1. #1
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    Die Zeit läuft mir davon

    Die Zeit läuft mir davon, ich lauf ihr nach
    Sie rennt und stellt die Uhr nach vorn heut Nacht
    Ich fleh sie an: Was hab ich falsch gemacht?
    Ich pack sie am Revers - sie lächelt schwach...

    Kein Mittel scheint gewachsen gegen sie
    Sie treibt zum Schlächter mich, als wär ich Vieh
    und macht aus Sechs Uhr morgens Fünf Uhr früh
    Wie kann ich ihr entkommen? Wie nur, wie?

    Doch bleib ich stehn, hör auf, ihr nachzuhecheln
    Schon schenkt sie mir ihr allerschönstes Lächeln
    Beginnt, sich selbst ein wenig Luft zu fächeln

    Auf einmal fangen Vögel an zu singen
    Der Tag will Ruhe vor dem Abend bringen
    Und Zeit spielt sinnfrei mit den Schmetterdingen
    Geändert von kaspar praetorius (31.03.2019 um 17:25 Uhr) Grund: (t)error

  2. #2
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    Hallo KP, es ist doch ganz einfach: Schlafen bis die Augen von selber aufgehen, auf die Funkuhr gucken und die angezeigte Zeit zum Ausgangspunkt nehmen. Wen störts, mal ein Stündchen "länger" geschlafen zu haben als üblich? Schon ist der Wechsel schmerzlos vollzogen. Das Gedicht mag ich trotzdem, ist rundum gut gelungen. LG gugol

    P.S.: um Verwirrungen vorzubeugen: "länger" ist natürlich nur vermeintlich länger, ich schlief wie immer, aber die Uhr zeigte halt schon 7am und nicht wie gewohnt 6am. Und ich denke, dasselbe meint deine Z3S2.
    Geändert von Gugol (31.03.2019 um 11:14 Uhr)

  3. #3
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    Wechsel? Wechseljahre eher. Da kämpft man eher mit seniler Bettflucht als mit einem Stündchen länger schlafen.
    Danke für eure tröstlichen Worte. Zwischen "Gutgelungen" und "Habe nichts verstanden" ist eine schöne Bandbreite.
    Carpe diem
    KP

  4. #4
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    Die Schmetterlinge sind echt so unecht dahingehaucht als ob sie für unsere Grillen stehen würden. Was du ja auch beschreibst irgendwie um einen Schwung reinzubringen der sonst nur einfach vorbeigezogen wäre ohne Erinnerungen zu hinterlassen und aus ihnen heraus unser Verständnis dieses Gedichtes begründet.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

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