Thema: Sie kommen

  1. #1
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    Sie kommen

    Sie kommen.


    Ich kann sie
    hören,
    spüren.


    Sie kommen näher.


    Sie
    flüstern,
    fauchen.

    Hinter der Wand:

    Kratzen.
    Keuchen.


    Gleich sind sie da.


    Sie haben die Mauern
    schon fast

    durchbrochen

    drcbrohen

    drbohn

    dboh

    doh

    o


    Sie sind da.

  2. #2
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    Ja zu Dr. Bohn solltest du wirklich mal den durch die Türgeher im Sprechzimmer. Weil langsam fällt das unbedingt gewollte ja als gewollt auf. Dass wir hier praktisch einen von Toleranz uns was abzuerziehen gedenken. Bloss weil es ohne Panik bei deinen Gedichten scheinbar nicht geht.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    Wäre ja auch seltsam, wenn das Gewollte nicht als solches erkennbar wäre. Was das hier
    Dass wir hier praktisch einen von Toleranz uns was abzuerziehen gedenken.
    bedeuten soll, weiß ich nicht. Und Dr. Bohn kenne ich leider auch nicht.

    LG
    k

  4. #4
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    Ist genau so egal wie der Text wo drbohn drinsteht. Keine Sorge, deiner Popularität wird das keinen Abruch tun. Auch wenn wir alle nicht wissen wer sie sein sollen und warum sie kommen. Und wer sie dafür bezahlt und was dann wohl passiert Nach dem Motto so seltsam es irgendwie geht, aber nur im Spass.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    drbohn... Mann, bin ich dämlich...

    Welche Popularität? Weißt du da etwas, was ich nicht weiß?

    Eigentlich hatte der Text am Ende noch eine kleine Auswahlmöglichkeit, wer oder was "sie" denn sein könnten. Ich ließ es weg, weil ich mir dachte, dass die Fantasie des Lesers das übernehmen könnte, aber wenn du magst, reiche ich die Auflistung gerne nach!

    LG
    k

  6. #6
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    Hallo klaatu

    Der Titel hat mich an John Carpenters Film They Live erinnert. Eine Science-Fiction-Horror-Komödie, bei welchem Ausserirdische in Menschengestalt die Erde beherrschen. Vielleicht liegt es an dieser Assoziation meinerseits, dass dein Text in mir keine Angst oder auch Trauer hervorrief, sondern eher Verwunderung und Belustigung. Der Anfang ist ja schon ernst und man fragt sich als Leser, um was für Angreifer es sich hier handeln könnte. Der Schluss ist meiner Meinung nach nicht so gelungen. Das Wort "durchbrochen" wird hier in seine Bestandteile zerlegt. Man würde hier Konsonanten erwarten, welche das im Text erwähnte Kratzen und Fauchen simulieren. Stattdessen bleibt am Schluss vom "durchbrochen" nur das "o" übrig, was für mich ein Geräusch der Verwunderung oder vielleicht der Überraschung ist, nicht aber ein Geräusch des Grauens oder der Furcht. Wenn am Schluss noch ein "ch" oder ein "r" oder so übriggeblieben wäre, dann wäre das für mich furchterregender gewesen. Und auch die letzte Zeile weckt in mir kein Grauen, da sie sehr nüchtern ist, ein nüchterner Kommentar zu dem, was jetzt geschieht in deinem Text. Ich hätte diese letzte Zeile eher weggelassen, denn du sagst ja selber, dass die Fantasie des Lesers angeregt werden soll. Diese Fantasie wird durch die Zerlegung des Wortes "durchbrochen" angeregt (so wie etwa beim Terrorist, der hier einen Dr. Bohn erkennen will ). Deine letzte Zeile bedeutet, dass die Mauern durchbrochen und die Angreifer nun beim lyrischen Ich sind. Dass das lyrische Ich so eindeutig feststellen kann, dass die Angreifer jetzt da sind, gibt dem Leser Hinweise darauf, wer diese Angreifer sein könnten. Es handelt sich also vermutlich um materielle Wesen, die man klar erkennen kann. Keine Geister, bei welchen man gar nicht genau bestimmen kann, wo sie sind und was sie genau treiben... Das sind so meine Gedanken.

    Klaatu verata nektu!

    LG

    Ali

  7. #7
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    Hallo Ali,

    beim Schreiben dachte ich eher an etwas Nicht-Materielles: An bestimmte Gedanken, die sich ungewollt ins Bewusstsein schleichen und die ich gar nicht unbedingt näher erläutern möchte. Daher habe ich es auch offen gelassen, weil ich auch noch andere Ideen hatte und dachte, dass der Leser sich vielleicht lieber seine eigenen Gedanken machen möchte. Ich hätte auch noch Alternativvorschläge parat!

    klaatu barada nikto
    k

  8. #8
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    Hallo klaatu

    Ja, wenn es Gedanken sind, die dem lyrischen Ich zusetzen, dann ist die Passage, wo das Wort "durchbrochen" zersetzt wird, eher richtig umgesetzt. Ich hatte bei meinem Verbesserungsvorschlag schon an eine physische Mauer gedacht, so dass dann die Konsonanten eine Art scharrendes Geräusch simuliert hätten, das bei einer Mauerzerstörung vielleicht vorkommen könnte. Wenn es sich aber um Gedanken handelt, dann kann es meiner Meinung nach eher sein, dass so ein "o" am rechten Platz ist. Dieses "o" würde dann das Gefühl ausdrücken, das ein ungewohnter Gedanke auslösen kann.

    Was hast du denn für Alternativvorschläge?

    LG

    Ali

  9. #9
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    Was hast du denn für Alternativvorschläge?
    Es hätten auch Ideen für einen Text sein können, die durch die Mauern kommen. Oder die Leser des Textes, bzw. eingehende Leserkommentare. Zum Beispiel.

    LG
    k

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