1. #1
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    frei wie ein vogel

    ein vogel breitet seine flügel aus
    fliegt über täler wald und auen
    ist auf dem dach der welt zuhaus
    kann wälder wiesen überschauen

    so breite auch du deine flügel aus
    lass den wind dich in die ferne bringen
    geniess die freiheit im gedankenflug
    es wird dir vieles leichter so gelingen

    könnt der mensch frei wie ein vogel sein
    so wie im paradies zu leben
    von allen erdenfesseln sich befrein
    das ist uns leider nicht gegeben
    Geändert von Margot (26.03.2019 um 16:12 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Margot,

    gefällt mir gut dein Gedicht. Die Sehnsüchte des Menschen, sich in die Ferne zu erheben, wie ein Vogel es kann, um seinem tristlosen Dasein zu entkommen, waren schon immer groß. Dies drückt dein Gedicht m.M.n. sehr leicht und sanft aus.

    Leider stolpere ich ab Strophe 2 ob der veränderten Metrik.

    Daher habe ich folgenden Verbesserungsvorschlag, damit sich das ganze noch etwas flüssiger liest:

    ein vogel breitet seine flügel aus,
    fliegt über täler, wald und auen.
    er ist im weiten all zuhaus,
    kann so die welt von oben schauen.

    so breite auch du deine flügel aus,
    lass den wind dich ins weite bringen.
    komm, sei so frei in saus und braus,
    wird dir vieles leichter gelingen? leider hier kein reiner Jambus, sondern mit Hebungsprall ("dir vie-") und hinten mit zwei aufeinander folgenden unbetonten Silben ("-ter ge-")

    ach, könnt der mensch frei wie ein vogel sein,
    so wie im paradies zu leben.
    von allen fesseln sich befrein,
    das ist uns leider nicht gegeben.
    So passen jetzt zumindest rein zählerisch die zweite und dritte Strophe zur ersten (10-9-8-9). Ich habe überall noch Kommata und Satzpunkte hinzugefügt, weil du in der ersten Strophe bereits mit Sätzen begonnen hast und ich es schön finde, wenn das übers gesamte Gedicht weiter durchgezogen wird.
    Ich habe versucht, so nah wie möglich an deiner Vorgabe zu bleiben, habe nur Z4 in Strophe 2 als Frage formuliert, weil ich den Gedanken sehr schön finde, die Leichtigkeit und Freiheit, die wir vom Vogelflug erwarten, in Frage zu stellen und es nicht gleich als gegeben anzunehmen, dass dieses neue Leben tatsächlich so wäre.

    Vielen Dank für diesen Gedankenflug

    Liebe Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze

    EDIT: Wollte noch hinzufügen, dass ich es sehr erfrischend finde, alles klein zu schreiben. Mutet auch sehr leicht an, bricht mit bestehenden Regeln, ganz wie ein Vogel, der sich in die Lüfte emporschwingt und scheinbar der Schwerkraft trotzt.
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  3. #3
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    Hallo Margot,

    wie meine Vorrednerin schon sagte...ein Sehnsuchtsbild...

    er ist im weiten all zu haus
    kann so die welt von oben schauen.
    das All passt mir da nicht so recht ins Bild

    ist auf dem dach der welt zuhaus,
    kann wälder, wiesen überschauen


    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  4. #4
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    liebe trillermitze

    es freut mich,dass du dich mit meinen gedicht beschäftigt hast.
    ich habe einiges umgesetzt. mit den betonten und unbetonten silben stehe ioch immer noch auf kriegsfuss.
    das dir die kleinschreibung gefällt freut mich.
    ach frei wie ein vogel zu sein,dass wünscht man sich oft.

    ich danke dir für deinen kommentar und für die verbesserungen.

    liebe grüsse margot





    lieber a.d.

    auch dir danke fürs lesen meines gedichtes
    ich habe deine zeilen ubernommen gefallen mir

    liebe grüsse margot
    Geändert von Margot (26.03.2019 um 11:53 Uhr)

  5. #5
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    Hi Margot,

    gefällt mir so schon besser.
    Nur noch eine Frage: Gibt es einen Grund, warum du es "öberschauen" und nicht "überschauen" geschrieben hast?

    Viele Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze
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