1. #1
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    Aron Manfeld: Am Ende ist man tot

    Als Kind schon
    Bemerkt man es am Brot
    Das hart dem Bisse widersteht

    Der Wellensittich
    Dann der Hund
    Vom Weinen sind die Lippen wund

    Gefährlich wird es erst beim Greisen
    Man kann nicht mehr alleine scheisen

    Der Körper wird zum fremden Mann

    Wohl dem der mit sich selber

    Sterben kann
    Aron Manfeld 2019

  2. #2
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    Hallo Aron,

    du schreibst über das Sterben, in jeglicher Hinsicht. Wie es uns zunächst durch absterbende Dinge und Tiere begegnet, um unserem eigenen Körper und Sein dann schlussendlich selbst zuzusetzen. Leider verstehe ich nicht so recht, warum du das Gedicht in "Liebe und Romantik" und nicht eher in "Gesellschaft" gepostet hast. Würde m.M.n. dort besser passen.

    Ein wenig schade finde ich, dass du "scheißen" aufgrund des Reimes falsch schreibst. Lass es doch ruhig orthografisch richtig, es geht ja am Ende auch nicht mehr darum, passende Reime zu finden.....weil wir schließlich alle sterben müssen.

    Den Smiley ganz unten hätte ich fast übersehen. Hier dünkt es mich, als wärest du selbst nicht zufrieden oder einverstanden mit dem obigen Sterbevorgang. Oder soll es gar bedeuten, dass du es nicht schön/unfair/scheiße findest, dass Sterben eine unausweichliche Tatsache ist?

    Ich bin mir nicht ganz sicher, was du über den offensichtlichen Inhalt hinaus noch sagen möchtest, bin aber überzeugt, dass da noch mehr dahinter steckt

    Viele Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze


  3. #3
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    Hallo Aron,

    du schreibst über das Sterben, in jeglicher Hinsicht. Wie es uns zunächst durch absterbende Dinge und Tiere begegnet, um unserem eigenen Körper und Sein dann schlussendlich selbst zuzusetzen. Leider verstehe ich nicht so recht, warum du das Gedicht in "Liebe und Romantik" und nicht eher in "Gesellschaft" gepostet hast. Würde m.M.n. dort besser passen.

    Ein wenig schade finde ich, dass du "scheißen" aufgrund des Reimes falsch schreibst. Lass es doch ruhig orthografisch richtig, es geht ja am Ende auch nicht mehr darum, passende Reime zu finden.....weil wir schließlich alle sterben müssen.

    Den Smiley ganz unten hätte ich fast übersehen. Hier dünkt es mich, als wärest du selbst nicht zufrieden oder einverstanden mit dem obigen Sterbevorgang. Oder soll es gar bedeuten, dass du es nicht schön/unfair/scheiße findest, dass Sterben eine unausweichliche Tatsache ist?

    Ich bin mir nicht ganz sicher, was du über den offensichtlichen Inhalt hinaus noch sagen möchtest, bin aber überzeugt, dass da noch mehr dahinter steckt

    Viele Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze
    Liebe Trulla,

    erstmal danke ich Dir für die Verstärkung des Moderatorenteams - das Forum lebt!

    Mein Problem ist hier die männliche Ausrichtung der Sprache, möglich wäre auch:

    Als Kind schon
    Bemerkt man es am Brot
    Das hart dem Bisse widersteht

    Die Wellensittichin
    Dann die Hündin
    Vom Weinen sind die Lippen wund

    Gefährlich wird es erst beim Greisen
    Frau kann nicht mehr alleine scheisen

    Der Körper wird zur fremden Frau

    Wohl der die mit sich selber

    Sterben kann


    Weiterhin ist der Titel unfreiwillig geklaut - es gibt einen Film, der so heisst. Soll ich ihn ändern?

    Letztendlich ist das Gedicht sehr allgemein, wie Du sagst. In "ein wenig überm boden" bin ich direkter. Du hast doch auch ein Gedicht geschrieben über den Tod, in welchem von Krebs die Rede war, wenn ich mich nicht irre, aber schon lange her.

    Danke fürs Reinfühlen

    Aron
    Aron Manfeld 2019

  4. #4
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    Hi Aron,

    verrat's keinem weiter, aber ich bin tatsächlich nicht neu im Moderatorenteam (nein, Spaß beiseite, ich war halt ne lange Zeit nicht wirklich aktiv und habe jetzt endlich wieder freie Spitzen gefunden).

    Aber lieber mal zu deinem Gedicht:
    Mein Problem ist hier die männliche Ausrichtung der Sprache
    Mh, das löst sich zwar in der zweiten Version auf, dann wird die Sprache aber wiederum eher weiblich ausgerichtet und auch das wäre, glaube ich, nicht das, was du eigentlich willst.

    Vielleicht kann man es etwas allgemeingültiger beschreiben:


    "Als Kind schon
    Bemerkt man es am Brot
    Das hart dem Bisse widersteht

    Die Federtiere
    Dann die Schnüffler (oder auch: Jauler)
    Vom Weinen sind die Lippen wund

    Gefährlich wird es erst beim Greisen
    Man kann nicht mehr alleine scheißen

    Der Körper wird zum fremden Ort

    Wohl jeder mit sich selber

    Sterben wird"

    Weiß nicht, ob die Veränderungen gerade in den letzten 3 Zeilen deine Intention zu sehr verändern.
    Weiterhin ist der Titel unfreiwillig geklaut - es gibt einen Film, der so heisst. Soll ich ihn ändern?
    Hätte ich nicht gewusst, hättest du es nicht gesagt. Finde ich aber dennoch nicht schlimm, für mich passt er so wie er ist.
    Du hast doch auch ein Gedicht geschrieben über den Tod, in welchem von Krebs die Rede war, wenn ich mich nicht irre, aber schon lange her.
    Ich vermute, du meinst das hier. Ist schwierig, zu vergleichen, weil das ja kein Gedicht ist und zweitens auch sehr persönliche Gedanken und Gefühle beinhaltet. Ich glaube jedoch eher, dass du hier das Sterben beschreiben wolltest? Korrigier mich, wenn ich falsch liege.
    Danke fürs Reinfühlen
    Sehr gern. Schließlich sollten wir uns alle früher oder später mit diesem Thema beschäftigen.

    Viele Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze


  5. #5
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    Ich glaube ihr macht es da zu kompliziert

    die Wellensittiche
    die Hunde

    schon ist der Text durchgegendert

    dein eigentliches "Vergehen", Aron, ist der lyrische Coitus Interruptus. Die ersten Zeilen prima....

    dabei stört mich nicht das Scheißen...sonder das "selber". Kein Lyriker, außer es handelt sich um einen Mundartdichter, schreibt selber. Dieses Wort gibt es (eigentlich) gar nicht


    Wohl dem, der für sich

    sterben kann

    und für die (Sprach) Mutigen

    Wohl dem, der sich selbst

    sterben kann


    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  6. #6
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    dein eigentliches "Vergehen", Aron, ist der lyrische Coitus Interruptus. Die ersten Zeilen prima....
    Gerade das "selber" schafft ein Alleinstellungsmerkmal - solltest Du auch mal in Betracht ziehen, anstatt in Nichtigkeit unterzugehen, Adi.
    Aron Manfeld 2019

  7. #7
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    Gerade das "selber" schafft ein Alleinstellungsmerkmal - solltest Du auch mal in Betracht ziehen, anstatt in Nichtigkeit unterzugehen, Adi.
    Prima, da hast Du jetzt (d)ein Totschlagargument gefunden, das du fortan unter jede Kritik setzen kannst - muss nur die Wörter "selber" und "Adi" entsprechend anpassen.

    Ich glaube...nein ich weiß, dass Du an konstruktiver Kritik überhaupt nicht interessiert bist - und das...obwohl Du die viel nötiger hättest als die meisten anderen hier. Aber das ist deine Sache.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  8. #8
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    Ich glaube...nein ich weiß, dass Du an konstruktiver Kritik überhaupt nicht interessiert bist - und das...obwohl Du die viel nötiger hättest als die meisten anderen hier. Aber das ist deine Sache.
    Das glaube ich nicht, mein Schatz. Ich brauche Deine Aufmerksamkeit, das gebe ich zu.
    Aron Manfeld 2019

  9. #9
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    Lieber Aron,

    Diese Stelle hier:

    Wohl dem der mit sich selber
    Sterben kann


    würde ich so lassen.

    Die beiden Versionen von Andi in #5 würden diese Aussage drastisch verändern, von daher wären sie für mich keine Option. Aber unabhängig davon frage ich mich bei den beiden Zeilen: Was heißt das? Also wohl dem, der (recht)zeitig stirbt? Also, wenn er noch alleine scheißen kann? Aber beginnt da erst das Selbersterben? Oder für einige früher? Bei den ersten Anzeichen von Hüftarthrose? Beim Verlust von Attraktivität, also beim optischen Verfall? Und wie sieht das rechtzeitige mit sich Selbersterben dann aus bzw. wie geht das?

    Zu zwei anderen Stellen des Textes:

    1) Für mich persönlich passt das harte Brot nicht zum Thema Tod und Sterben. Denn die Trauer über verstorbenes Getreide hält
    sich bei den meisten Menschen doch eher in Grenzen

    2.) Ich finde es schön, Aron, dass du der Versuchung wiederstanden und auf Brot nicht Tod gereimt hast, sondern den Hund gewählt
    hast. Das gefällt mir. Und mir gefallen auch sehr die vom Weinen wunden Lippen. Wer kennt das nicht, als er/sie noch Kind war. Die
    wunde Oberlippe.

    LG
    Richy
    Geändert von Richmodis (26.07.2019 um 19:20 Uhr)

  10. #10
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    Lies mal bitte die kommentare zu dr.karks gedichten. Dieser schreibt in diesem stil und machte bereits hundertfach deine fehler.
    Lieben gruss
    Geändert von heimlicheFeder (30.07.2019 um 13:22 Uhr)
    wissen zerstört... denken befreit

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  11. #11
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    Die beiden Versionen von Andi in #5 würden diese Aussage drastisch verändern, von daher wären sie für mich keine Option. Aber unabhängig davon frage ich mich bei den beiden Zeilen: Was heißt das? Also wohl dem, der (recht)zeitig stirbt? Also, wenn er noch alleine scheißen kann? Aber beginnt da erst das Selbersterben? Oder für einige früher? Bei den ersten Anzeichen von Hüftarthrose? Beim Verlust von Attraktivität, also beim optischen Verfall? Und wie sieht das rechtzeitige mit sich Selbersterben dann aus bzw. wie geht das?
    Das Sterben bedeutet das selbstbestimmte Abschiednehmen - da ich nicht Gott bin, kann ich keine allgemeingültige Formel dazu geben. Mein Papa selig pflegte zu sagen: Aron, Du musst gehen, wenn es am Schönsten ist.
    1) Für mich persönlich passt das harte Brot nicht zum Thema Tod und Sterben. Denn die Trauer über verstorbenes Getreide hält
    sich bei den meisten Menschen doch eher in Grenzen
    Brot ist hier das Symbol für Lebensfreude - etwa 98 Prozent aller Industrieeuropäer sind verbittert und böse, wie hartes Brot.
    2.) Ich finde es schön, Aron, dass du der Versuchung wiederstanden und auf Brot nicht Tod gereimt hast, sondern den Hund gewählt
    hast. Das gefällt mir. Und mir gefallen auch sehr die vom Weinen wunden Lippen. Wer kennt das nicht, als er/sie noch Kind war. Die
    wunde Oberlippe.
    Ich mag Hunde lieber als Menschen - am liebsten uns beide nach dem Knutschen mit wunder Oberlippe.
    heimlicheFeder
    Lies mal bitte die kommentare zu dr.karks gedichten. Dieser schreibt in diesem stil und machte bereits hundertfach deine fehler.
    Lieben gruss
    Wenn man natürlich nur herumtrollt, mag dieser Eindruck entstehen.
    Aron Manfeld 2019

  12. #12
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    @Aron

    Grüße,

    gestern habe ich dein Text gelesen, bin aber blind von dessen Fassade abgeglitten. (Resümee_ scheiß Text)

    heute:
    Alle Tore waren weit geöffnet, bin durchspaziert und habe bei Vielen beigepflichtet. Dein Sonderbarer Lebenslauf ist angekommen, nur, Wellensittiche gabs genug, die Tränen flossen wegen anderen Missverständnissen. Ich, zb. war ein Kaktus, wenig Wasser und reserviert.
    So ist das Leben, Schön und Grausam, wie die Natur, wie die Liebe.

    Tschüss.

  13. #13
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    Ich, zb. war ein Kaktus, wenig Wasser und reserviert.
    Vermutlich verstehst Du mich deshalb nur zu genau, werter Horst.
    Aron Manfeld 2019

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