1. #1
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    Ein Funken Freiheit

    Es reibt, es zieht, es schmerzt, es drückt,
    unaufhörlich an der Brust,
    die Atemwege zugeschnürt,
    die Schutzweste vertreibt die Luft.

    Doch abends ist es dann so weit,
    keine Blicke starren,
    ein Ziehen, ein Ruck, ein Schieben,
    klick klack, der Bügel geht von dannen.

    Der Schutzkäfig wird abgelegt
    und mit ihm geht der Druck.
    Der Atem kommt wider zurück,
    das Herzlein macht nen' Sprung

    So frei von jeder Enge
    freuen sich auch die Nippel.
    Klein und hart geniessen sie,
    das was man Freiheit nennt.


    Hallo

    Ich habe dieses Gedicht vor rund 2 Monaten geschrieben, bin aber nicht wirklich zufrieden damit (Habe das Gefühl die beiden letzten Strophen stimmen vom Rhythmus irgendwie nicht...).
    Ich habe versucht es zu verändern...aber es ist nichts brauchbares dabei herausgekommen...
    Vielleicht ist ja jemandem von euch die beschriebene Situation bekannt...? Und vielleicht habt ihr ja auch ein paar gute Verbesserungsvorschläge
    Danke schon mal im Voraus.

    LG Eine

  2. #2
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    Hi

    Ein Gedicht auf den BH.

    Metrisch passt es nicht wirklich. Das Problem in der Letzten Strophe ist beispielsweise die Häufung einsilbiger Wörter, die den Fluss beim Lesen abgehackt erscheinen lassen.

    Das Bild des Ablegens des BH zur Erlangung der Freiheit ist ja ganz nett, ich glaube, da könnte man was damit machen. Ich würde mir überlegen, ob du das ernst, feministisch, humorvoll, ... anlegen möchtest. Jetzt mutet es streckenweise irgendwie etwas komisch und unbeholfen an. Wenn du es ernsthaft anlegen willst, würde ich weniger Strophen nehmen.

    Du bleibst dabei auch immer sehr naturalistisch bei deinen Beschreibungen, was okay ist. Gerade bei dem Thema - falls du es ernster aufziehen möchtest - würden ich eher mit Bildern arbeiten. Das Ablegen der Ketten, der Drang nach Freiheit, der die aufgezwungenen Grenzen sprengt, der Freiheitsdrang und -sturm, wenn man so will.

    Wenn du es humoristisch angelegt haben möchtest, kann man ruhig bei der Beschreibung bleiben, wie du es machst.

    Du hast manche Worte drinnen, die für mich irgendwie eigen wirken. Schutzweste, Schutzkäfig, Herzlein - das wirkt auf mich irgendwie komisch. Da würde ich Alternativen suchen.




    Dein Text:

    Zitat Zitat von Eine Beitrag anzeigen
    Es reibt, es zieht, es schmerzt, es drückt,
    unaufhörlich an der Brust,
    die Atemwege zugeschnürt,
    die Schutzweste vertreibt die Luft.
    xXxXxXxX
    XxXxXxX
    xXxXxXxX
    xXxXxXxX
    (Schutzweste ist nicht wirklich schön, was den Klang betrifft, da du fast schon X/Xx hast. Man kann es zwar ohne Hebungsprall verXn, wie ich es gemacht habe, aber so richtig gefällt mir das Wort hier nicht)


    Doch abends ist es dann so weit,
    keine Blicke starren,
    ein Ziehen, ein Ruck, ein Schieben,
    klick klack, der Bügel geht von dannen.
    xXxXxXxX
    XxXxXx
    xXxxXxXx
    XxxXxXxXx

    Der Schutzkäfig wird abgelegt
    und mit ihm geht der Druck.
    Der Atem kommt wider zurück, (wieder mit ie hier)
    das Herzlein macht nen' Sprung
    xXxXxXxX (Schutzkäfig ... siehe Schutzweste)
    xXxXxX
    xXxxXxxX
    xXxXxX


    So frei von jeder Enge
    freuen sich auch die Nippel.
    Klein und hart geniessen sie,
    das was man Freiheit nennt.
    xXxXxXx
    XxX/XxXx
    XxXxXxX
    xXxXxX oder XxxXxX
    Mit kleinen Vorschlägen:
    Zitat Zitat von Eine Beitrag anzeigen
    Es reibt, es zieht, es schmerzt, es drückt,
    unaufhörlich an der Brust,
    die Atemwege zugeschnürt,
    vertreibt es mir die Luft.

    Doch abends ist es dann so weit,
    keine Blicke starren,
    ein Ziehn, ein Ruck, ein Schieben,
    klick, der Bügel geht von dannen.


    Des unbequemen Stoffs entledigt -
    und mit ihm geht der Druck.
    Der Atem kommt zurück,
    das Herz macht einen Sprung


    So frei von jeder Enge
    freun sich auch die Nippel.
    Klein und hart geniessen sie,
    das was man Freiheit nennt.
    Das Metrum ist immer noch nicht sauber, aber es ist jetzt zumindest nur mehr Jambus und Trochäus und die ganz groben Schnitzer sind draußen.

    Ich hoffe, das war ein wenig hilfreich.


    LG
    Nightfury

  3. #3
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    Dein Gedicht hat etwas. Nur eine Idee: Um die letzte Strophe "rhythmischer zu machen", könntest du - zusätzlich zu dem Vorschlag von Nightfury - im letzten Satz einfach das Wort "das" weglassen.

  4. #4
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    Hallo Nightfury

    Danke, dass du dir so viel Zeit genommen hast, um mein Gedicht zu lesen und zu verbessern.
    Deine Verbesserungsvorschläge helfen mir echt weiter. Ich sehe jetzt, was so alles schief gelaufen ist ...
    Deine Version gefällt mir schon mal ganz gut. Ich werde versuchen mit deinen Vorschlägen das Gedicht umzuschreiben (ich habe jetzt wieder ein paar Ideen).

    Danke, das war echt sehr hilfreich

    LG Eine



    Hi unvergessen

    Auch dir bin ich sehr dankbar für deinen Input.
    Dann geh ich doch gleich mal schreiben.

    LG Eine

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