1. #1
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    Philosophieren

    Philosophieren ist auch kreatives Denken. Dazu gehört infrage stellen und auch offensichtliches bezweifeln mit der Suche (Bemühung um) nach einer Wahrheitsannäherung. Ich unterscheide zwischen rein geistigen (psychologischer) und rein materiellen Philosophie Themen die sich mit unterschiedlichen Anteilen vermischen. Das wichtigste Werkzeug ist eine deutliche und unmissverständliche Wortwahl und Aussage. Zu einer seriösen Philosophie gehört die Offenheit für den Einbezug aller Einflüsse. Ein störendes Hindernis sind Prägungen (Indoktrination) sowie das bindende Anhängen an eine Ideologie. Das Philosophieren kann in der Einsamkeit oder im Dialog geschehen. In der Einsamkeit geschieht es am besten durch kreative Meditation.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Hallo Hans Plonka

    Ich habe mir beim Lesen deines Textes überlegt, ob du wohl jemals Philosophie studiert hast, bin aber zu keinem Schluss gekommen. (Ich selber habe einen Minor Bachelor Philosophie-Abschluss.) Du greifst einige Themen auf, die in der Philosophie eine Rolle spielen, scheinst aber gewisse persönliche Präferenzen zu haben, die du im Studium oder auch Selbststudium ausgebildet haben könntest. Ich finde deine Betrachtungsweise der Philosophie interessant, teilweise hinterfrage ich sie aber auch...

    Philosophieren ist auch kreatives Denken. Dazu gehört infrage stellen und auch offensichtliches bezweifeln mit der Suche (Bemühung um) nach einer Wahrheitsannäherung.
    Dies scheint mir widersprüchlich zu sein, da du erst das Kreative der Philosophie hervorhebst und gleich anschliessend das Kritische.

    Ich unterscheide zwischen rein geistigen (psychologischer) und rein materiellen Philosophie Themen die sich mit unterschiedlichen Anteilen vermischen.
    Dies scheint mir eine Meinung zu sein, die viele Philosophen diskutiert haben, wenn ich dich richtig verstehe. Es handelt sich hier um den Unterschied von "a priori" und "a posteriori" Gegenständen, also zwischen Gegenständen, die ohne irgendwelche empirische Untersuchung behandelt werden können, und solchen, die erst durch die Sinne aufgenommen werden müssen. Dass die Winkelsumme eines Dreiecks 180 Grad ist oder eins und eins zwei ergibt, kann man a priori bestimmen. Ob ein bestimmter Baum grün ist nur a posteriori.

    Das wichtigste Werkzeug ist eine deutliche und unmissverständliche Wortwahl und Aussage.
    Das mag sein, da die Philosophie keine Naturwissenschaft ist.

    Zu einer seriösen Philosophie gehört die Offenheit für den Einbezug aller Einflüsse. Ein störendes Hindernis sind Prägungen (Indoktrination) sowie das bindende Anhängen an eine Ideologie.
    Dies passt meiner Meinung nach zu Sokrates' angeblichem Ausspruch, er wisse, dass er nichts weiss. Diesen Spruch kann man so deuten, wie du es gesagt hast. Nicht auf schon vorhandenes Wissen fixiert sein, sondern offen sein für neue Einflüsse.

    Das Philosophieren kann in der Einsamkeit oder im Dialog geschehen.
    Das stimmt wohl.

    In der Einsamkeit geschieht es am besten durch kreative Meditation.
    Diese Aussage finde ich erklärungsbedürftig.

    Ich finde deinen Text alles in allem interessant und auch die Kürze finde ich passend. Man kann ja über das Philosophieren auch zu viele Worte verlieren, wie das etwa Jay Rosenberg in seinem Werk Philosophieren getan hat meiner Meinung nach. Allerdings weiss ich auch, dass dieses angeführte Werk von Rosenberg ziemlich beliebt ist und manch einer vielleicht behaupten würde, dein Text sein zu kurz...

    LG

    Ali

  3. #3
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    Lb. Ali,

    Deine Anerkennung hat mich gefreut.
    Philosophie habe ich nicht studiert, habe mich aber viele Jahre mit seriöser Esoterik beschäftigt, einige Aufsätze habe ich auch hier gepostet.
    Meditation kommt aus dem Lateinischen meditatio, was denken, nachsinnen, überlegen bedeutet. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. Was ich mit kreativer Meditation meine ist, dass sich der Geist dabei auf die Beantwortung von Fragen konzentrieren soll. Bedingungen dazu sind Freiheit des Geistes, Offenheit und Einfühlung. Der Weg ist die Prüfung von Möglichem mithilfe von Logik und Assoziation (bezugnehmendes Vergleichen). Dies fördert die Bewusstseinserweiterung, Weisheit und Erleuchtung. Es gibt die Vermutung oder auch Behauptung: In den Morphogenetischen Feldern ist die Chronik der Welt gespeichert und durch Weisheit kann zumindest begrenzte Einsicht erlangt werden. Dass dergleichen durch Alter, Erfahrung und Wissen erworben wird, ist ein Irrtum. Wenn dabei Bindungen (Abhängigkeiten) entstehen bewirkt es sogar das Gegenteil.

    LG Hans
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