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    Gedankenverloren

    Gedankenverloren und ohne Gefühl
    die Worte, sie finden heut einfach kein Ziel,
    sie kommen und schweben und gehen vorbei,
    der Geist ist bemüht, aber leider nicht frei.

    Gedanken versuchen Gefühle zu finden,
    das Gefühl will nur den Gedanken entschwinden,
    es möchte nur fühlen und ohne das Denken,
    das magische Kribbeln in Worten verschenken.

    So macht das Schreiben für mich keinen Sinn,
    Gedankenwirrwarr, kein Ziel, kein Beginn,
    ich lasse jetzt einfach Gefühle schreiben,
    jambisch, trochäisch, das wird sich noch zeigen.

    Im kunderbunten Wunderland,
    wurd ein Gefühl noch nicht erkannt,
    ganz einsam war es dort verloren,
    und dacht, es wäre dort geboren.

    Es war das Leid, doch in dem Traum,
    jetzt muss ich denkend nochmal schaun,
    da war es von der Last umgeben,
    dass dort nur Schöngefühle leben.

    Im Leiden sagt das Leid zu sich,
    fühlt sich dazu noch jämmerlich,
    ach würd es mich doch nur nicht geben,
    in diesem wunderbaren Leben.

    Es dacht, dann wäre alles gut,
    ihm fehlte einfach dieser Mut,
    den wahre Helden in sich tragen,
    ganz selbstbewusst und ohne Fragen.

    Im Selbstmitleid sich selbst verlierend,
    nach Mitgefühl und Liebe gierend,
    da saß das Leiden einfach dort,
    an diesem ihm so fremden Ort.

    Dem Selbstmord nah, dem Eigentod,
    da kam zum Glück in letzter Not
    die warme Liebe um die Ecke,
    sie macht das Leiden jetzt zur Schnecke!

    "Du wunderbares Leidgefühl, du dunkles Licht am Himmelszelt,
    warum gibst du dein Leben auf, obwohl es mir so sehr gefällt?
    Wenn jemand mich in sich verliert, dann wäre er doch ganz allein,
    was wäre er denn ohne Leid, oh Leid, du musst doch einfach sein.
    Es wär doch auch mein Herz verloren, ohne dich in mir, mein Leid,
    und dennoch würde ich dich spürn, in der gebrochnen Herzenszeit."

    "Oh Liebe, du hast ja so Recht,
    ich denk, ich fühle das jetzt echt!
    Es liegt ein Kribbeln hier im Raum,
    bin ich denn noch im fremden Traum?"

    "Nein, du träumst hier neben mir, wo du doch schon immer warst,
    voller Sorge bin ich auch, dass du mich gar nicht mehr magst."

    "Oh Liebe, gut, dass du das sagst,
    jetzt fühle ich mich wieder gut,
    ich fühle dieses Leid in dir,
    das macht mir selbst auch wieder Mut."

    Genug jetzt auch der schönen Worte,
    in welchen ich noch gerne bliebe,
    das Leid sucht leider neue Orte,
    so weich von hier, du liebste Liebe.

    Die Liebe war nach diesen Worten
    nicht mehr erfüllt von Heiterkeit,
    sie dachte, soll das Leid doch morden,
    es scheint, als stünd der Hass bereit.

    Aus einer unbekannten Welt,
    kam er sogleich herangeflogen,
    er runzt die Stirn, weils ihm gefällt,
    noch nie fand er etwas verboten.

    Voller Zorn und voller Wut,
    flucht der Hass, er kann es gut,
    "Haut doch ab mit eurem Scheiss,
    ich leg euch beide gleich auf Eis!"

    "In diesem gottverdammten Land, befreit von Angst und all den Kriegen,
    kann man einfach gar nichts tun, nicht einmal den Feind besiegen!
    Komm jetzt einfach mit, du Leid, spiel nicht rum im Wunderland,
    Blitze solln euch beide treffen, denn ihr raubt mir den Verstand!
    Die Metrik habt ihr auch zerrissen, fühlen, denken, drauf geschissen!
    Leiden brauch ich, hier uns jetzt, fast hätte man mich schon ersetzt!
    Nur wegen eurer Spielerei, will keiner mehr das Leiden sehn,
    und ohne Leid kann ich mein Leben, leider auch nicht mehr verstehn!"

    Voller Angst und ohne Freude,
    gibt das Leid dem Hass sich hin,
    Angst und Freude neue Freunde?
    Vielleicht ein neuer Traumbeginn.

    Lightning
    Geändert von Lightning (09.05.2019 um 12:43 Uhr) Grund: wortglauberei
    Des langen Tages Arbeitslohn
    ist die Nacht - ich schlafe schon.

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