1. #1
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    Verschobenes Leid

    Des Leidens Lohn ist Heiterkeit,
    die sich in Leidenszeiten zeigt,
    die bald neu wahrgenommen werden.
    Wo früher Leid, jetzt kaum Beschwerden.

    Lightning
    Des langen Tages Arbeitslohn
    ist die Nacht - ich schlafe schon.

  2. #2
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    Hallo Lightning,

    hier musste ich schmunzeln. Wenn Dein Nick nicht darüber stünde, hätte ich gesagt, das ist original Hans Plonka. Die vier Zeilen lesen sich wie ein Lehrsatz der Physik. Es wird sehr verallgemeinernd eine Behauptung aufgestellt, die in keiner Weise veranschaulicht ist und nur meinen Verstand, nicht aber mein Gefühl anspricht. Solche groben Verallgemeinerungen sind Gift für ein Gedicht!

    Was passiert denn hier genau, dass das Leiden in Heiterkeit umschlägt? Und passiert es wirklich immer in "Leidenszeiten"? Schön wärs! Aber durch diese oberflächliche Behauptung bagatellisierst Du das Wort Leiden dermaßen, dass man einem wirklich Leidenden diesen Text auf keinen Fall zumuten möchte. Aus dem Stoff könnte aber gut ein Humorgedicht entstehen, wenn Du einen konkreten Fall mit einem lebendigen Protagonisten beschreiben und die Handlung zu einem heiteren Ende führen würdest.

    Willst Du das mal probieren? Nichts für Ungut. Das kannst Du besser!

    LG Claudi
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  3. #3
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    Huhu Claudi!

    Hehe.. ja.. bei diesen Zeilen wusste ich, dass "negative" Kritik kommen wird
    Allerdings denke ich, dass in der "philosophischen" Ecke durchaus 4Zeiler in "Lehrsatzform" stehen dürfen, oder?
    Wenn es den Verstand anspricht, ist es wohl auch "nachdenklich" gut aufgehoben.
    Ich persönlich mag so "Zeugs", daher gefallen mir auch einige 4Zeiler von Hans.
    Evtl. könnte man ja eine eigene Ecke für sowas einbauen.

    Was passiert denn hier genau, dass das Leiden in Heiterkeit umschlägt?
    Das "Leiden" wird "bald", also nach vergangener Zeit, neu/anders wahrgenommen, da man sich daran gewöhnt. Daher beschwerd man sich irgendwann nur noch selten darüber, oder vergisst es sogar, und ist froh oder glücklich, in Momenten, in denen man früher gelitten hätte. Das habe ich selbst in vielen Formen erlebt, daher wird es allgemein mindestens 1mal so geschehen sein *g* Die Zeit heilt alle Wunden, könnte man auch sagen.
    Die Heiterkeit ist absichtlich überspitzt, was zu einer gewissen Ironie führt.
    Daher wohl auch dein Gedanke/Gefühl des "Humorgedichts".

    Und passiert es wirklich immer in "Leidenszeiten"?
    Da die Zeilen genau auf diese Zeiten anspielen, in diesem Fall schon. Es geht eben genau um diese veränderte Wahrnehmung des Leids, das evtl. noch vorhanden ist, obwohl man sich nicht mehr darüber beschwerd. Ich meine.. was genau ist "allgemein" des Leidens Lohn? Mir persönlich erschien der von mir beschriebene "Lohn" für den Moment am sinnvollsten, wenn auch überspitzt dargestellt.

    Aus dem Stoff könnte aber gut ein Humorgedicht entstehen, wenn Du einen konkreten Fall mit einem lebendigen Protagonisten beschreiben und die Handlung zu einem heiteren Ende führen würdest. Willst Du das mal probieren?
    Gerne.. wenn ich wieder humorvoll leidend denke. Im Moment stecke ich in anderen leidvollen Zeilen fest.. seit Tagen.
    Vielleicht werde ich diese mal in die Werkstatt stellen. Ich habe mir deine Zeilen auch notiert, damit ich es nicht vergesse

    Nichts für Ungut. Das kannst Du besser!
    Das dachte ich mir irgendwie auch, was man auch am mehrdeutigen Titel erkennt, wenn man das weiss.
    Das "Leid" wurde als Wortspielerei verschoben.. in der Zeit verschoben.. in der Bedeutung verschoben..
    und auch ausführlicher über Leid zu schreiben.. wurde verschoben.

    Liebe Grüße,
    Lightning
    Geändert von Lightning (08.05.2019 um 19:32 Uhr) Grund: (rechtschreibfehler)
    Des langen Tages Arbeitslohn
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