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  1. #31
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    Ja, lieber Hans, da bin ich auch immer wieder überrascht, was man den Menschen so alles vorgaukeln kann.
    Wir leben in Wirklichkeiten mit geschlossenen Denksystemen und kommen aus unserer Schädeldecke einfach nicht raus. Wir stolpern bestenfalls von einem Denksystem ins nächste, und der Rest entpuppt sich als Illusion.
    Die Masse glaubt ja im Ernst immer noch an eine Erdkugel, d.h. eigentlich wird soetwas permanent von der herrschenden Klasse und den Schulbüchern suggeriert. Irgendeiner hat das mal in die Welt gesetzt. Glaubensätze, die längst auf den Scheiterhaufen gehören.
    Aber wir beide wissen, dass die Erde in der Möglichkeit, frei und logisch bedacht und betrachtet, eine Scheibe sein muss, sonst würden wir ja runterfallen. Soll sich nur mal einer auf einen Ball stellen, dann kann der sofort mit allen fünf Sinnen spüren, wovon wir reden.
    Aber genau das ist auch das Problem. Die Masse vertraut nicht mehr ihren Sinnen, sie ist quasi von Sinnen, und traut nicht mehr ihren eigenen Erfahrungen.
    Wenn alle glauben, dass die gesunde Wirtschaft permanentes Wachstum braucht, kein Problem, auch dass Islam eine gefährliche Religion seie, dass der Russe/ Franzose / etc. meine Feinde sind, dass die Freiheit am Hindukusch verteidigt wird, dass jeder Flüchtling die hiesigen Frauen vergewaltigen will und uns den wohlverdienten Wohlstand entreißen will, so kann ich einen kritisch logischen Verstand a'la Plonka walten lassen, der diese Anschauungen differenziert betrachtet, korrigiert oder ihnen beipflichtet. Da habe ich keine Schwierigkeiten.

    Aber mit riesengroßem Bullshit habe ich Schwierigkeiten. Die haben jetzt übrigens mehrere Misthaufen entdeckt, welche als Beweis für außerirdische Mega- Kuhfladen herhalten sollen. Außerdem gäbe es da ein geheimes Höhlensystem, dass noch völlig unentdeckt wäre, das von Eurasien nach Afrika bis hin nach Südamerika reiche. Und jede vulkanische Eruption wäre in Wirklichkeit eine Blähung, die den sogenanten Klimawandel im Eigentlichen verursache, weil das ja im Grunde heiße Luft ist.
    Wenn mir dann mein Nachbar mit dem Brustton der Überzeugeung von renomierten Seiten im Internet erzählt, wo er sich schlau gemacht hätte und dass er dort immer kritisch informiert und auf dem Laufenden seie, Seiten mit echten Doktoren und Professoren!, die u.a. von jener außerirdischen blähenden Kuh im Himalaya berichten, dass diese zudem nachts auf der Milchstraße spazieren geht (deswegen hieße sie so), und dass er vorsichtig sein müsse, mit wem er drüber redet, damit sie ihn nicht einliefern, weil die herrschende Klasse gerade brutale Glaubensindoktrination mit ihm betreibe... dann bin ich immer völlig hilflos.
    Klar, ist ja auch irgendwie spannend. Solche interessanten Räuberpistolen, die er erzählt, findest du in keinem Revolverblatt, noch nicht einmal in der Bild.
    In all seiner inneren Logik klärt mich also der liebe Nachbar ausführlich und breit über das Abschmelzen der Polkappen auf. Und das jedesmal, wenn ich ihn treffe, da ist er beharrlich. Selbst Mr. Trump himself glaube nicht mehr an die jahrelange Arbeit von Klimaforschern, das solle mir doch mal gehörig zu denken geben, America first.
    Lieber Hans, wie kann ich meinem Nachbarn helfen? (Das ist übrigens der Protagonist in meinem Gedicht). Hast du nicht einen Tipp für ihn, wie er seinen eigenen Verstand wieder einsetzen kann, um zum freien logischen Denken und Beurteilen zu gelangen, indem er zur Möglichkeit des Wahrscheinlichen der Vernunft gelangt. Welche Zeitung/en kannst du ihm aus deiner Sicht empfehlen, und wie kann er diese kritisch überprüfen? - damit er mal richtig aufgeklärt wird. Solche armen, verdummbeutelten Menschen müssen doch aufgeklärt werden. Oder soll er einfach mehrere Zeitungen lesen? Welche Zeitung hat kein Eigeninteresse, und kann völlig unabhängig drauflos schreiben?
    Soll ich ihn nun wirklich ernst nehmen, d.H. seine Paranoia in meine Wirklichkeit übernehmen, solange bis die ein Loch in den Himalya gebudelt und nachgeschaut haben? Wie entkommst du z.B. dem Meinungsterror der herrschenden Manipulatoren? -gar keine Zeitung mehr lesen? Stell dir nur vor, außerirdische Rinder mit außergewöhnlichem I Kuh wollen jetzt das Internet manipulieren, sagt mein Nachbar. Dann hast du bald überhaupt keine Quelle mehr von sprudelnder Wahrheit, sondern irgendwann nur noch strullernde außerirdische Milchkühe um dich herum. Selbst die Intuition und die hochgepriesene Logik des Wahrscheinlichen wird dann wahrscheinlich völlig daneben liegen, wenn du die Möglichkeit bedenkst.

    sehr nachdenklich
    L.G.A.
    Geändert von Anjulaenga (06.06.2019 um 01:57 Uhr)

  2. #32
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    Lb. Anjulaenga,

    Glauben schränkt das Denken ein. Gläubige halten an ihren Glaubensinhalten fest und denken nicht mehr darüber nach, ob es möglich ist. Es werden die unmöglichsten Dinge geglaubt und bedenkenlos als Wahrheit angenommen. Die Glaubensgründe sind meist angebliche persönliche Offenbarungen, denen vertraut wird. Vertrauen sollte jedoch immer nur auf Grund von persönlicher Erfahrung stattfinden.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #33
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    Und was machen wir jetzt mit der Kuh, lieber Hans?
    Die tanzt ja immer noch munter auf ganz dünnem Eis von Wahn nach Humbug. Der glaubt ja wirklich an eine außerirdische Kuh, das ist kein Witz. Und die persönliche Erfahrung hat der bestimmt nicht mit ihr gehabt, jede Wette. Das hat der nur irgendwo gelesen, vielleicht aufgeschnappt und sofort für bare Münze genommen, nur weil's nicht in der Zeitung stand.
    Vielleicht war es auch nur jene angeblich persönliche Offenbarung, die ihm irgendwo entgegengebläht ist, weil ihm eine Journaille gerade gestunken hat, die über den Klimawandel berichtet hat und etwas anderes glaubt, als er?!
    Wie würdest du mit solchen leichtgläubigen Menschen umgehen? Kopfschütteln und weitergehen, oder lässt du dich von Misthaufen, dampfenden Vulkanen und "misteriösen" Löchern im Boden überzeugen, weil du damit die logische Möglichkeit bedenkst?
    L.G.A.
    Geändert von Anjulaenga (06.06.2019 um 07:05 Uhr)

  4. #34
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    Danke für diesen Thread!

  5. #35
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    Lb. Anjulaenga,

    Glauben besteht meist aufgrund von Offenbarungen denen vertraut wird. Wer glaubt, lehnt dann meist auch jede Prüfung ab. Glauben halte ich für eine Geisteskrankheit, die von den Kirchen aber auch von anderen mächtigen Institutionen gefördert wird, um Menschen für deren Interessen zu beeinflussen und zu steuern. Ein gutes Beispiel sind auch die Falls Flak Operationen, die einen Glauben für Interessen erzeugen. Wenn geglaubt wird, Jesus ist über das Wasser gegangen, so sollte dies aufgrund unserer Erfahrungen für sehr unwahrscheinlich gehalten werden. Es kann jedoch darüber nachgedacht werden, welche Möglichkeiten gibt es dafür. Es könnte ein rein geistiges Erlebnis (Trugbild, Vision) gewesen sein oder Jesus war ein Außerirdischer der die Schwerkraft beherrschte. Erlebnisse können auch rein persönliche Realität sein, die dann auch persönliche Wahrheit ist. Die Realität anderer sollte respektiert werden. Niemand sollte sich jedoch ohne logische Prüfung davon beeinflussen lassen. Solche Glaubens-erzeugenden Beeinflussungen schränken die Denkfreiheit ein und sind in der Folge dann auch gefährlich.

    LG Hans
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  6. #36
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    Geisteskrankheit?
    naja, soetwas hatte ich mir beinahe schon gedacht.
    Wenn glaubens-erzeugende Beeinflussungen die Denkfreiheit einschränken, die in der Folge zudem gefährlich sind, vermutl. sogar allgemeingefärdend!, nahezu lebensgefährlich für andere, - da bliebe ja nur die Zwangseinweisung oder Sicherrungsverwahrung, was meinst du? Wir haben es also nicht nur mit geisteskranken Terroristen im Lande zu tun.
    Auf den Messias mit der glaubenserzeugenden Wirkung hatte Terrorist ja bereits hingewiesen. Wenn wir jetzt nur mal grob von 2,2 Mrd. Christen ausgehen, dann wäre ein Drittel der Menschheit per se geisteskrank, weil das Jesukind aufm Wasser geht, weil das ja gar nicht gehen kann. Und die Hindus, mit der heiligen Kuh? Bestimmt auch geisteskrank, wie mein Nachbar mir seinem komischen Rindvieh, obwohl der ja eigentlich keine Zeitung liest!
    Und dann gibt es solche, die glauben, dass Außerirdische die Schwerkraft überwunden haben.
    Bliebe nur noch die Frage, wann man eingreifen sollte. Wie kriegen wir den gemeinen Christ bekehrt? Dürfen wir solche gefährlichen geisteskranken Objekte frei rumlaufen lassen, lieber Hans. Ich galube, wir steuern da zwangsläufig auf einen Glaubenskrieg mit Zwangsjacken hin, aber egal, dann haben wir nebenbei das Problem der Überbevölkerung auch direkt gelöst.
    Wie kriegt man nur bei meinem Nachbarn die Kuh ausgetrieben?
    Wir müssen auch die armen Verwirrten im Auge haben, die an die Auflösung der Schwerkraft durch außerirdische Mächte glauben.
    Bei solchen muss man von einer hochgradigen Geisteskrankheit vielleicht sogar Verwirrtheit ausgehen, da dieser Glaube weder mit der eigenen Erfahrung in Einklang zu bringen ist, noch einer logischen Prüfung standhält. Da könnte man ja auch gleich sagen, dass die Erde eine Kugel ist.
    Hans, wir haben noch viel zu tun!
    L.G.A.

    Hi klaatu

  7. #37
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    Liebe Anjulaenga,

    Auch wenn die Mehrheit davon befallen ist , ist es trotzdem nicht gesund oder ungefährlich. Es wird allerdings meist als gut und gesund bezeichnet, weil es mächtigen Interessen dient und von diesen deshalb auch geschützt wird. Eine übermächtige Mehrheit kann nicht offen bekämpft werden. Es kann nur durch Aufklärung geholfen werden.
    Es geht nicht nur um Christen und andere religiöse Glaubensgemeinschaften, sondern auch um Verkündigungen jeder, wie zum Beispiel Propaganda oder Werbung. Es ist eine Geisteskrankheit, von der in unterschiedlicher Stärke fast die ganze Menschheit befallen ist.
    Die Schwerkraft wird durch Beschleunigung überwunden, wozu ein großer Kraftaufwand benötigt wird. Es geht darum, sie, ohne großen Kraftaufwand zu reduzieren oder aufzulösen. Das dies irgendwelchen Wesen möglich ist oder sein wird, halt ich für wahrscheinlich.

    LG Hans
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  8. #38
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    Zeitungen sind nicht frei. Sie behaupten auch gar nicht frei zu sein. Ganz aktuell zu beobachten...als AKK unangemessen auf Rezzos Video reagierte. AKK fragte...was wäre...wenn die Presse sich auf eine Meinung verständigen, oder gegen jemanden verbünden würde-worauf einige Vertreter leitender Medien antworteten...dass das bereits gelebte Realität ist...man sich diese "Freiheit" auch nicht verbieten lasse. Also gerade der Umstand, dass man sich erlaubt seine Befangenheit zum Ausdruck zu bringen...ist ein Zeichen von Freiheit. Freiheit im Sinne unserer Verfassung...jedoch keine Freiheit im eigentlichen Sinne. Kaum ein Begriff wird so romantisiert wie die Freiheit...dabei treffen wir keine einzige unserer Entscheidungen aus der Freiheit heraus. Jede Entscheidung ist das Produkt von Erfahrungen (Instinkt) und Erwartungen (Hoffnung).
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  9. #39
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    Lieber Hans,

    für physikalische Realitäten gibt es die Mathematik, mit ihren nüchternen Formeln,
    für Märchen, Romantik und Schönschwätzerei gibt es unglaublich tolle Worte.
    Mit der Schwerkraft müsstest du uns nur noch ein paar Formeln rüber kommen lassen, damit das alles nachvollziehbar bleibt, sonst könntest du womöglich schnell als Dummschwätzer missverstanden werden, L.G.A.

    Liebe AndereDimension,

    was du schreibst, sehe ich ja genauso, und Stichworte wie Instinkt, Hoffnung, romantisierter Freiheitsbegriff etc. alles klar.
    Es ist aber alles nicht der Punkt, den ich hier anspreche.
    Eine "Freie Presse"mit all ihrem Blödsinn und ihrer Parteilichkeit ist mehr oder weniger abhängig, spätestens vom Käufer.
    Presseleute, die jedoch eingesperrt werden, oder unter Lebensgefahr berichten, weil eine einseitige Berichterstattung nunmal vorgegeben ist, sind nicht frei. Mein Aspekt liegt auf der Freiheit der Vielseitigkeit. Diese ist nunmal nicht möglich, wenn das journalistische Arbeiten erschwert, manipuliert oder unterdrückt wird. Von daher bildet der Ausdruck "Lügenpresse" in einem Land mit Art 5 GG eine andere Realität ab, als in einem Staat, wo die Pressefreiheit erhebliche Repressalien erfährt. Im ersteren Staat hast du die Freiheit, dich lauthals aufzuregen und überall über die blöde Presse herumzumosern, und dich laut protestierend darüber auszulassen, das kann auch die Presse für dich übernehmen. Ihr seid geschützt. Im zweiten Falle musst du dir die Hand vor den Mund halten, um deine Empörung und deinen wildromantisierten Freiheitsbegriff von deiner Meinungsäußerung allen kund zu tun. Siehst du das anders? L.G.A.
    Geändert von Anjulaenga (09.06.2019 um 03:49 Uhr)

  10. #40
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    Hallo Anjulaenga

    ich wollte dir da auch gar nicht widersprechen. Mein Beitrag war eher allgemein zu verstehen. Unsere Presse ist frei, keine Frage, niemand schreibt ihr vor was und wie sie zu berichten hat. Mein Beitrag hatte die persönliche, die emotionale "Unfreiheit" im Blick und nicht die gesetzliche. Wir beide sind ja auch nicht frei in unserer Meinung. Unsere soziale Prägung, unser jeweiliges Umfeld, unsere persönlichen Geschichte und unsere Erwartungen an die Zukunft - all das nimmt Einfluss auf unsere Meinung. Bei den Journalisten ist das nicht anders. Du kennst sicherlich die Sendung "Augstein vs Blome"...da wird genau das auf satirische Art und Weise veranschaulicht. Die Journalisten haben einen Ehrenkodex...eine freiwillige Selbstverpflichtung. Sie verpflichten sich dazu möglichst neutral zu berichten und sauber zwischen Bericht und persönlichen Kommentar zu trennen. Und genau da machen viele (nicht nur Rechtspopulisten, auch Medienwisschaftler) den Medien einen Vorwurf. Bericht und persönlicher Kommentar werden oft nicht sauber getrennt...vermischen sich. So gewinnt der Leser den Eindruck die persönliche mEinung des Journalisten spiegele die allgemeine oder die gesellschaftliche Haltung wider. Bei den meisten Vertretern der Presse (Spiegel, Welt, Zeit +Co,) kannst Du auf deren Online-Portalen, z.B. bei spiegel.online.de, selbst Kommentare zu den meisten Berichten veröffentlichen, oder sogar direkt mit den Journalisten in den Dialog treten. Und wenn Du z.B., so zumindest meine persönliche Erfahrung, bei spiegel.online die Grünen sachlich kritisierst, kommt dein Beitrag nicht durch...wird er zensiert. Wenn, dann kommen "nur" die Beiträge der Proleten durch, um diese vorzuführen...bzw um den anderen Lesern zu zeigen: schaut her wie doof diejenigen sind, die eine andere Meinung vertreten. Wenn dann jemand auf die Seite geht und nur Leser-Kommentare liest...die pro-Grüne sind, dann gewinnt er den Eindruck die wäre die Meinung der Allgemeinheit. Bei rechtspopulistischen oder nationalistisch geprägten Blättern wird das nicht anders sein - aber dort bin ich nicht aktiv. Die Medien können also objektiv berichten und dennoch dabei die Meinungen der Leser prägen. Und da werden, auch das nur meine persönliche Einschätzung, die Grünen seit Monaten unheimlich gepusht. Man prügelt auf so ziemlich jede Partei ein...nur nicht auf die Grünen. Kein Zufall, denn ca. 70% der Journalisten sind Sympathisanten oder gar Anhänger der Grünen. Die Grünen, und das sollte man wissen, sind keine Partei des kleinen Mannes - sie vertreten die Eliten. Es ist ihnen egal, ob da irgendwer aufgrund ihrer Politik arbeitslos wird. Dazu stehen sie auch ganz offen, wenn man sie zB fragt was aus den Menschen in den Braunkohle-Gebieten werden soll. Sie haben keine realistische Antwort...was deren Zukunft angeht. Sie selbst und ihr Wählerklientel stehen nicht vor solchen Problemen. Die Grünen machen 1:1 die Politik wie in den letzten 20 Jahren auch...nur mit dem Unterschied, dass ihre Themen so aktuell sind wie noch nie. Das lässt sie als moderne Partei erscheinen, dabei sind sie von allen Parteien die rückwärtsgewandteste. Macht ja nichts, der Bürger hat die Wahl...muss sie nicht wähle. Wenn allerdings die Medien so berichten...dass der Bürger glaubt er hätte gar keine andere Wahl als die Grünen zu wählen, dann wird es komisch.

    Fakt ist: die Grünen sind seit vielen Jahren in verschiedenen Kommunen und Bundesländern an der Macht, ohne auch nur einen Bruchteil von dem umgesetzt zu haben, was sie heute von den regierenden Parteien fordern. Im Gegenteil, sie haben zB das Bildungssystem in NRW komplett an die Wand gefahren - blockieren fast überall Projekte zum Bau Erneuerbarer Energien. Sie wollen Windparks, aber nicht vor der eigenen Haustür...sondern vor der Tür von Lieschen Müller. Mich überkommt, und dazu stehe ich, ein richtiger Ekel...wenn ich an die Grünen nur denke. Der Hambacher Forst hatte einst 5000 Hektar. Die Abholzung von 4800 Hektar haben die Grünen zu verantworten...weil sie die Abholzung in der Regierungsverantwortung genehmigten. Jetzt, wo sie in NRW nicht mehr in Regierungsverantwortung stehen, spielen sie sich als Retter der restlichen 200 Hektar auf. Die Grünen haben in NRW zB auch die Schließung von 5000 Kitas unterschrieben - so könnte ich jetzt viele Beispiele nennen. In den Medien hörst du aber kaum etwas davon.

    Das ist Politik - weder neu noch besonders verwerflich. Viel schlimmer ist, dass die jungen Leute darauf auch noch hereinfallen. Das zeigt mir wie wenig reflektiert diese Menschen zum Teil sind- und da spreche ich vor allem die Studenten an. Deren Dummheit ist kaum noch zu toppen.
    Da ist Evelyn aus dem Dschungelcamp fast schon die Intellektuelle unter den Abiturienten.

    Gruß, A.D.


    Gruß, A.D.
    Geändert von AndereDimension (09.06.2019 um 07:59 Uhr)
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  11. #41
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    Lb. A.D.,

    Zeitungen und andere Medien können nicht ganz frei sein. Sie sollten jedoch auch offen darstellen an was sie gebunden sind und welche (wessen) Interessen sie vertreten. Reporter dürften nicht mit Geschenken und Ehrenbürgertiteln beeinflusst werden und es muss. Zeitungen müssen unparteiisch über Wahrheiten berichten und Vorverurteilungen unterlassen. Propaganda muss als solche gekennzeichnet werden. Siehe auch "Gekaufte Journalisten".

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  12. #42
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    Das Problem bei Zeitiungen und Medien ist nicht die Freiheit, sondern dieser unerträgliche Habitus, der da immer wieder zum Ausdruck kommt. Ich bin ja wahrlich koan Fan der Bild-Zeitung, aber gibt auch Jungs und Mädels bestimmt, die wollen irgendwann mal auch über den Bildrand gucken. Und wenn ich die dann so vorm Zeitungsständer stehen seh, dann weiß ich nicht. Sieht's eher mau aus. Eine Drehung und dann vielleicht "Chantal, tu ma die Omma winken!". Dann weißte wenigstens Bescheid, was nicht stimmt miit dir.
    Dass es eigentlich keine Zeitung mehr schafft, nen Ausdruck zu wählen, der nicht immer gleichzeitig, wenn er zu einem spricht, auch nen andren ausläd - das halt ich für bedenklich. Das ist ja nicht nur dann akut ein Problem, wenn geredet wird. Sondern das zirkuliert ja durchaus. Und dann die Substanti-Viren: Empathie, mein Liebling. Was mal Mitgefühl war, was du zeigen musstest. Hat jetzt keiner mehr. Jetzt haben alle Empathie Mal abgesehen davon, dass du's eben einfach hast. Hab ich noch nie jemanden dieses Wort sagen hören, ohne dass er auf sich selbst gefeiert hätte. Glaub das war mal anders gemeint, mit dem Mitgefühl Und intellektuell, das ist auch son Schätzchen von Wort. Wenn du als jemand, der sich nicht so empfinden kannst, weil du dich so vielleicht nicht betrachtet hast, isses vorbei mit dem Lesevergügnen nehm ich an. Und wozu? Hätten doch das Wörtchen "inelligent" gehabt, dass hätte für alle gereicht, nehme ich an - ist mehr als genug sogar übrig. Dass du dir da auch nen Gegenteil schaffst, selbst wenn du keinen Begriff dafür prägst, früher oder später wird wohl jemand Ablehnung dadurch erfahren, und das muss nicht nur unbedingt Gesindel. Hätte man wissen können
    Was ich sagen will: Wer öffentlich redet, viel redet. Hat eigentlich auch die Pflicht zuzusehen, dass das in einer Art und Weise geschieht, die folgenlos bleibt für alle. Das ist meiner Meinung nach nicht so wirklich am Laufen Was wir die letzten zehn Jahre mit der Sprache hier so veranstaltet haben, naja. Hauptsache sieht nach was aus Die Liste mit diesen Begriffen ließe sich jetzt noch ewig fortführen, aber denke das reicht um zu veranschaulichen, was ich mein.

    Peace

  13. #43
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    Liebe andereDimension,

    hatte ja überhaupt keine Ahnung, dass du die Grünen nicht besonders magst und dass du bei dem Studentengesindel gleich die Pimpernellen kriegst. Woher auch hätte ich das wissen können? So etwas interessiert natürlich den werten Leser ganz besonders, das darf man ihm einfach nicht vorenthalten. Bin mir aber sicher, dass du uns noch weiter darüber auf dem Laufenden halten wirst. Danke für deinen netten Kommentar zu meinem Gedicht. Du hast natürlich vollkommen Recht damit, dass der etwas einfach gestricktere Zeitungskonsument Anspruch auf eine Kennzeichnungspflicht hat, wann ein Text ironisch gemeint ist, und wann er die Wirklichkeit der Welt widerspiegelt. Es gibt immer wieder Menschen, welche solches nicht zu unterscheiden wissen. Inklusion muss endlich auch in mal bei der Presse in den Köpfen der Journalisten ankommen.
    L.G.A.

    Lieber Hans,

    was macht die Formel?
    Über die Kennzeichnungspflicht von Propaganda hatte ich mich ja schon mit der anderenDimension ausgetauscht. Das sehen wir beide übrigens genauso wie du.

    L.G.A.

    Lieber Crackabeli,

    wie meinst du das genau? L.G.A.

  14. #44
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    Wenn du mir sagst, was du genau meinst, kann ich dir bestimmt sagen, was ich genau meinte
    Mein armer Briefkasen,
    für ihn gibt es kein Rasten.
    Er klappert und quietscht schief.
    Durch seine Schießtscharte
    steckt das Leben eine Grußkarte.
    Scheiße, du bist das Motiv,

  15. #45
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    Zitat Hans Plonka

    Zeitungen müssen unparteiisch über Wahrheiten berichten und Vorverurteilungen unterlassen.
    Da muss ich dich korrigieren. Das glauben zwar viele...dem ist aber nicht so. Eine Zeitung darf parteiisch sein.
    Und Vorverurteilungen sind grundsäzlich zu unterlassen...das hat mit der Presse erst mal nichts zu tun. Vorverurteilungen sind schon aus moralischer Sicht zu verurteilen - und je nachdem auch strafrechtlich von Relevanz.

    Als Leser sollte man lernen zwischen Kommentar und Bericht zu trennen. Damit dies dem Leser möglich gemacht wird...gibt es den journalistischen Ehrenkodex. Die Journalisten sind dazu aber nicht gesetzlich verpflichtet - es ist und bleibt eine freiwillige Selbstverpflichtung. Wer sich "nur" auf einem Kanal informiert, der wird nie umfassend informiert sein...scheint die Quelle auch noch so seriös. Dessen sollte man sich bewusst sein.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

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