1. #1
    Registriert seit
    Jun 2019
    Beiträge
    3

    Meine erste Kurzgeschichte

    Hallo,
    mit diesem Beitrag finde ich heute endlich den Mut eine meiner Kurzgeschichten mal in einem Forum zu posten.
    Ich möchte hier Kritik außerhalb des Freundes- und Familienkreises finden, und hoffe auf Vorschläge zur Verbesserung meiner Geschichte.
    Ich hoffe Sie gefällt euch



    Ihr Name war Elise

    Die Sonne scheint fast schon zu grell und ich muss auf der Decke im Park die Augen zusammen kneifen. Der Tag war anstrengend aber ich zwinge mich weiter die Wolken zu beobachten und nicht darüber nachzudenken.
    Das Licht ist zu hell, sodass ich ein paar mal blinzeln muss, um ihre Formen klar zu erkennen. Früher konnte ich nicht genug davon bekommen in den flauschigen, weißen Riesen nach Formen zu suchen und ihnen dann Namen zu geben oder eine Geschichte für sie zu erfinden.
    Ich versuche angestrengt etwas zu erkennen und nach einer gefühlten halben Ewigkeit meine ich ein Haus erkennen zu können. Es folgen weiter Figuren in den Wolken wie ein Koffer und ein Hut aber sie schaffen es nicht mich wie früher in ihren Bann zu ziehen.
    Ich bin beinahe dabei das kindische Spiel abzulegen.. Doch als ich zu dem weißen Haus aus Wolken zurück Blicke sehe ich, wie sich dessen Tür öffnet und ein kleines Mädchen herausläuft. Ich Blicke mich zu den anderen Leuten um aber keinem außer mir scheint das Mädchen aufzufallen.
    Ich Blicke wieder zu ihr hoch sie ist ebenfalls aus kleinen weißen Wolken geformt.
    Um das Haus herum formt sich langsam ein Garten. In dessen Mitte steht ein großer Baum mit einer Schaukel.
    Das Mädchen hüpft glücklich um den Baum herum und setzt sich schließlich auf die Schaukel. Sie bewegt ihre Beine, um Schwung aufzunehmen und Höhe zu gewinnen. Als ich sie eine Weile beobachtet habe hebt sie eine ihrer kleinen Hände und winkt. Wieder Blicke ich mich um.. Ich deute auf mich und zu meiner Verwunderung nickt sie.
    Ich winke ihr zögernd zurück und hoffe das mich keiner der umliegenden Leute sieht.
    Ich unterdrücke ein Kichern.. Ich winke einem Mädchen in den Wolken.
    Erst jetzt fällt mir auf wie hübsch eben dieses Mädchen in ihrem weißen Kleidchen ist. Nach ein paar Minuten, in denen ich nichts weiter getan habe, als fasziniert in dem Himmel zu starren, erhebt sie sich von der Schaukel und tanzt jetzt um den Baum herum. Sie dreht sich immer wieder und wieder im Kreis bis sie sich auf einmal in viele noch kleinere Wölkchen verwandelt.
    Zuerst bin ich traurig darüber das Mädchen verschwinden zu sehen doch das Gefühl weicht schnell, um den staunen darüber Platz zu machen, das sich jedes einzelne der Wölkchen in einen Vogel verwandelt und davon fliegt.

    Ich schaue den Vögeln hinterher bis ich den letzten von ihnen verschwinden sehe und mit ihm macht auch der Traum der Realität wieder Platz.
    Ich blinzle wieder in die Sonne und schaue mich um. Inzwischen ist der Himmel wolkenlos.
    Ich stehe auf und Strecke mich um den seltsamen Traum aus meinen Gliedern zu vertreiben.
    Gerade als ich meine Arme über den Kopf hebe und in den Himmel Blicke sehe ich ein kleines weißes Wolkenhaus. Und aus dem Fenster winkt das kleine Wolkenmädchen...
    Ich erstarre mitten in der Bewegung.. Dieses Mal kann ich das Lachen nicht zurückhalten.
    Und da stehe ich.. ein Erwachsener Mann im Anzug, barfuß auf der Wiese im Park der mit hochgestreckten Armen lauthals lacht. Dieses Mal ist mir egal was die Leute von mir denken. Ich klemme mir meine Anzugjacke unter den Arm und schnappe mir meine Schuhe. Ich winke dem Wolkenmädchen und renne ohne meine Schuhe wieder anzuziehen aus dem Park.
    Das Mädchen hab ich danach nie wieder gesehen.. Aber sie hat mir geholfen das Kind in mir wieder zu wecken. Auch wenn ich es mir bis heute nicht erklären kann bin ich ihr dankbar. Und wenn ich mal wieder eine Auszeit brauche lege ich mich
    an sonnigen Tagen auf die Wiese im Park und kichere leise vor mich hin während ich die wildesten Formen und Figuren entdecke und ihnen Namen gebe – Ihr Name war Elise.

  2. #2
    Registriert seit
    Nov 2011
    Ort
    Im Mietzhaus
    Beiträge
    1.771
    Hallo Kalehni,

    ich mag Kurzgeschichten sehr und kann dir gleich sagen, dass ich deine besonders gut gelungen finde.
    Doch bevor ich auf den Inhalt eingehe, möchte ich noch kurz grammatisch und orthografisch einige Klarheiten beseitigen

    Zitat Zitat von Kalehni
    Ihr Name war Elise

    Die Sonne scheint fast schon zu grell und ich muss auf der Decke im Park die Augen zusammen kneifen. Der Tag war anstrengend, aber ich zwinge mich weiter, die Wolken zu beobachten und nicht darüber nachzudenken.
    Das Licht ist zu hell, sodass ich ein paar mal blinzeln muss, um ihre Formen klar zu erkennen. Früher konnte ich nicht genug davon bekommen, in den flauschigen, weißen Riesen nach Formen zu suchen und ihnen dann Namen zu geben oder eine Geschichte für sie zu erfinden.
    Ich versuche angestrengt etwas zu erkennen und nach einer gefühlten halben Ewigkeit meine ich ein Haus erkennen zu können. Es folgen weiter Figuren in den Wolken wie ein Koffer und ein Hut, aber sie schaffen es nicht, mich wie früher in ihren Bann zu ziehen.
    Ich bin beinahe dabei, das kindische Spiel abzulegen. (Hier habe ich den zweiten Punkt mal weggemacht, war sicherlich keine Absicht.) Doch als ich zu dem weißen Haus aus Wolken zurückblicke, sehe ich, wie sich dessen Tür öffnet und ein kleines Mädchen herausläuft. Ich blicke mich zu den anderen Leuten um, aber keinem außer mir scheint das Mädchen aufzufallen.
    Ich blicke wieder zu ihr hoch, sie ist ebenfalls aus kleinen weißen Wolken geformt.
    Um das Haus herum formt sich langsam ein Garten. In dessen Mitte steht ein großer Baum mit einer Schaukel.
    Das Mädchen hüpft glücklich um den Baum herum und setzt sich schließlich auf die Schaukel. Sie bewegt ihre Beine, um Schwung aufzunehmen und Höhe zu gewinnen. Als ich sie eine Weile beobachtet habe, hebt sie eine ihrer kleinen Hände und winkt. Wieder blicke ich mich um. (Auch hier habe ich wieder aus demselben Grund den zweiten Satzpunkt entfernt. Falls es doch Absicht war, würde ich es eher durch drei Punkte darstellen.) Ich deute auf mich und zu meiner Verwunderung nickt sie.
    Ich winke ihr zögernd zurück und hoffe, dass mich keiner der umliegenden Leute sieht.
    Ich unterdrücke ein Kichern. (Auch hier wieder ein doppelter Satzpunkt ) Ich winke einem Mädchen in den Wolken.
    Erst jetzt fällt mir auf, wie hübsch eben dieses Mädchen in ihrem weißen Kleidchen ist. Nach ein paar Minuten, in denen ich nichts weiter getan habe, als fasziniert in dem Himmel zu starren, erhebt sie sich von der Schaukel und tanzt jetzt um den Baum herum. Sie dreht sich immer wieder und wieder im Kreis, bis sie sich auf einmal in viele noch kleinere Wölkchen verwandelt.
    Zuerst bin ich traurig darüber, das Mädchen verschwinden zu sehen, doch das Gefühl weicht schnell, um dem Staunen darüber Platz zu machen, dass sich jedes einzelne der Wölkchen in einen Vogel verwandelt und davon fliegt.
    (Hier verstehe ich ehrlich gesagt die Leerzeile nicht, einen inhaltlichen Cut kann ich zumindest nicht erkennen.)
    Ich schaue den Vögeln hinterher, bis ich den letzten von ihnen verschwinden sehe und mit ihm macht auch der Traum der Realität wieder Platz.
    Ich blinzle wieder in die Sonne und schaue mich um. Inzwischen ist der Himmel wolkenlos.
    Ich stehe auf und strecke mich, um den seltsamen Traum aus meinen Gliedern zu vertreiben.
    Gerade als ich meine Arme über den Kopf hebe und in den Himmel blicke, sehe ich ein kleines weißes Wolkenhaus. Und aus dem Fenster winkt das kleine Wolkenmädchen... (Hier sind die drei Punkte sicherlich mit Absicht gewählt worden. Normalerweise beginnt man einen Satz ja nicht mit "und", aber hier finde ich es sehr passend.)
    Ich erstarre mitten in der Bewegung. (Auch hier wieder ein doppelter Satzpunkt. Mittlerweile bin ich überzeugt, die haben irgendeine Bedeutung, die ich noch nicht verstehe ) Dieses Mal kann ich das Lachen nicht zurückhalten.
    Und da stehe ich. (Auch hier wieder.) ein erwachsener Mann im Anzug, barfuß auf der Wiese im Park, der mit hochgestreckten Armen lauthals lacht. Dieses Mal ist mir egal, was die Leute von mir denken. Ich klemme mir meine Anzugjacke unter den Arm und schnappe mir meine Schuhe. Ich winke dem Wolkenmädchen und renne, ohne meine Schuhe wieder anzuziehen, aus dem Park.
    Das Mädchen habe (Da du vorher immer "habe", "werde", ... geschrieben hast, würde ich das hier nicht anders machen.) ich danach nie wieder gesehen. (Doppelter Satzpunkt ) Aber sie hat mir geholfen, das Kind in mir wieder zu wecken. Auch wenn ich es mir bis heute nicht erklären kann, bin ich ihr dankbar. Und wenn ich mal wieder eine Auszeit brauche, lege ich mich
    an sonnigen Tagen auf die Wiese im Park und kichere leise vor mich hin, während ich die wildesten Formen und Figuren entdecke und ihnen Namen gebe – Ihr Name war Elise.
    Nun, so viel ist es ja doch nicht, hauptsächlich fehlende Kommas, aber das kann man verzeihen. Gibt ja genug künstlerische Freiheit, auch einfach alle Sazzeichen wegzulassen (z.B.).

    Inhaltlich hat mich deine Geschichte sehr angesprochen, ich finde sie sehr schön geschrieben, es gibt einen roten Faden, beginnt typisch für eine Kurzgeschichte mitten im Geschehen und schildert ausführliche Eindrücke.
    Besonders gelungen finde ich folgende Sätze:
    Früher konnte ich nicht genug davon bekommen in den flauschigen, weißen Riesen nach Formen zu suchen und ihnen dann Namen zu geben oder eine Geschichte für sie zu erfinden.
    "Flauschige, weiße Riesen" gefallen mir sehr. Wir kennen das doch alle, wenn man wie in Trance in die Wolken starrt und sich fragt, woher sie kommen und wohin sie gehen. Wie gern würde ich die Geschichten kennenlernen, die dein prosaisches Ich sich für unsere Wolkenriesen ausdenkt.
    Das Mädchen hüpft glücklich um den Baum herum und setzt sich schließlich auf die Schaukel. Sie bewegt ihre Beine, um Schwung aufzunehmen und Höhe zu gewinnen.
    Sehr bildlich beschrieben, was mir gut gefällt. Dadurch kann man es sich sehr genau vorstellen, ohne eine vorgefertigte Meinung zu haben, wie Garten, Haus und Schaukel aussehen. Bleibt also genug Platz für die eigene Fantasie.
    Ich unterdrücke ein Kichern.. Ich winke einem Mädchen in den Wolken.
    Kindlich, aber süß und wunderschön.
    Zuerst bin ich traurig darüber das Mädchen verschwinden zu sehen doch das Gefühl weicht schnell, um den staunen darüber Platz zu machen, das sich jedes einzelne der Wölkchen in einen Vogel verwandelt und davon fliegt.
    Auch hier wieder eine sehr bildhafte Sprache, sehr schöne Vorstellung, erst Mädchen, dann Wolken, dann Vögel. Irgendwie eine sehr weiche Vorstellung.
    Ich stehe auf und Strecke mich um den seltsamen Traum aus meinen Gliedern zu vertreiben.
    Leider holt uns die Realität oftmals unverhofft und viel zu schnell ein.
    Und da stehe ich.. ein Erwachsener Mann im Anzug, barfuß auf der Wiese im Park der mit hochgestreckten Armen lauthals lacht.
    Einfach eine schöne, wenn auch ein wenig verrückte Vorstellung.
    Das Mädchen hab ich danach nie wieder gesehen.. Aber sie hat mir geholfen das Kind in mir wieder zu wecken. Auch wenn ich es mir bis heute nicht erklären kann bin ich ihr dankbar.
    Eine kleine Prise Melancholie sollte jedes gesunde Leben würzen.

    Sehr gern gelesen, hier und da geschmunzelt und ein klein wenig wehmütig daran gedacht, dass man als Erwachsener viel öfter einfach mal das innere Kind herauslassen sollte. Vielen Dank für diesen Gedankenanstoß.

    Viele Grüße und ein kräftiges Miau,
    Thrillermietze
    Zeige denen, die dich fallen sehen wollen, dass du ohne Flügel fliegen kannst.


    Auf den Spuren der Krimikatze

  3. #3
    Registriert seit
    May 2019
    Ort
    München
    Beiträge
    58
    Was für ein präzises und hilfreiches Lektorat!
    Wow.
    greetse
    ww
    alis nil gravius, o nycticorax

  4. #4
    Registriert seit
    Jun 2019
    Beiträge
    3
    Hallo Thrillermietze,

    danke für deine so ausführliche Antwort und die Korrektur! Es freut mich sehr, dass dir meine Geschichte gefällt. Die Geschichte wurde während einer Urlaubsfahrt am Handy verfasst, da achte ich wohl noch weniger auf die Satzzeichen als ohnehin schon. Der Absatz war ein Versehen, dieser war am Handy ebenfalls nicht so gut zu erkennen. Das mit den drei Punkten werde ich mir merken. ^^

    Liebe Grüße,
    ~Kalehni

  5. #5
    Registriert seit
    Jun 2009
    Beiträge
    1.866
    Hallo Kalehni

    hast ja schon eine ausführliche und hilfreiche Rückmeldung bekommen. Ergänzend:

    Statt "Ihr Name war Elise"...würde ich die Geschichte einfach "nur" Elise nennen.

    Und das gleich aus mehreren Günden. Ihr Name ist vermutlich immer noch Elise...zudem macht es glaubhafter, dass sie dir (emotional) nah geblieben ist.


    Die Sonne scheint fast schon zu grell und ich muss auf der Decke im Park die Augen zusammen kneifen.
    In einem Wort...also zusammenkneifen. Ist ein eigenständiger Begriff...da sich zusammen nicht auf die Gemeinsamket (beide Augen zusammen)...sondern auf den Zustand (nicht offen) bezieht.

    Der Tag war anstrengend, aber ich zwinge mich weiter, die Wolken zu beobachten und nicht darüber nachzudenken.
    die markierten Wörterlöschen

    Der Tag war anstrengend, ich zwinge mich die Wolken zu beobachten und nicht darüber nachzudenken.

    Das Licht ist zu hell, sodass ich
    Das Licht, zu hell, sodass....

    Du erzählst in der Gegenwartsform...was ich gut finde...was aber auch eine große Herausforderung ist, denn da gilt es vom Beschreibmodus (war, ist...) in den Erlebmodus zu schalten.

    weißen Riesen nach Formen zu suchen und ihnen dann Namen zu geben oder eine Geschichte für sie zu erfinden.
    Das Ly-I erfindet die Geschichten nicht für die Wolken (erzählt sie nicht den Wolken)...sondern um die Wolken. Also Geschichten, die sich rund um die Wolken drehen.

    Ich versuche angestrengt etwas zu erkennen und nach einer gefühlten halben Ewigkeit meine ich ein Haus erkennen zu können.
    Da beides (der Versuch und das Gelingen) nicht zur gleichen Zeit passiert...solltest Du "und " absetzen...

    Ich versuche angestrengt etwas zu erkennen - und nach einer gefühlten halben Ewigkeit meine ich ein Haus erkennen zu können.

    und nach einer gefühlten halben Ewigkeit meine ich ein Haus erkennen zu können
    "meine" nur dann...wenn Du diese Meinung mit einer dritten Person verhandelst. Du erkennst darin ein Haus...dann ist das meinungsfrei so. Also:

    und nach einer gefühlten halben Ewigkeit erkenne ich ein Haus.

    noch besser

    und nach einer gefühlten Ewigkeit erkenne ich ein Haus.

    denn "halben" ist hier ein Füllwort - macht im Kontext mit der Ewigkeit (für die es keine Halbwertszeit gibt) keinen Sinn.

    Es folgen weiter Figuren in den Wolken wie ein Koffer und ein Hut, aber sie schaffen es nicht, mich wie früher in ihren Bann zu ziehen.
    Es folgen weitere Figuren, wie ein.....

    ---------------------------------------------------------------------------------------------

    Hier muss ich ein Break machen - komme später nochmal zu deiner (schönen) Geschichte zurück.

    Gruß, A.D.

    Weiter gehts im Text:

    Das Mädchen hüpft glücklich um den Baum herum und setzt sich schließlich auf die Schaukel. Sie bewegt ihre Beine, um Schwung aufzunehmen und Höhe zu gewinnen. Als ich sie eine Weile beobachtet habe, hebt sie eine ihrer kleinen Hände und winkt
    Du siehst...da lässt sich einiges zur Verhandlung stellen...z.B. ob ein Mädchen glücklich hüpft (denn wie hüpft man unglücklich?!?)...oder ob ein glückliches Mädchen hüpft.

    zum Baum: da, wo Du die Möglichkeit hast eine Szene mit lebendigen Bilder auszustatten, solltest Du diese Chance auch ergreifen. Im obigen Fall heißt das nicht irgendein Baum...sondern ein ganz konkreter - z.B. ...hüpft um die zweihundert Jahre alte Eiche....

    Es geht also darum eine gesunde Balance zu finden...zwischen Bildern...die Du lieferst...und Bilder...die du bewusst schuldig bleibst...sodass der Leser seine eigene Fantasie mit einbringen kann.


    zu: ..
    und setzt sich schließlich auf die Schaukel.
    auf "schließlich" würde ich hier verzichten - es tut nichts zur Sache...und so hast Du (durch die geschaffene Luft) z.B. die Möglichkeit die Schaukel näher zu beschreiben. Sozusagen an einer Stelle einen Begriff (der keinen Mehrwert hat) entnehmen...um die gewonnen Ressourcen an anderer Stelle zu investieren. So wird dein Text lebendiger...ohnen dass Du ihn aufblähen musst.


    zu:
    Als ich sie eine Weile beobachtet habe, hebt sie eine ihrer kleinen Hände und winkt.
    In der Kombination als/habe entrückst du sowohl der "Zeit"...als auch dem Bild. Es gilt "als" und "habe" zu eliminieren.
    Ebenso hat es keinen Mehrwert die Hände als klein zu bezeichnen. Niemand wird vermuten, dass die Hände eines Mädchens so groß wie Schaufeln sind. Auch geht man davon aus, dass das Mädchen "nur" mit einer Hand winkt - also "eine ihrer.." ist ebenso überflüssig.

    deshalb:

    Nachdem ich sie bereits eine Weile beobachte, hebt sie eine Hand in die Höhe und winkt.

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Break...nachher Teil 3

    Teil 3

    Ich winke einem Mädchen in den Wolken.
    Erst jetzt fällt mir auf, wie hübsch eben (Füllwort)dieses Mädchen in ihrem weißen Kleidchen ist.
    In diesem Fall "seinem"...da mit Mädchen (es) im gleichen Satz.

    Sie dreht sich immer wieder und wieder im Kreis, bis sie sich auf einmal in viele noch kleinere Wölkchen verwandelt.
    markierte Wörter streichen


    Zuerst bin ich traurig darüber, das Mädchen verschwinden zu sehen, doch das Gefühl weicht schnell,
    zunächst...da auf ein unregulierbares) Gefühl (geht dir nah...) bezogen...und nicht auf eine bewusste Handlung. Gegenbeispiel: zuerst mähe ich den Rasen, dann hänge ich die Wäsche auf.." (rational)


    Ich schaue den Vögeln hinterher, bis ich den letzten von ihnen verschwinden sehe und mit ihm macht auch der Traum der Realität wieder Platz.
    markierte Wörter streichen. Nach "sehe" kein "und"...sondern ein Komma (den Nebensatz entsprechend umbauen)

    Ich blinzle wieder (streichen) in die Sonne und schaue mich um

    Ich schaue den Vögeln hinterher, bis ich den letzten von ihnen verschwinden sehe und mit ihm macht auch der Traum der Realität wieder Platz.
    Ich blinzle wieder in die Sonne und schaue mich um. Inzwischen ist der Himmel wolkenlos.
    Ich stehe auf und strecke mich, um den seltsamen Traum aus meinen Gliedern zu vertreiben.
    merkst Du vermutlich selbst. Du zählst auf...zwar auch eine Art des Erzählens...doch solltest Du hier die Bilder sprechen lassen.

    Aber sie hat mir geholfen, das Kind in mir wieder zu wecken. Auch wenn ich es mir bis heute nicht erklären kann, bin ich ihr (.....dafür) dankbar.
    marliertes streichen, dafür "dafür" vor dankbar.


    Und wenn ich mal (Füllwort) wieder eine Auszeit brauche, lege ich mich
    an sonnigen Tagen auf die Wiese im Park und kichere leise vor mich hin, während ich die wildesten Formen und Figuren entdecke und ihnen Namen gebe – Ihr Name war Elise.
    ...und ihnen Namen gebe wie - Elise.

    Gruß, A.D.
    Geändert von Nachteule (08.06.2019 um 22:47 Uhr) Grund: Dreifachpost
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  6. #6
    Registriert seit
    Jun 2019
    Beiträge
    3
    Hallo AndereDimension,
    ich danke auch dir für deine umfangreiche Antwort. Ich bin leider erst heute dazu gekommen sie einmal komplett zu lesen da ich ,nach dem oben bereits erwähnten Urlaub, erst mal wieder alles aufarbeiten musste was so liegen geblieben ist :I Das mit den lebendigen Bildern war ein sehr guter Tipp! Und auf meine Füllwörter muss ich wohl besser aufpassen
    Grüße, Kalehni

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Meine erste Lektion
    Von Carolus im Forum Diverse
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28.05.2017, 20:06
  2. Meine erste Liebe
    Von contumax im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 05.11.2009, 21:00
  3. Meine erste Liebe
    Von xyz47xyz im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 05.03.2007, 17:13
  4. Meine erste Liebe
    Von DramaQueen im Forum Liebe und Romantik
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 04.10.2006, 17:55
  5. Meine erste Vision
    Von Nocturnal im Forum Mythisches, Religiöses und Spirituelles
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 10.04.2005, 09:36

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden