Thema: Fragile Verse

  1. #1
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    Fragile Verse

    Seit Wochen jagte ich nach Reimen und Gedanken
    und doch war was ich schrieb an Leere übervoll.
    Die Feder meines Wesens kleckste ihre Tinte,
    verschmierte jedes Zeichen, weckte meinen Groll.

    Mir halfen weder Kaffee, Tee noch Schokolade,
    gebrechlich wirkten alle Verse, zu fragil.
    Ein Funke fehlte, Pulver für die Explosionen,
    ein Staffelstab samt Sprinter und sogar sein Ziel.

    Mein Weinen hätte daran gar nichts ändern dürfen
    und doch verhalf es jedem Wort zu einem Freund,
    verschmolz es Sätze völlig nahtlos miteinander,
    zu einem Werk, das schien, als wäre es erträumt.

  2. #2
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    Hey Hi, i,

    na, so ist es doch aber manchmal. Ewig klappt nichts und dann? Zack und alles fügt sich ineinander. Wieso auch immer!!
    Schön, dass du es genauso gelesen hast.

    Liebe Grüße

  3. #3
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    Hallo MiauKuh,
    solche Mühen kenne ich als Prosalyriker zum Glück nicht. Trotzdem hilft auch bei mir manchmal der ein oder andere Schluck,
    den Bildern das "Fliegen" zu lernen, damit ich sie hinauslassen kann in die Forenwelt.
    LG
    Perry

  4. #4
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    Hey Perry,

    na, ich könnte sagen, ich beneide dich darum. Aber nein ... manchmal muss man die Texte ja ein wenig schleifen und seltenst bleiben sie, wie sie sind. Obwohl ich aber immer wieder finde, ich tue ihnen weh, wenn ich sie verdrehe und ändere als würde es Teile der Gefühle ersticken, mit denen er, der Text, geschrieben wurde ...

    Manche sagen ja, Gefühle sind ein schlechter Zeitpunkt für Gedichte.
    Meine Meinung dazu ist, dass sie ein brilianter Quell ist, gerade dafür im gleichen Vokabular seinen Empfindungen Ausdruck zu verleihen.

    Liebe Grüße

  5. #5
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    Hallo MiauKuh,
    ich hab das gern gelesen und mich darin entdecken können. Es ist so wahr, manchmal klappt es nicht, trotz großer Bemühungen. Das Weinen darüber, hab ich nun mittlerweile aufgegeben, denn die Ursache lag(klebte)so nah - altes, an meinen "Fragilen Fersen"halt.
    Beste Grüße
    lautmaler

  6. #6
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    Worüber weint der Dichter?
    Diese Frage hast du hier gekonnt ausgeklammert.
    Und doch hat die Sprache sich als Transportmittel angeboten, hat durchaus schöne Melodien und Klänge erzeugt. Da sind die Langzeilen ein gutes Werkzeug.
    Das ist doch wohl ein paar Tränen wert.
    KP
    Kinder, jetzt gilt's ernst!
    Sie quatschen im Cybertalk
    über Cybersex.

    (StadtHaiku)

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