die gibt es nicht mehr,
und am Anfang ist das auch sicherlich schwer.
Doch mit der Zeit sucht sich jeder Fetzen seinen Nachbarn,
und dann entsteht eine Verbindung, mit etwas Garn.
Und knüpft man das weiter, Stück für Stück,
kommt man wie bei der Leiter, Schritt für Schritt,
dem Ziel immer näher und man weiß es zu schätzen,
das es immer mehr gibt von diesen Fetzen.
Und so ist jeder mit jedem verstrickt,
der eine ganz nah, der andere weit weg.
Und reißt eine Bindung, bleibst du dennoch verbunden.
Und versuchst du dich zu verstecken,
Wirst du dennoch gefunden.
Und das ist auch gut so,
Denn im Notfall bist du froh,
Dann hast du statt einem einzelnen Fetzen, der nichts abhält,
gleich ein riesiges Zelt.