1. #1
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    Ich steh im Nebel

    Ich steh im Nebel,
    allein im Dämmerlicht des späten Tages.
    Nur Jammerlaute dringen an mein Ohr
    und scharfe Winde zerren wild an mir.
    Ein Zug fährt in das Dunkel einer langen Nacht.
    Da kommt noch einer!
    Es könnte schon der Letzte sein!
    Du steigst ein und nichts von Dir bleibt auf den Gleisen,
    auf welchen ich mit Dir gemeinsam fuhr.
    Ich bleib zurück
    und Du entschwindest in der Dämmerung,
    die mich umgibt
    und schleichend in mich dringt.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Hallo Hans!

    Die Zeilen finde ich persönlich gut, und habe sie gerne gelesen, allerdings stellt sich mir eine Frage.

    Das LI "steht (jetzt) allein" - am Bahnhof (?) - während Jammerlaute ans Ohr dringen.
    Das LI sieht Züge vorbeifahren.. in welche dann der "verlorene" Partner (?) einsteigt.. und das LI alleine zurück lässt.

    Da das LI jetzt rein theoretisch schon vor dem Verlassen werden alleine am Bahnhof steht.. und auch Jammerlaute hört, obwohl es alleine ist.. stellt sich mir die Frage, ob das LI jetzt "irgendwo" im Nebel steht, den Bahnhof nur gedanklich vor sich sieht.. und selbst "jammert", und auf diese Weise einer verlorenen Beziehung nachtrauert.. oder ob sich die Situation wirklich am Bahnhof abspielen sollte, und der Partner wirklich an diesem Bahnhof in einen Zug steigt.

    "Ich steh (allein) im Nebel" weisst ja evtl. schon darauf hin, dass die Szene sich vielleicht nicht direkt an diesem Bahnhof abspielt.
    Falls doch.. würde ich das "allein" in V2 evtl. überdenken (oder die Wahl der Zeitformen). Falls der Bahnhof nur fiktiv im Geiste des LI vorhanden sein sollte.. hätte ich nichts zu "kritisieren"

    LG, Lightning
    Geändert von Lightning (22.05.2019 um 09:29 Uhr)
    Des langen Tages Arbeitslohn
    ist die Nacht - ich schlafe schon.

  3. #3
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    Langsam begegnet du dir selbst in uns. Geile schleife im Feedback dessen was ein Forum so ausmacht.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  4. #4
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    Lb. Lightning,

    der Bahnhof und die Züge sind symbolisch zu verstehen. Es geht um eine nahestehende Person, die sich in einem kritischen (gestig/körperlich) Zustand befindet, durch welchen sie das LI alleine lässt.

    LG Hans

    Lb. Terrorist,

    das LI begegnet sich selbst in der Beziehung zum LD und der Empindung zu diesem.

    LG Hans
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  5. #5
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    Und die Empfindung entspringt woher? Deiner prozentualen Verteilung zwischen LI und LD.
    Der Roman: "Verballistik"
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  6. #6
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    Lb. Terrorist,

    Die Empfindung enspringt der Wahrnehmung (Realität) und die Verteilung ergibt sich aus den Zuständen und der subjektiven Empathie.

    LG Hans
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  7. #7
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    Bloss witzig dass LI und LD keine autonome Wahrnehmung haben. Du erwähnst ja nur Sichtweisenresultate.
    Der Roman: "Verballistik"
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  8. #8
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    Lb. Terrorist,

    die Sichtweisen sind es doch, die auf die Psyche wirken und zu Resultaten führen. Das Resultat ist hier das Zurückbleiben in der Dämmerung die in das LI dringt (Verwirrung in der Einsamkeit).

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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