1. #1
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    Das Zuckerleben ist hartes schlecken…

    Mit vollem Magen schreib ich ungern
    bleib lieber hocken und schau fern…
    Revolution überlass ich Anderen…
    Plane Sendungen und weitere Mahlzeiten…

    Für den Eindruck der Intelligenz
    blicke in Wälzer mit dem nötigen Ernst…
    Blätter mit angelecktem Daumen
    hebe mein Kopf leicht, um nach unten zu schauen…

    Trainier mein Körper wie ein Philosoph
    Beine runter, Beine hoch…
    Geh jetzt schlafen um mich auszuruhn
    mit Freizeitaktivitäten hab ich viel zu tun…

    Verpflichtungen mag ich auch
    hab mal nach’m Briefkasten geschaut
    interessante Zahlen und viel Papier
    jetzt ein kühles dunkles Bier…

    Manchmal schau ich in den Himmel
    Wolkenformationen oben, unten Nebel
    zieh nochmal an dem Stengel
    diese Tage sind so anstrengend…

    Vielleicht sollte ich mal aufräumen
    bin gestolpert über Sachen auf Sachen
    in die Küche komme ich noch rein
    ich sollte es mir für später notieren…

    Gedichte schreiben ist schon hart
    Worte kommen nicht ungefragt
    sie rennen um ihr Leben weg
    fang sie ein und pack sie zurück…

    Irgendwas wollte ich noch sagen
    in der hinteren Region meiner Hirndaten
    regt sich etwas und vibriert als Zeichen
    ich nehme die Pose des Nachdenkers ein…

  2. #2
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    Veranschaulicht so die Phase der Kontemplation um ihrer selbst willen, damit sonst unbenutzte Worte auch mal zu einem auftritt kommen der nicht gänzlich unerarbeit wirken muss, weil die Intention hier etwas mit sich selbst anstellt das man auch so bezeichnen kann:

    Pose des Nachdenkers
    um eben aus der Bereitschaft nicht in Hektik zu verfallen. Ungewollt natürlich weil die pure Küche in uns ja noch manch unverhofften Leckerbraten bereithalten mag von dem wir nicht wussten wie er wirkt. Nur ansatzweise wie hier so:

    Trainier mein Körper wie ein Philosoph
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

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