1. #1
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    Die Postfrau klingelt um halb zehn

    Es läutet an der Wohnungstür,
    ich habe Unheil im Gespür,
    die Postfrau soll sich schleichen.

    Sie läutet Sturm, das ist vertrackt,
    ich öffne ihr, bin völlig nackt,
    komm Schicksal, stell die Weichen.

    Sie mustert mich mit strengem Blick,
    sie hält wohl nichts von einem Fick,
    den Wunsch, den muss ich streichen.

    Im Gegenteil, sie fasst mein Stück,
    ich habe nie bei Frauen Glück,
    und klemmt es in die Speichen.

    Dann dreht sie schnell am Vorderrad,
    ich heule auf und bin malad,
    das Weib geht über Leichen.

    Mein Skrotum ist für immer fort,
    sie fährt‘s spazieren durch den Ort.
    Dichten und dichten lassen

  2. #2
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    Merke:
    Wer ungefragt zeigt sein Gemächt,
    dem geht's mitunter später schlecht...


    Lieber speichengeschädigter Ritter der Endreime,

    Dein Zustand dauert mich, allein die Reime führen zu Heiterkeit und hämegeschwängertem Frohsinn.
    Auch männerüberdrüssige Damen werden Deinen Versen hingebungsvoll lauschen,
    allzu reizvoll ist der Gedanke an weiblich-emanzipierte Briefträgerinnen.

    Viele Grüße von Georg

    PS:
    Die oben beschriebene Tortur bezeichnete man übrigens im Mittalalter als "Rädern".
    Bei AMAZON + Infoverlag erhältlich:
    KAISER BARBAROSSA RIEF AUF EINMAL "HOSSA"
    Heitere Historische Heldenepen (Georg C. Peter/ Infoverlag)

  3. #3
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    So hätte es vielleicht aber doch später sein können:

    Es klingelt an der Wohnungstür,
    die Postfrau steht erneut dafür,
    mit einem liebevollen Blick
    bringt sie mein bestes Stück zurück,
    zermanscht auf einem silbernen Tablett.
    ich weiß, sie meint es ja sehr nett!
    Ich hätt's zwar lieber in 'nem Stück,
    doch das wär wohl zu viel des Glück!

    Lieber Sidgrani,
    was ist das für eine makabre , für dich so schmerzhafte Geschichte!
    Da blutete mein mitfühlendes Herz.
    Das konnte ich nicht so stehenlassen.
    Wenigstens etwas solltest du doch von deinem besten Stück zurückbekommen.
    Also "zauberte" ich eine Fortsetzung!
    Aber alles konnte ich nun doch nicht zaubern.
    Ich bin ja nur ein schwaches Weib!

    sehr mitfühlend,

    Cara

  4. #4
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    Lieber Sid,

    och, kopfschüttel, warum müssen Frauen immer so gemein sein? Du Armer, tätscheltätschel, ei (ach so, ist ja keins mehr dran). Aber eins kann ich Dir gleich sagen:

    Ein Taschentuch muss reichen.

    LG Claudi
    com zeit - com .com

  5. #5
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    Frauen vögeln verspielt - Männer spielen Vögel.
    Keine Philosophie treiben und dem Tod die Macht nehmen Aron Manfeld

  6. #6
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    Zitat Zitat von Georg C.P.
    Wer ungefragt zeigt sein Gemächt,
    dem geht's mitunter später schlecht...
    Hätte ich mir doch meine Bratpfanne vorgehalten, aber die war gerade in Gebrauch und ziemlich heiß!

    Zitat Zitat von Georg C.P.
    allzu reizvoll ist der Gedanke an weiblich-emanzipierte Briefträgerinnen.
    Für mich nicht, wenn ich etwas Gelbes sehe, muss ich mich verstecken.



    Zitat Zitat von Cara
    mit einem liebevollen Blick
    bringt sie mein bestes Stück zurück,
    Mein Dank hält sich in Grenzen
    und ist auch sehr gespalten,
    ich muss beim Sex nun schwänzen,
    sie kann das Mett behalten.



    Zitat Zitat von Claudi
    Ein Taschentuch muss reichen.
    Waas? Ich habe ein Handtuch gebraucht, um die Blutung zu stillen! Sag mal, kennst du vielleicht irgendwo einen Harem, der einen Eunuchen sucht? Oder sollte ich nach einem Knabenchor Ausschau halten. Vom Chorleiter habe ich ja nichts zu befürchten.



    Zitat Zitat von A.M.
    Frauen vögeln verspielt - Männer spielen Vögel.
    14-jährige schwänzen die Schule, 20-jährige schulen die Schwänze.



    Ich danke euch allen sehr herzlich für eure Anteilnahme und die tröstenden Worte (teils in Versform).

    Liebe Grüße
    Sid
    Dichten und dichten lassen

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