Thema: Verstanden

  1. #1
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    Verstanden

    Verstanden

    Die Habgier und Neid
    haben Viele entzweit,
    nicht nur in Gedanken.

    Auch reales Leben,
    kann uns oft nichts mehr geben,
    wir schwanken.

    Wir suchen nach Halt,
    dabei werden wir alt,
    und wir danken.

    Jedem Funken der Zeit,
    der uns im Leben verbleibt,
    uns, den Kranken.

    Die Zeit streicht dahin,
    ein Moment, ein Beginn,
    hab verstanden.

    "Entzweite Gedanken,
    sie schenken uns Schwanken,
    wir altern und danken,
    auch, wenn wir erkranken."

    Ich hatte verstanden.

    Meine Gedanken verschwanden,
    bevor ich im Altern versank,
    und aus diesem Leben verschwand.

    -= Lightning =-
    Geändert von Lightning (21.04.2019 um 11:32 Uhr)
    Des langen Tages Arbeitslohn
    ist die Nacht - ich schlafe schon.

  2. #2
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    Lb. Lightning,

    Dein Gedicht sagt uns, das es im Leben Habgier, Neid, Unsicherheit (Schwanken), Alterung und Krankheit gibt und das LI hat dies auch so verstanden. So ist es im Leben und Leben wird immer als Realität wahrgenommen. Das LI ist aus dem Leben verschwunden, wie kann es da noch davon berichten was es verstanden hat.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Der Sterne Licht versteh ich nicht
    wohl aber Menschenlos
    und Menschenfreud und Menschenleid
    im Lesen liegt schon Trost

    Im Schreiben liegt ein Zugewinn
    im Hören ein Genuss:
    dass ich ein Mensch und menschlich bin
    und drum nicht stumm sein muss

    Gruß
    Onegin
    Love´s not Time´s fool W. S.

  4. #4
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    Hallo Zusammen!

    Es freut mich immer, wenn irgendeine Form von Rückmeldung kommt, daher einmal mehr:
    Besten Dank, für eure Kommentare!

    Naja @Hans.. wer weiss schon, was nach dem Tod geschieht. Evtl. daher auch die Zeile von Onegin "Der Sterne Licht versteh ich nicht"?
    Übrigens - zumindest meiner Ansicht nach - wieder sehr schöne Zeilen @Onegin.

    Wie man vielleicht an den letzten Zeilen erahnen kann, denke ich persönlich, dass der Tod nicht unbedingt das Ende ist. Da das LI in der letzten Strophe mit sich selbst spricht, und somit allgemein Gedanken oder "sein" Leben revue passieren lässt, muss es sich auch nicht zwingend um einen "Bericht" an die noch lebenden handeln. Zudem bin ich auch der Meinung, dass in Gedichten nicht immer alles so logisch sein muss, wie in der realen Welt, so lange der eigentliche Sinn erkennbar bleibt. Es freut mich also, dass der Inhalt an sich wohl gut verständlich ist

    Ich hatte auch überlegt, ob ich das Ende anders gestalten sollte.. oder die letzten 4 Zeilen einfach weg lasse.. aber letztendlich bin ich immer bei dieser Version gelandet, also wollte diese wohl stehen bleiben. Trotzdem ist dein Hinweis bzw. die kleine Kritik natürlich berechtigt @Hans *g*

    LG, Lightning
    Des langen Tages Arbeitslohn
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