Als Spross gesetzt auf Erden,
so klar, so rein und voller Liebe.
Im Alter soll er sterben,
verbraucht, verletzt durch stete Hiebe.

Kein Urteil trübt den frischen Blick,
die Unschuld liegt im Herzen.
Doch weicht er sanft und vorsichtig,
die Seele schreit vor Schmerzen.

Dem Augenblick will er nun flieh ‘n,
Verzerrtheit geht ins Blut.
Den Ängsten wird er heimlich dien´,
vermeintlich tut dies gut.

Der Eigennutz stets hinter ihm,
ein Schatten seiner Selbst.
Sich selber nicht im Herz verzieh ‘n,
das Leid das ihn verstellt.

Der Blick nun durch die Leere voll,
der Wind die Mauer biegt.
Weiß nicht wohin er blicken soll,
die Wahrheit in der Leere liegt.

Dort zeigt sich das, was keiner sieht,
weil jeder sich verstellt.
Zu groß die Angst, was dann dort liegt
und ihm als Finder nicht gefällt.

Entdeckung in Erkenntnis liegt,
er diesmal mehr die Freiheit spürt.
Die Trennung nur das Ego sieht,
das Selbst Ihn in das Leben führt.

Hat Rolle, Selbstbild abgelegt,
als Werkzeug Ihm zur Seite steht,
Das Wesen seine Tat bewegt,
befreit er nun das Leben lebt.