1. #1
    Registriert seit
    May 2019
    Ort
    München
    Beiträge
    298

    Als er einmal sehr viele Klinggedichte, also Sonette, gelesen hatte .........

    Als er einmal sehr viele Klinggedichte gelesen hatte,
    von Fleming, von Gryphius, von Plavius, von Shakespeare,
    von Quoth, von Thomas Kling und H. C. Artmann
    und als er Mut fassen wollte, auch eines zu schreiben,
    und also in sich ging und dort Zwiesprache hielt.




    Nein, Muse, bin kein Dichter, kann Deiner Sonne Blinken,
    Kann Deiner Wangen Glanz nicht schauen unverwandt:
    Wenn Deiner Augen Glut in meinen eingebrannt,
    So müssen ganz beschämt die Lider niedersinken.

    Nun ja: Du willst doch nicht dem scheuen Waldkauz gleichen,
    Der statt dem Tag erwählt die dunkle, dunkle Nacht?
    Du flügelst nach dem Feur, das rasch zu Asche macht
    Furcht, Blöd- und Schüchternheit und all die Fragezeichen,

    Die dir der Unmut setzt. Verachte das Geheule!
    Der Kauz sitzt zaudernd flügellahm auf morschem Stamm.
    Du aber nutze nun getrost die Feder, graue Eule,
    Und gleite in das Klinggedicht, vertrau seinem Programm!

    Man findet dilettantisch tüfteln nicht so toll?
    Sei dennoch, Eule, unverzagt. Lizenz: Apoll.
    Geändert von Willibald W (23.05.2019 um 10:49 Uhr)
    alis nil gravius, o nycticorax

  2. #2
    Registriert seit
    Jun 2013
    Ort
    Eden
    Beiträge
    383
    Du findest dilettantisch tüfteln nicht so toll?
    Sei dennoch, Eule, unverzagt. Lizenz: Apoll.
    Unsere Nachteule wird mir zustimmen, wahren Klangzauber entdecken zu können, lieber Willibald - der Landeplatz für Geflügeltes scheint ja beim Dichter vorhanden.

    Schön, Dich hier auf unserem Forum anzutreffen!
    Es lebe die Poesie! Es lebe Aron Manfeld!

  3. #3
    Registriert seit
    May 2019
    Ort
    München
    Beiträge
    298
    Salute und Gegengruß, Aron,

    bin noch im antiquarischen Modus und schicke Deinen Werken einen Gruß von Johann Christian Günther aus Striegau (1695):

    Auf Mons. Aron Manfeld, einen guten, virtuosen Lautenisten

    Das, was dein Wiz gesezt und deine Laute spielt,
    Verdient, daß deßen Lob auch Völcker nach uns lesen;
    Denn wäre nur die Weißheit hier gewesen,
    Sie hätte bey der Rhythmen Lust
    In ihrer nie bewegten Brust
    Die Herrschaft des Affects gefühlt.

    greetse

    ww

    alis nil gravius, o nycticorax

  4. #4
    Registriert seit
    Jun 2013
    Ort
    Eden
    Beiträge
    383
    Deine Beiträge in den Foren sind stets sehr wertschätzend und konstruktiv - ich werde mir mal eine Scheibe von Dir abschneiden ... falls der Dämon in mir das zulässt.

    Vielen Dank!

  5. #5
    Registriert seit
    May 2019
    Ort
    München
    Beiträge
    298
    Jou, ich genoss die "Leipziger Geilerei"
    alibi als ein sehr feines "Langgedicht", sehr fein.

    Ferlinghetti lässt grüßen und viele andere auch.

    ww
    alis nil gravius, o nycticorax

  6. #6
    Registriert seit
    Jun 2013
    Ort
    Eden
    Beiträge
    383
    Es ist eine Ochsentour, sich in den Foren durchzusetzen - viele trollen um einen herum, um Dich plattzumachen. Doch ich gebe niemals auf, weil ich fest an mich glaube.

    Danke für die Amistad.
    Es lebe die Poesie! Es lebe Aron Manfeld!

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 24.06.2011, 15:09
  2. "Viele sehen wie ich erscheine,aber nur sehr wenige fühlen,wie ich wirklich bin."
    Von Kittibygitti im Forum Nachdenkliches und Philosophisches
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.11.2008, 16:03
  3. Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 25.05.2002, 09:14
  4. Lange Zeit (bitte um viele,viele Kommentare)
    Von AnoGirl im Forum Archiv
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 24.03.2002, 10:18

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden