Thema: Die Rose

  1. #1
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    Die Rose

    Erhoben steht sie vor mir.
    Stolz und Größe verkörpert sie,
    Zerbrechlichkeit lässt sich erahnen.
    Der Körper ist gerade, ohne Makel.
    Ihre Krone wunderschön,
    in purpurrot getränkt.
    Sie erfüllt den Raum mit Glanz,
    und die Dornen unterstreichen ihre Eleganz,
    betonen den smaragdgrünen Schaft.
    Der wohlige Duft ihrer Blüte
    verzaubert ihre Umgebung.
    Sie ist ein Einzelstück,
    doch schon bald
    wird sie verblühen.

    © 2008
    Die Liebe ist stumm, nur Poesie kann für sie sprechen. Novalis

  2. #2
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    Hallo Flame,
    da auch ich die Rose sehr mag, melde ich mich mal zu Wort.
    Erst einmal hätte ich das in die Rubrik Natur gestellt und nicht in Trauer und Düsteres. Auch nach dem Verblühen kann eine Rose wunderschön sein.

    Ansonsten fehlt mir hier die Poesie, das Lyrische.
    Zum Beispiel
    V1: "erhoben"; warum nicht: "erhaben"?
    V5: "Ihre Krone wunderschön, in purpurrot getränkt"; warum nicht: "gekrönt in purpurrot".
    V8+9: warum nicht zusammenführen, etwa so: "und Dornen, elegant, am smaragdgrünen Schaft"
    etc.

    Das ist alles sehr sachlich beschrieben. Verdichte mehr, lass die Bilder für sich sprechen und erkläre sie nicht. Dann nehmen die Verse den Leser wirklich mit.

    Hab hier gern vorbei geschaut.
    Gruß manehans
    Solange Glut ist, kann auch Feuer sein...
    Eva Strittmatter

  3. #3
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    Weil es so ist, wurde es so geschrieben. Man merkt wie die Realität jedes einzelne Wort diktiert hat, ohne Veränderungen zuzulassen, da diese wiederum nur davon ablenken würden wie es zu sein hat wenn etwas so sein soll wie es wirklich ist und nicht so wie es auch sein könnte, wenn man sich mal ein hätte nicht reinimplizieren täte.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Danke für die Inspirationen.

    lG
    Flame
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  5. #5
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    Hallo Flame

    manehans hat dir bereits die wesentlichen Dinge gesagt

    Ich markiere dir die kritischen Stellen, die es dir schwer machen die passenden Worte zu finden:

    Erhoben steht sie vor mir.
    Stolz und Größe verkörpert sie,
    Zerbrechlichkeit lässt sich erahnen.
    Der Körper ist gerade, ohne Makel.
    Ihre Krone wunderschön,
    in purpurrot getränkt.
    Sie erfüllt den Raum mit Glanz,
    und die Dornen unterstreichen ihre Eleganz,
    betonen den smaragdgrünen Schaft.
    Der wohlige Duft ihrer Blüte
    verzaubert ihre Umgebung.
    Sie ist ein Einzelstück,
    doch schon bald
    wird sie verblühen.
    Du nimmst das Schauspiel als einen poetischen Augenblick wahr und berichtest darüber...statt dich dadurch mitzuteilen...indem Du dein Staunen vor unseren Augen nochmal lyrisch durchlebst.

    Du solltest es so formulieren...als würdest Du nochmal auf dieser Bühne stehnen und es dir selbst erzählen.

    ich bin sicher...Du würdest dabei nicht "Einzelstück" sagen/denken....sondern "einzigartig". Und ebenso würdest Du nicht "ihre Umgebung" schreiben...denn Du stehst auf der Bühne und bist Teil dieser Umgebung.

    Einige machen dann den "Fehler" und tauschen die eigenen Wörter gegen jene aus, die ihnen vorgeschlagen wurden. So einfach ist das leider nicht, noch macht das in den meisten Fällen Sinn. Hier geht es darum dein eigenes Gedicht aus einer anderen Perspektive zu betrachten und dabei dennoch ganz bei dir zu bleiben.

    Wenn Du das wünschst, liefere ich dir gerne auch Beispiele....aber versuche es erst mal ganz alleine. Du musst das nicht zwingend hier und in der Öffentlichkeit machen - schon gar nicht auf Zuruf - aber vielleicht dann, oder auch nur dann...wenn es dir ein Bedürfnis ist.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  6. #6
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    Na, endlich wissen wir, was "lyrisch" bedeutet! Dank sei den Kritikern.
    Ich aber schlage mich gerne auf die Seite von Terrorist.
    KP

  7. #7
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    Hallo,
    ich habe es unter dieser Rubrik gepostet, aus gutem Grund.


    Trauer und Düsteres

    traurige und melancholische Gedichte

    Vermutlich kann man(n) es anders Schreiben.

    lG
    Flame
    Die Liebe ist stumm, nur Poesie kann für sie sprechen. Novalis

  8. #8
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    Zitat(e) k.p.

    Na, endlich wissen wir, was "lyrisch" bedeutet!
    Bist du hier der Klassensprecher...weil du für alle reden darfst?!?

    Dank sei den Kritikern.
    endlich mal einer...der das zu würdigen weiß.

    Ich aber schlage mich gerne auf die Seite von Terrorist.
    gute Idee - dort scheint es sehr gemütlich zu sein

    Zitat Flame

    Flame

    Hallo,
    ich habe es unter dieser Rubrik gepostet, aus gutem Grund.


    Trauer und Düsteres

    traurige und melancholische Gedichte

    Vermutlich kann man(n) es anders Schreiben.
    das ist auch nur unschwer zu erkennen...nur hat das mit meiner Kritik nichts zu tun - die gilt für jede Rubrik...unter welcher auch immer Du dein Gedicht einstellst. Und ebenso gilt...dass Du nirgendwo gezwungen bist sie anzunehmen oder auch nur darauf zu reagieren.

    Ich erzähle dir mal eine Situation aus dem "wahren Leben"...und eine weitere...fast identische...

    1. Ein Paar ist zum Abendessen in einem 3-Sterne-Restaurant eingeladen...sagen wir mal von SEINEM Chef. SIE war am Tag mit ihrer Freundin in der Stadt ein passendes Kleid kaufen...auch wenn sie für solche Anlässe bereits jede Menge Kleider im Schrank hängen hat. Ein Schluck Sekt, ein duftendes Bad...eine Stunde später ein letzter "Strich", ein zugespitzter Mund, ein gespiegeltes, zufriedenes Lächeln....verbunden mit der Frage: "Na, wie seh ich aus?"

    2. Ein Paar ist zum Abendessen in einem 3-Sterne-Restaurant eingeladen...sagen wir mal von SEINEM Chef. SiE schaffte es am Tag nicht in die Stadt....um ein neues Kleid zu kaufen...auch wenn sie für solche Anlässe bereits jede Menge Kleider im Schrank hängen hat. Ein Schluck Wasser, eine 5-Minuten Dusche - eine Stunde später ein Berg von Kleidern, Blusen und Hosen auf dem Bett - und eine Frau vorm Spiegel...die nervös an Rock und Bluse zupft....verbunden mit der Frage: " kann ich das anziehen?"

    In Foren wie gedichte.com + Co wirst Du zu (mindestens) 80% mit der Frage Nr. 1 konfrontiert...die da nur eine Antwort zulässt. Schade für all die...die sich in der Situation Nr. 2 befinden.

    Gruß, A.D.
    Geändert von AndereDimension (14.03.2019 um 19:39 Uhr)
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

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