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  1. #1
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    Vollmond-Nebel (Wettbewerbsgedicht)

    Hallo liebe Forengemeinschaft,

    dieses Mal möchte ich mein Gedicht, welches ich zum Wettbewerbsthema einreichte, auch nochmal separat posten. Ich wollte unbedingt mitmachen, weil ich schon beim letzten Wettbewerb versagte. Ganz ehrlich - ich habe Blut und Wasser geschwitzt, bis mir endlich auf den letzten Drücker eine Geschichte dazu einfiel, die ich vor meinem geistigen Auge sah und niederschrieb.

    „Kuwitt, Kuwitt …“ ist der Ruf der Eulen und früher brachte man ihn als Vorboten mit dem Tod in Verbindung. „Kuwitt, Kuwitt" wurde damals als "Komm mit, komm mit" gedeutet, was dem Aberglauben entsprechend ein Todesopfer ankündigte ...


    Vollmond-Nebel

    Der Vollmond schaut durch Nebelschwaden nieder.
    Sein Schleierlicht ergraut im Eichenwald.
    Zwei Käuzchen singen mystisch Klagelieder:
    „Kuwitt, Kuwitt …“ vom hohen Wipfel schallt.

    Ein Harley-Fahrer rast mit 100 Sachen
    im Vollmond-Nebel durch die finstre Nacht.
    Auf der Chaussee von fern ein lautes Krachen,
    ein Rehbock wird beim Unfall umgebracht.

    Erst leis, dann heulen dröhnend die Sirenen.
    Der Rettungswagen hat das Ziel erreicht.
    Im Krankenhaus dramatisch, wüste Szenen.
    Das Unfallopfer fühlt sich frei und leicht.

    Freund Hein lässt sich auf seiner Trage nieder:
    „Hab keine Angst, ich nehme Dich jetzt mit.“
    Zwei Käuzchen singen mystisch Klagelieder.
    Vom hohen Wipfel schallt: „Kuwitt, Kuwitt …“

    PS: Vielen Dank für Eure drei Stimmen, über die ich mich sehr freute.
    Geändert von Dabschi (15.04.2019 um 21:52 Uhr) Grund: Vorschläge von Gugol und A.D. übernommen
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  2. #2
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    Hey Dabschi, das kuwitt kannte ich und verstand dein Gedicht wie von dir beabsichtigt. In S1 beginnt alles ganz harmlos - wer achtet schon auf ein kuwitt - und dann nimmt es an Dramatik zu. Ich finde den Text sehr gelungen, formal sauber gearbeitet und inhaltlich besonders. Einzig die "stressig Szenen" hätte ich versucht, anders zu lösen. LG gugol
    Geändert von Gugol (14.04.2019 um 14:34 Uhr)

  3. #3
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    Hallo Gugol,

    ich freue mich, dass Du mein Gedicht genauso verstanden hast, wie ich es meinte. Ich dachte schon die ganze Zeit während der Abstimmungsphase, dass vielleicht niemand etwas mit meinem Gedicht anfangen kann und jeder denkt: „Was haben die Käuzchengesänge Kuwitt, Kuwitt mit dem Unfall zu tun …? Deshalb war es mir wichtig, mein Wettbewerbsgedicht nochmal separat mit entsprechenden Erklärungen zu posten.

    Einzig die "stressig Szenen" hätte ich versucht, anders zu lösen.
    Da gebe ich Dir vollkommen recht. Du glaubst nicht, wie viel Zeit ich mit dieser Stelle verbrachte, um eine andere Lösung zu finden. Ich muss mir noch ein paar Gedanken machen. Vielleicht fällt mir ja doch noch etwas Anderes ein.

    Vielen Dank für Deinen freundlichen Kommentar

    Liebe Grüße
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  4. #4
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    Ja das kenn ich mit diesen knorzigen Zeilen, das kann einen schon zünftig beschäftigen. Und mit Sicherheit legt dann irgend ein anderer genau da den Finger drauf. Aber ich bin überzeugt, dass es immer eine Lösung gibt, die zumindest für dich selbst gut ist. Ich bin nicht mal sicher, ob eine Szene stressig sein kann (?). Ich sähe allenfalls:
    Im Krankenhaus ein Stress, bewegte Szenen
    Im Krankenhaus dramatisch, wüste Szenen
    Vielleicht auch nur ein Schubs für was Eigenes. LG gugol

    P.S.: Mit meinem Beitrag ging es mir wie dir: Kennt überhaupt jemand diesen Nebel?

  5. #5
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    liebe dabschi

    dein gedicht gefällt mir auch wenn der innhalt sehr traurig ist.
    ob es aberglaube ist ,wenn ein käutzchen ruft,dass weiss mann nicht so genau.
    ich habe es in meiner kindheit selbst erlebt
    im baum vor dem zimmer,indem mein onkel wohnte hat ein käutzchen stundenlang gerufen
    und unser hofhund hat ein loch in die erde gegraben. ein paar tage später bekamen wir einen brief
    in dem stand dass mein onkel genau zu diesen zeitpunkt im krieg gefallen war,
    ich glaube tiere haben ein gespühr dafür.

    ich lese deine gedichte immer sehr gerne

    liebe grüsse margot

  6. #6
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    Hallo Dabschi,
    drei Stimmen nur? Tröste Dich: Auch Zwerge haben mal klein angefangen.
    Nun zu Deinem Gedicht: Als "Ku-witt, ku-witt" Rufer hast Du das Käuzchen, wahrscheinlich den Waldkauz, erwählt (Zwei Käuzchen singen mystisch Klagelieder: „Kuwitt, Kuwitt...).
    Nun, der Waldkauz war der Vogel des Jahres 2017, deshalb sind bei mir noch einige Kenntnisse vorhanden.
    Also: Zu den Singvögeln zählt der Waldkauz eher nicht und das "kuwitt, kuwitt" hat nichts mit der Mystik, eher mit Aberglauben (Ankündigung des Todes) zu tun, und ist eher ein eher lustig klingendes Kontaktsignal der Käuze. Zwei Käuzchen singen mystisch Klagelieder: „Kuwitt, Kuwitt. Der typische Ruf des männlichen Waldkauzes ist ein langgezogenes, heulendes „Huh-Huhuhu-Huuuh (was eher zu der mystischen Lautäußerung passt, weil es sich recht unheimlich anhört). Auf die Idee, dass ein Waldkauz "singt", egal ob "kuwitt, kuwitt" oder "Huh-Huhuhu-Huuuh" muss man erst mal kommen. Auch das "schallt" ist in diesem Zusammenhang grenzwertig. Lass beim nächsten Mal den Nachtigallenschlag erklingen, bei dem schallt es durch Busch und Wald.
    Kommen wir von der Natur zur Technik:
    "Ein Harley-Fahrer rast mit 100 Sachen
    im Vollmond-Nebel durch die finstre Nacht".
    Es ist finstre Nacht und der Nebel (was ist Vollmond-Nebel?) verschlechtert die Sicht. Ich war und bin kein Moppedfahrer, aber ist es denkbar, dass so ein Knabe bei den Sichtverhältnissen mit hundert Sachen fährt?
    Und dann machst Du den Vollidioten auch noch zum Unfallopfer (ich habe mich zuerst gewundert, wieso der Rehbock sich leicht und frei fühlt). Der Moppedfahrer war Opfer seiner eigenen Dummheit, das Opfer war der Rehbock.
    In den letzten Versen, immerhin muss man Dir zugestehen, dass Du Deinem ersten Irrtum treu bleibst, schreibst Du:
    Freund Hein lässt sich auf seiner Trage nieder:
    „Hab keine Angst, ich nehme Dich jetzt mit.“
    Zwei Käuzchen singen mystisch Klagelieder.
    Vom hohen Wipfel schallt: „Kuwitt, Kuwitt …“
    Bei den dramatisch, stressigen Szenen im Krankenhaus werden die Schwestern und Ärzte wohl vergessen haben, den Verunglückten von der Trage auf den OP-Tisch zu hieven. Na ja, geschenkt.

    Gevatter Hein naht sich mit leisem Schritt:...............xXxXXxxXxX (Hebungsprall,2 Senkungen - passt)
    „Hab keine Angst, ich nehme Dich jetzt mit.“.............xXxXxXxXxX
    Ein Käuzchen ruft, unheimlich tönts dazu,.................xXxXxXxXxX
    Vom hohen Wipfel: "Huh-Huhuhu-Huuuh."................xXxXxXxXxX

    (Wäre eine Möglichkeit und würde mit den vielen dumpfen Vokalen besser passen)
    Ich habe die letzte Strophe Deinen durchgehaltenen Jambus-Fünfheber*) angepasst. Nur bei den Kadenzen bin ich von Deinen alternierenden wegen der Schlussendlichkeit (Tod) davon abgewichen. Siehst Du, ich kann auch Komplimente machen.
    *) bis auf den ersten Vers
    Gruß,
    Festival
    Geändert von Festival (15.04.2019 um 15:42 Uhr)

  7. #7
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    Ja das Männchen macht normalerweise Huhuu und das Weibchen antwortet mit kuwitt. Aber manchmal kommt es auch zum kuwitt-Duett zwischen Männchen und Weibchen. Ok, ob mans als "singen" bezeichnen kann... ich hätte auch eher "rufen" gewählt.
    Dabschi hat das mit dem "kommmit" und dem Aberglauben, dass Waldkäuze Todesboten seien, nicht erfunden. Kannst du sogar auf wikipedia nachlesen. Und ja klar: Ist Aberglaube und keine ornithologische Tatsache, aber passt mMn gut in diese Nebelstimmung Was hingegen eine Nachtigall mit dem Tod zu tun haben sollte, ist mir schleierhaft.
    Wer sagt ausserdem, dass es der Verletzte bis auf den OP Tisch schaffte? Auch die Erstversorgung im KH kann ziemlich hektisch verlaufen.
    LG gugol

  8. #8
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    Hallo Gugol,
    falls Dir ein etwas längerer Satz Schwierigkeiten macht, hier die Erklärung:
    Also: Zu den Singvögeln zählt der Waldkauz eher nicht und das "kuwitt, kuwitt" hat nichts mit der Mystik (Ankündigung des Todes) zu tun, sondern ist ein eher lustig klingendes Kontaktsignal der Käuze. Zwei Käuzchen singen mystisch Klagelieder: „Kuwitt, Kuwitt. Der typische Ruf des männlichen Waldkauzes ist ein langgezogenes, heulendes „Huh-Huhuhu-Huuuh (was eher zu der mystischen Lautäußerung passt, weil es sich recht unheimlich anhört). Auf die Idee, dass ein Waldkauz "singt", egal ob "kuwitt, kuwitt" oder "Huh-Huhuhu-Huuuh" muss man erst mal kommen.
    Auch das "schallt" ist in diesem Zusammenhang grenzwertig.
    "Lass beim nächsten Mal den Nachtigallenschlag erklingen, bei dem schallt es durch Busch und Wald."
    Das ist nicht die Anregung, beim Tod eines Menschen eine Nachtigall schlagen zu lassen, sondern ein Beispiel, wann man von "schallen" sprechen kann.
    Du schreibst weiter: "Wer sagt ausserdem, dass es der Verletzte bis auf den OP Tisch schaffte? Auch die Erstversorgung im KH kann ziemlich hektisch verlaufen."
    Der verunglückte Motorradfahrer hat den Unfall zunächst überlebt, ist von einer Krankenwagenbesatzung ins Krankenhaus gefahren worden - lebt immer noch. Und dann wird er, auf der Trage liegend, vom OP-Team übernommen. Alles ist "dramatisch" (auch über diese Wortwahl könnte man diskutieren) und stressig. Eine Trage ist ein Krankentransportmittel und ich kenne keinen Fall, in dem der Transportierte im OP auf der Trage behandelt wird.
    "Dabschi hat das mit dem "kommmit" und dem Aberglauben, dass Waldkäuze Todesboten seien, nicht erfunden." Doch, hat sie; denn das "kuwitt, kuwitt" ist nicht die Ursache für den Aberglauben, sondern das unheimlich klingende (unheimlich klingt es nur für zarte Gemüter). Nicht erfunden ist, dass man Waldkäuze für Todesboten hält.
    Wikipedia - Du willst doch wohl nicht Wiki-Botschaften zu einer ernst zu nehmenden Diskussionsgrundlage machen. Wikipedia hat auch mal verkündet, dass "ambrafarbenes Haar" goldgelb sei.
    Da ich selber ein Kauz bin, verlasse ich mich auf meine Erfahrungen.
    Liebe Grüße,
    Festival

  9. #9
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    Mit "sogar" meinte ich, brauchst nicht mal lange zu googeln. Findest dasselbe aber auch auf jagd.bz, planet-wissen.de, nabu.de, lbv.de usw. (nur kurz am Handy gesucht). Es geht ja nicht um Wissenschaftlichkeit, sondern darum, dass Dabschi auf eine bekannte Volkslegende (inkl. kuwitt = komm mit) zurückgegriffen hat. Dafür brauch ich keine hardcore-akademischen Quellen zu nennen.
    Und wer ausser dir spricht von OP? LG

    P.S.: Nein mit langen Sätzen hab ich keine Schwierigkeiten. Warum musst du gleich beleidigend werden? Ich habe dir sachlich widersprochen.
    Geändert von Gugol (15.04.2019 um 09:13 Uhr)

  10. #10
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    Liebe Gugol,
    "beleidigend"?
    Ich bin nicht beleidigend, sondern erkläre meinen Kommentar.
    Gruß,
    Festival

  11. #11
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    weil ich schon beim letzten Wettbewerb versagte.
    Hallo Dabschi,

    Du Versager(in)

    von wegen rasen...bei 100 schalte ich gerade mal gemütlich in den zweiten Gang...bevor ich an der KIGA vorbeiziehe..

    stressig Szenen
    solche "Formulierungen" solltest Du unbedingt vermeiden - sie sind deiner nicht würdig


    Freund Hein lässt sich auf seiner Trage nieder
    Hatte Freund Hein seine eigene Trage dabei?!? Und überhaupt...wer ist das? Ich kenne nur Hein Blöd.

    Der Rettungswagen hat sein Ziel erreicht
    das Ziel...denn es wurde ihm vorgegeben...er hatte kein eigenes


    Unterm Strich ist mir dein Gedicht zu "lustig"...ich würde einen solchen Text eher unter der Rubrik "Humor" vermuten..

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  12. #12
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    Zitat Zitat von Festival
    Wikipedia - Du willst doch wohl nicht Wiki-Botschaften zu einer ernst zu nehmenden Diskussionsgrundlage machen.
    Nicht alles in Wikipedia ist falsch. Der Aberglaube soll seinen Ursprung im Verhalten des Waldkauzes haben. Beim Todkranken/Sterbenden brennt in der Regel nachts das Licht und davon wird der Waldkauz angezogen. Wenn er dann seinen Ruf erschallen lässt und der Mensch stirbt, wird der Aberglaube von Mal zu Mal stärker.
    Dichten und dichten lassen

  13. #13
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    Lieber Sidgrani,
    wo Du Recht hast, hast Du Recht. Natürlich ist Wikipedia nützlich und hält eine Menge Antworten bereit,
    Vielleicht können wir uns einigen? Das "ku witt - kuwitt" gehört zweifellos zum Waldkauz und die "Übersetzung" in "komm mit - komm mit" ist das Geplänkel, mit denen sich die Käuze "unterhalten".
    "Komm mit ..." sagt der Kauz zum noch Lebenden, zum Sterbenden. Soweit okay. Das dumpfere "Huh-Huhuhu-Huuuh" ordne ich dem Totenvogel (davon gibt es mehrere) zu. Das unheimlichere "Huh..." verkündet sozusagen den Tod. Können wir so heute Abend ruhig ins Bett gehen? (Wo ich wohne, gibt es keine Waldkäuze).
    Liebe Grüße,
    Festival

  14. #14
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    Liebe Gugol,

    vielen Dank für den Schubs.

    Ich fand trotz langer Überlegung leider nix Eigenes, deshalb nehme ich einen Deiner Vorschläge gerne an. Ich hatte eine Idee und dachte darüber nach, dass das Unfallopfer sein Leben nochmal an sich vorbeiziehen lässt, bevor es stirbt, aber ich habe es nicht hinbekommen.

    P.S.: Mit meinem Beitrag ging es mir wie dir: Kennt überhaupt jemand diesen Nebel?
    Also ich kannte ihn nicht, hab aber jetzt gegoogelt und mich ein bisschen schlauer gemacht.

    Liebe Grüße
    Dabschi



    Liebe Margot,

    im baum vor dem zimmer,indem mein onkel wohnte hat ein käutzchen stundenlang gerufen
    und unser hofhund hat ein loch in die erde gegraben. ein paar tage später bekamen wir einen brief in dem stand dass mein onkel genau zu diesen zeitpunkt im krieg gefallen war,
    ich glaube tiere haben ein gespühr dafür.
    Es gibt sicher mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als wir uns vorstellen können. Ich habe auch schon Einiges erlebt, was man sich nicht erklären kann.

    Ich freue mich, dass Du meine Gedichte gerne liest – ich lese Deine Gedichte auch sehr gerne.

    Vielen Dank für Deinen freundlichen Kommentar.

    Einen schönen Abend noch und liebe Grüße
    Dabschi



    Hallo Festival,

    da haste Dir wieder so viel Mühe gemacht, das war doch nicht nötig. Trotzdem sage ich brav: „Dankeschön“.

    drei Stimmen nur? Tröste Dich: Auch Zwerge haben mal klein angefangen.
    Papperlapapp. Das Siegergedicht hat auch nur 3 Stimmen mehr, also kann ich doch zufrieden sein – bin ich auch.

    Es ist finstre Nacht und der Nebel (was ist Vollmond-Nebel?) verschlechtert die Sicht. Ich war und bin kein Moppedfahrer, aber ist es denkbar, dass so ein Knabe bei den Sichtverhältnissen mit hundert Sachen fährt?
    Na klar ist es denkbar. Was glaubst Du denn, weshalb so viele Unfälle passieren?
    Vollmond-Nebel ist Vollmond-Nebel. Google doch einfach.

    Bei den dramatisch, stressigen Szenen im Krankenhaus werden die Schwestern und Ärzte wohl vergessen haben, den Verunglückten von der Trage auf den OP-Tisch zu hieven. Na ja, geschenkt.
    Von einer OP war überhaupt keine Rede. Bist Du Dir ganz sicher, dass Du mein Gedicht kommentierst? Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass das Unfallopfer es zur weiteren Behandlung nicht mehr schaffte und bereits, noch auf der Trage liegend, verstarb?

    Gevatter Hein naht sich mit leisem Schritt:...............xXxXXxxXxX (Hebungsprall,2 Senkungen - passt)
    „Hab keine Angst, ich nehme Dich jetzt mit.“.............xXxXxXxXxX
    Ein Käuzchen ruft, unheimlich tönts dazu,.................xXxXxXxXxX
    Vom hohen Wipfel: "Huh-Huhuhu-Huuuh."................xXxXxXxXxX
    Nein Danke, Dein Vorschlag "Huh-Huhuhu-Huuuh" gefällt mir nicht. Mein Käuzchen ist weiblich und ruft „Kuwitt, Kuwitt …“

    Gruß
    Dabschi



    Hallo A.D.

    Du Versager(in)
    Aua, das tat weh.

    von wegen rasen...bei 100 schalte ich gerade mal gemütlich in den zweiten Gang...bevor ich an der KIGA vorbeiziehe..
    Du hast vielleicht vergessen, dass es finster und neblig war.

    stressig Szenen
    solche "Formulierungen" solltest Du unbedingt vermeiden - sie sind deiner nicht würdig
    Jetzt habe ich kein Aua mehr.

    Freund Hein lässt sich auf seiner Trage nieder
    Hatte Freund Hein seine eigene Trage dabei?!?
    Nö, „auf seiner Trage“ bezog sich auf das Unfallopfer im Vers zuvor.

    Und überhaupt...wer ist das? Ich kenne nur Hein Blöd.
    Freund Hein ist der Tod – das weißt Du nicht?

    Der Rettungswagen hat sein Ziel erreicht
    das Ziel...denn es wurde ihm vorgegeben...er hatte kein eigenes
    Okay, das werde ich ändern.

    Unterm Strich ist mir dein Gedicht zu "lustig"...ich würde einen solchen Text eher unter der Rubrik "Humor" vermuten..
    Ach komm – lustig ist anders. Selbst wenn manche Verse verbesserungswürdig sind, ist der Grundgedanke meines Gedichtes eher traurig. Ein Motorradfahrer hat einen Unfall, der tödlich endet.

    Gruß
    Dabschi
    Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich.
    (Dietrich Bonhoeffer)

  15. #15
    Registriert seit
    Dec 2018
    Beiträge
    113
    Grüß dich Dabschi,

    auch von mir noch ein paar Anmerkungen abseits des bereits Gesagten. Vielleicht kannst ja was brauchen und davon ab, es ist meine Meinung ok?

    Sein Schleierlicht ergraut im Eichenwald.
    Klingt gut, aber woher hat der Vollmond Schleierlicht? Das ist doch der Nebel, der das Licht zu "Schleier" verwandelt? Das gleiche gilt dann für ergrauen, oder? Das tuts durch den Nebel, nicht von selbst. Und vermutlich nicht nur im Eichenwald, sondern ringsum? Im Wald ist der Nebel auch eher weniger vorhanden, als auf dem freien Feld?

    „Kuwitt, Kuwitt …“ vom hohen Wipfel schallt
    Die Inversion mag ich nicht und das "hohe" ist mE nicht unbedingt notwendig. Wipfel impliziert hoch.

    im Vollmond-Nebel durch die finstre Nacht
    Wenn der Nebel so dicht ist, dass die Nacht finster ist, kanns auch Neumond oder Blauer Mond Nebel sein, ist grad wurscht. Das klingt eher wie "dunkel wars der Mond schien helle, auf die schneebedeckte grüne Flur"

    Ein Harley-Fahrer rast mit 100 Sachen
    im Vollmond-Nebel durch die finstre Nacht.
    Auf der Chaussee von fern ein lautes Krachen,
    ein Rehbock wird beim Unfall umgebracht.
    Klingt seltsam für mich als Bild. Eben bin ich dicht beim Harleyfahrer und sehe ihn und er rast nicht "vorbei" dann wäre deine Schilderung stimmiger. Dann hätte das auf der "Chaussee von fern" eher Berechtigung. Krachen braucht kein "laut" daher könntest du dort "ertönt von fern ein Krachen" setzen.

    "umgebracht" ist nicht das passende Verb für ein Unfallopfer.

    Das Unfallopfer
    Und der ist doch der Verursacher mehr als dass er das Opfer ist.

    lG

    mp
    ........
    whiskey's getting deeper
    and I use it like a moat
    there's a blues man in the distance
    and he's lost inside his note
    ........
    (Savatage)

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