Ich prostituiere mich
(gratis und gerne)
im Selbstverlag
und spende
(gratis und gerne)
meine Organe
an Menschen,
die sie noch weniger
brauchen als ich.

Auch für den Fall,
dass mich niemand finden möchte,
verstecke ich mich beim Poetry-Slam
(gratis und gerne)
masturbierend unter der Bühne
- nur damit mir hinterher
ja keiner vorwerfen kann,
ich sei zu kommerziell geworden.

Wie alle negativ Erfolgreichen,
rede ich mir viel zu gerne ein,
dass Unten das neue Oben sei
und ich auch ohne meinen
eigenen Wikipedia-Eintrag,
zumindest bei geistig verwirrten
und taubstummen Analphabeten
als DER literarische Geheimtipp schlechthin gelte,
über den Marcel Reich-Ranicki
einst fast einmal sagte:
"Nie gehört...!"
LG
k