Neulich saß ich mal wieder
mit einem, den die Liebe verließ
und sein Rumgeheule tat mir
auch Leid bis er
mich fragte
ob ich nicht Lust hätte
mit ihm in den Puff zu gehen,
er hätte im Internet eine hübsche Nutte
gesehen und er hätte einfach Lust
sich in einem solchen Drecksloch
den Frust rauszustoßen.
Nachdem ich ihn rausgeschmissen
habe guckte ich im Internet. Und sah
eine junge, wunderschöne, wunderschöne
Traumfrau in meinem Alter. Und ich sah
einen tränengetränkten Weg vor mir
der sie von Polen in dieses gottverlassene
Höllennest führte. Und ich hörte
dieses Gegrunze.

Und ich rief sie an und bat sie
vielleicht
nicht zu öffnen, wenn es gleich klingelt
und sie fragte
eher wütend
vielleicht
was das solle
schließlich sei sie
nur ein Sparschwein
mit einer Fotze als Geldschlitz.
Ein Satz, den sie sich selber schon
tausend Mal gesagt haben muss,
so kam er
aus der Pistole geschossen.

Vor dem Einschlafen höre ich
noch manchmal dieses Tuten danach,
vor dem EInschlafen höre ich
noch manchmal, wie ein Hämmer fällt
und rosa Porzellan in Stücke schlägt.
Vor dem Einschlafen sehe ich
eine Hand mit Schlagringen das Geld
zwischen den Scherben sammeln
und vor dem Einschlafen sehe ich
noch manchmal wie zarte Hände
mit angedickten Tränen, die nicht mehr
fließen, nur noch zusammen halten,
die Scherben zusammen fügen.

Und vor dem Einschlafen
höre ich noch immer
dieses Grunzen.