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Thema: frieden

  1. #16
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    "Schäl Sick"
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    Ein gewaltsames Aufbrechen oder Aufweichen von Gruppierungen, die sich über Jahrtausende gebildet haben, halte ich ebenfalls nicht für sinnvoll. Zu deiner Frage, was ich persönlich als "eigene Sippe" bezeichne: Die ist für mich Grenzen -, also Länder- und Kontinent-überschreitend. Zu "meiner Sippe" (mal auf den Menschen beschränkt) zählen alle sich sozialverträglich verhaltenden Menschen. Diejenigen, die ihr (naturgegebenes) komplexes Gehirn einsetzen, um friedlich nebeneinander existieren zu können.

    Um nochmal kurz auf #13 von dir zurückzukommen: Ich glaube, so schnell wird es keine Spezies geben, die den Menschen an der Spitze ablösen wird.

  2. #17
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    hallo ihr lieben

    ich kam nicht so schnell mit auf jeden kommentar eine antwort zu schreiben
    ich bin auch nicht so gut darin. es war schon interessant zu lesen wie es verschiedene
    meinungen zu diesem thema gab.
    ich danke euch allen für eure kommentare. habe mich sehr darüber gefreut.

    liebe grüsse margot

  3. #18
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    Alles unbenommen, aber: Krieg ernährt sich von Kriegen. Ja, es wird mehr. Ja, es wird schlimmer. Weil auch falsche Entwicklungen dazu verdammt sind, zu Ende zu gehen, sei dem ersten Fortschritt. Und das Biest, von dem wir hier reden. Ist ganz kurz vorm Platzen. Und das Ergebnis wird erstmal ein hässliches sein, bei dem, was es alles verschlungen hat. Das wird richtig hässlich. Nur dann, dann ist die Tür offen. Ein einziges Mal, fpr einen Moment. Wenn nicht nur um den Mensch keiner mehr weiter weiß, sondern auch nichts mehr im Mensch. Dann sollte man es wenigstens versuchen, bei null anzufangen. Eigentlich sind wir das dem Planeten, dem vergossenen Blut, den Tränen, dem Leid, schuldig. Und als erstes sollte man sich, muss man sich Mensch, er sich, er sich, sich KLAR WERDEN: Eine Spitze gibts hier nicht. Selbst oben auf der Nahrunfskette verdauen dich am Ende Bakterien. Und wenn du das erste Lebewesen bist, dass nicht nur nicht in der Lage ist, sich verändernde Umstände nicht nur nivht zu überleben. Sondern diese in Rekordzeit auch noch selbst herzustellen. Dann bedeutet das im Sinne des Darwinismus: gäbe es eine Kette, wäre der Mensch hinter jedem Pantoffeltierchen anzusiedeln, eigener, anerkannter Wissenschaft zufolge.
    Nächster Punkt: "Survival of the fittest" ist eine tödlich-fatale Fehlannahme. Beweisbar. Am Ende der Saurierzeit verloren dise, nachweisbar, erwiesen, ihre Verteidigungswaffen.Die, die welche brauchten, die Pflanzenfresser. Beispiel Triceratops: Seine Hörner wuchsen nicht mehr gerade nach vorne. Sondern zur Seite weg. Wurden so nutzlos WISSENSCHAFTLICHE TATSACHE. Was der Wissenschaft noch nicht klar ist: warum? Antwort: Velociraptor. Sich anbahnende Intelligenz. Hätte zur Folge gehabt: Alle Pflanzenfresser, groß wie Triceratops, ja, wären ausgestorben. Die kleineren wären reine Fluchtiere geworden, die ebenfalls hätten Strategien entwickeln müssen. Und so Intelligenz entwickelt hätten. Was zeigt: survival of the fittest ist Blödsinn, ist es schon in dem Moment, in dem den Pflanzenfressern die Waffen genommen werden. Weil die Evolution eingreift, Umstände schafft, die Entwicklungen zur Folge HABEN MÜSSEN. Und das ist: WISSENSCHAFTLICHE TATSACHE. Nachzuschlagen. Nur kommt einem "survival of the fittest" recht gelegen, mit Bewaffung bis unter die Zähne. Ohne siehst du aus wie ein Idiot. Und DAS ist dem Mensch wichtiger als Frieden, in jedem Fall.

    Angenommen hier gäb es andere Welten, die den Menschen beschauten. Dann wirkte er recht dämlich so an seiner Spitze

    Und wieso heißt es, dass ich nur an Frieden glauben kann, wenn ich ein realitätsferner Luftgucker bin? Ist doch quatsch, glaub mal, ich weiß ganz gut wie es steht und stand. aber wenn ich nicht mehr glaube, es könnt werden. Habe ich nicht nur kapituliert. Sondern bin Teil des Problems. Dann kann ich abdanken. Tatsächlich, es steht zu befürchten: Wenn alle Systeme aufbrechen, von innen nach außen und zurück. Und es könnte Stunde null heißen. Dass dann der Schlaumeier Mensch noch anfängt zu erklären, wer sich am besten wie bewaffnet. Sicherheitshalber.
    Eigentlich, so lange der Mensch Waffen braucht zum Leben: ist das Prädikat intelligenz abzuerkennen. Wer kurz zurück an die Dinos denken will: Intelligenz, wie Diamanten. Entsteht unter Druck. Oder glaubt ihr, der Mensch hat eines Tages willentlich beschlossen, sein Fell ausfallen zu lassen? Nicht überlebensfähig zu sein, wie er ist, nicht auf der Jagd, nicht bei der Verteidigung, nicht in seinem Rudel. Eher nicht. Das war die Evolution. Und das Leben reagierte. Also, allein an der eigenen Geschichte. Ist survival of the fittest schwer zu halten.

    Aber gut.

    Peace

    Peace
    Geändert von Crackaveli (18.06.2019 um 17:28 Uhr)
    Mein armer Briefkasen,
    für ihn gibt es kein Rasten.
    Er klappert und quietscht schief.
    Durch seine Schießtscharte
    steckt das Leben eine Grußkarte.
    Scheiße, du bist das Motiv,

  4. #19
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    Hallo Margot,
    drei Zeilen haben ein großes Echo hervorgerufen. Obwohl ich von Natur aus Pessimist bin, sehe ich mich doch außerstande, eine Zukunftsprognose zu machen. Es ist nicht alles so gut wie es sein könnte, aber auch nicht alles so schlecht wie es scheint. Lernt die Menschheit aus der Geschichte?
    Warum gibt es dann nach Auschwitz wieder Neonazis, und nach den Hexenverbrennungen noch religiöse Verirrungen?
    Wenn es nur Zeit bräuchte, um alles zum Guten zu wenden, dann dürfte es nur noch Gutes geben, denn Zeit ist ja genug vergangen.

    Alfredo

  5. #20
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    hallo alfredo

    ich selbst war auch sehr erstaunt uber das grosse echo welches diese drei zeilen
    hervorgerufen haben.es war ein thema zum diskutieren. ich habe mich sehr über die vielen
    kommentare gefreut
    hier möchte ich mich noch einmal bei allen bedanken

    liebe grüsse margot

  6. #21
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    Huhu!

    Na.. diese 3 Zeilen.. in der "Philosophenecke".. können nur zu einem großen Echo führen *g*
    Immerhin.. beinhalten sie mehr oder weniger die ganze Welt. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft der Menschheitsgeschichte.
    Da trau ich mich gar nicht zu schreiben.. immer, wenn ich "kurz" schreiben will.. steht ein halber Roman hier. Ist mir fast schon peinlich.
    Crackavelis Meinung.. schließe ich mich jedenfalls an

    Eigentlich, so lange der Mensch Waffen braucht zum Leben: ist das Prädikat intelligenz abzuerkennen.
    Schön gesagt, Pantoffeltierchen. finde ich auch gut. (Sry, Satzzeichen falsch gesetzt. Betrachte es als Kompliment)
    Ich sage mal.. wenn kleinste Zellen in der Lage sind.. aus der Vorlage eines DNA-Codes "Leben" - auch Menschen - zu "erschaffen".. besitzen sie dann wirklich keine "Intelligenz"? Oder verstehen wir diese nur nicht? Nur, weil wir denken zu wissen, wie etwas ist.. heisst es nicht, dass es nicht auch anders sein kann.

    Naja.. und ein weltweit friedliches Zusammensein auf Augenhöhe.. ist zwar im Moment sehr unwahrscheinlich.. aber iiiiirgendwann - denke ich - wird es dazu kommen. Mein Hintergedanke dabei ist.. dass es - auch Evolutionstechnisch betrachtet - sinnvoll erscheint, wenn der Mensch das "Leben" ins All tragen würde. Vor allem.. wenn das Leben auf der Erde das einzige wäre - was ich mir allerdings schwer vorstellen kann. Für mich ist es auch eine Sache, die der Menschheit fehlt.. ein gemeinsames Ziel, nach dem wirklich alle streben. Das Universum scheint mir diesbezüglich das einzig sinnvolle Ziel.. wenn man sehr weit nach vorne blickt. Alles andere sind "Unannehmlichkeiten", die vorher erledigt werden müssen. Globalisierung.. Gleichberechtigung (wir stehen noch bei Mann und Frau.. ich meine.. unter "Allen").. Abschaffen des Geldes.. Nachhaltige "Produktion".. ich zähle lieber gar nicht weiter auf. Da wird sicher schon die Abschaffung des Geldes noch einige hundert Jahre dauern.. und dass es friedlich dazu kommen wird.. wage ich auch zu bezweifeln. Wenn es "so" weiter geht.. werden sich irgendwann die "Hungernden" erheben..

    Was Evolution angeht.. bin ich der Meinung, dass wir uns so lange selbst "zerstören", bis wir es schaffen, durch Fortschritt und mehr Miteinander auch mehr Menschen "gut" versorgen zu können. Wir haben keine natürlichen Feinde.. also dezimieren wir uns - noch - selbst.. sonst wäre schon längst kein Platz mehr, auf dieser kleinen Welt. Und je näher wir daran sind, einen weiteren Planeten zu "besiedeln".. desto weniger werden wir uns selbst zerstören.. bis die Selbstzerstörung im multiplanetaren Dasein endet (und irgendwann wieder beginnt). Das ist jedenfalls meine "Hoffnung". Das könnte man jetzt als Theorie einer geistigen Evolution betrachten.. oder als Glaube an ein natürliches Gleichgewicht. Geburtenkontrolle wird sicher auch irgendwann zum größeren Thema. .. aber gut.. um irgendetwas von dem, was ich mir erhoffe noch mitzuerleben.. müsste ich wohl ziemlich lange leben.Was mich zur Meinung bringt, dass der Mensch das Leben ins All tragen "muss/soll".. ist z.B. auch, dass wir das einzige Leben auf diesem Planet sind, das durch Gentechnik bereits ausgelöschtes Leben wieder "auferstehen" lassen könnte. Warum "durften" wir dieses Wissen erlangen? Und warum sind immer mehr Menschen interessiert, an KI, Robotik und Weltall?

    Ich denke.. in der jüngeren Generation auch zu erkennen, dass diese durchaus etwas verändern möchte.. und auch schon dabei ist. Ich bin auch gespannt, ob sich politisch wieder mehr bewegt, wenn die ganzen "Rentner" mal abdanken. Schlimm genug, dass man für gewisse Ämter ein gewisses Alter haben muss.

    Wir schaffen das, als Menschen. Nur die Energie , muss nicht in das Kapital der zig Millionäre versickern,
    sondern in der Zukunft von Ländern die noch hinterm Mond leben.
    Und davon gibs reichlich. Wie kann man das schaffen?
    Gezielter Aufbau ( mit Überprüfung) um einen freien, von religösen, Gesichts Punkten freie Welten (Menschen) erschaffen.
    Dann, haben wir den Sprung ins Universum geschafft..
    So lange der gezielte Aufbau nicht darauf abzielt, den hinterm Mond lebenden Ländern den Kapitalismus zu bringen.. macht ein gezielter Aufbau Sinn. In Afrika.. geht das teilweise ganz schön in die Hose. Das ist in großen Teilen eher eine Übernahme, als ein Aufbau. Religiöse Gesichtspunkte müsste man für eine "freie" Welt auch nicht unbedingt abschaffen. Gerade im Koran sind manche Ansichten allerdings eher Gesetz, als Religion. Da steht teilweise sogar drinn, wer was erben "soll/darf". Ich persönlich denke allerdings.. dass der Mensch langsam weit genug sein sollte, die Gemeinsamkeiten der Religionen zu erkennen. Vielleicht sollte man diese mal "sammeln".. und eine neue "Glaubensform" gründen. Wenn ich danach gehe, was mir "Stimmen" in meiner "akuten Phase" mitteilten.. wäre das eigentlich meine Aufgabe in diesem Leben. Ein Buch, das die Religionen vereint. Aber ka wie ich das schaffen sollte. Da haben mich die "Stimmen" wohl überschätzt ^^

    Aber.. so lange wir noch dabei sind, in "Sippen" zu denken.. und wir uns nicht als eine "Sippe" betrachten.. wird ein "friedliches" Miteinander schwierig. So lange wir Geld "brauchen" sowieso. Trotz allem.. geht es ja - seeehr langsam - wenigstens Richtung Globalisierung.. hoffe ich. Mal sehen, was aus der EU noch wird.. und ob irgendwann auch Afrika sich vereint.. und wer danach mit wem und wann und wo usw

    Sry.. wieder nicht "kurz"..

    LG, Lightning
    Geändert von Lightning (21.06.2019 um 06:29 Uhr)
    Des langen Tages Arbeitslohn
    ist die Nacht - ich schlafe schon.

  7. #22
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    Der Mensch ist mehr als ihm lieb ist der Natur unterworfen. Jede Art wird durch ihren Lebensraum eingeschränkt; Letzterer schützt sich vor zerstörerischer Überpopulation. Es gibt zwei Anlagen im Menschen, die sich dahingehend äußern können: Krieg oder durch Intelligenz angetriebene organisatorische Beschränkung. Die eine ist die Art-autoagressive Variante, die andere die humanistische. Letztere wäre ein evolutionäres Novum, dessen Ausgang offen ist. Auch deshalb, weil und das ist der stärkste evolutionäre Faktor, die Art Mensch von pandemischer Dezimierung immer bedroht ist, die sie aus ihrer Intelligenz heraus nicht immer abwehren können wird.
    Die Frage, die ich mir dabei Stelle ist die, ob die Menschen mehr Instinkt-angetrieben sind und den Krieg führen werden, um der Überpopulation zu begegnen, oder lieber die Artspezifik humanistische Vernunft favorisieren. Die Evolution sagt Krieg oder die pathologische Variante der Eindämmung. Sie sollte eigentlich die rein soziale Ratio unterdrücken, da sie einen innerartlichen Konflikt in allen Spezies angelegt hat.
    Letztendlich könnte der Mensch als Spezialist mit der Spezialisierung "vernunftbegabte" Intelligenz daran scheitern, dass er die wichtigen Art-erhaltenden Instinkte, die Generalisten im höchsten Maß innewohnen, nicht mehr zur Geltung kommen lässt oder sie gar nicht mehr ausreichend besitzt. Zumindest kann man feststellen, dass der Mensch nicht intelligent genug ist, die Tragweite der Natur zu überschauen, und die Verstiegenheit besitzt, sich über ihr zu wähnen.
    Ein Zeichen dessen ist, dass Menschen stark kategorisieren. Krieg ist für sie nur, wenn klassische Waffen zum Einsatz kommen. Krieg ist aber auch, wenn Artgenossen im Mittelmeer ertrinken müssen. Auch Krieg ist der Krieg gegen unseren Lebensraum, gegen die Natur, insbesondere Krieg gegen andere Arten. Des weiteren steigt mit Überbevölkerung die Kriegsgefahr, da ein Kampf um Ressourcen immer wahrscheinlicher wird und letztendlich mit diesem Damoklesschwert ein Instinkt zum Tragen kommt, der uns klar machen wird, wer der wahre Meister ist.
    Machen wir uns nichts vor: Kriege hat es immer gegeben, weil unsere Intelligenz, die wohl nicht genug oder eben unter dem Instinkt anzusiedeln, unser evolutionärer Pferdefuß ist.

    LG Uwe
    Geändert von Arkadier (21.06.2019 um 09:14 Uhr)
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  8. #23
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    hallo lighthing

    ich finde es sehr gut,wenn einer über ein gedicht viel zu sagen hat.
    ich wünschte mir ich könnte es auch so schreiben. ich kann aus euren kommentaren vieles lernen.

    ich sage danke und wünsche dir ein schönes wochenende

    liebe grüsse margot

    hallo arkadier

    auch dir danke für das kommentieren meines gedichtes
    und das ihr euch gegenseitig über ein thema ausgetauscht habt.

    ich wünsche dir auch ein schönes wochenende

    liebe grüsse margot

  9. #24
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    Zitat Richmodis

    Ein gewaltsames Aufbrechen oder Aufweichen von Gruppierungen, die sich über Jahrtausende gebildet haben, halte ich ebenfalls nicht für sinnvoll. Zu deiner Frage, was ich persönlich als "eigene Sippe" bezeichne: Die ist für mich Grenzen -, also Länder- und Kontinent-überschreitend. Zu "meiner Sippe" (mal auf den Menschen beschränkt) zählen alle sich sozialverträglich verhaltenden Menschen. Diejenigen, die ihr (naturgegebenes) komplexes Gehirn einsetzen, um friedlich nebeneinander existieren zu können.

    Das ist eine romantische Vorstellung - und wohl kaum jemand würde dir da widersprechen wollen. Doch ist sie auch realistisch?Ich denke darum geht es doch. Die meisten Menschen wären gerne Millionäre, aber nur wenige arbeiten daran...und die meisten von ihnen vergeblich. Ich bin...anders als in der Lyrik...im "wahren Leben" Realist - und befasse mich als solcher mehr mit dem Machbaren...und weniger mit dem Unmöglichen. Solche Diskussionen sind meist von ideologischer Natur. Jeder Mensch will in Frieden leben...doch auch jeder stellt sich darunter etwas anderes vor - und genau das ist das Problem. Benötigt jemand zwanzig Meter Abstand zum Nachbarn, damit er sich in seinem "Frieden" nicht gestört fühlt...ist er bereits auf dem Kriegspfad...wenn der Nachbar nur 5 Meter Abstand hält. Unser Alltag hat so viel Konfliktpotenzial, dass Frieden nicht nur unmöglich scheint...sondern auch unmöglich ist. Der Weltfrieden ist eine Spinnerei...der viele Menschen nachhängen. Das sind oft Leute, die schaffen es noch nicht mal mit ihren Nachbarn oder Arbeitskollegen Frieden zu halten.

    Die Bereitschaft zum Konflikt ist kein Relikt aus der Urzeit...das wir im Rahmen einer sozialen Weiterentwicklung ablegen könnten. Im Gegenteil: wir müssen diese Bereitschaft, ein Werkzeug zur Selektion, unbedingt aufrecht erhalten. Es gibt keine Lebensform, die ohne Selektion auskommt.


    Um nochmal kurz auf #13 von dir zurückzukommen: Ich glaube, so schnell wird es keine Spezies geben, die den Menschen an der Spitze ablösen wird.
    Das hätten die Dinos auch gesagt, hätte sie jemand danach gefragt
    Geändert von AndereDimension (23.06.2019 um 07:44 Uhr)
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  10. #25
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    Hi Richmodis, AD,

    Hypothese: Umso länger eine relative Friedensphase andauert, desto steiler der Anstieg der Kriegsgefahr und damit verbunden die Intensität des Ausbruchs. Begründung: Der Frieden bietet dem Fortkommen des Menschen, wie er es definiert, immer größeren Raum. Das bedeutet insbesondere Technisierung, Ausweitung des Lebensraums und damit Naturzerstörung, Ressourcen-verschlingender Wohlstandszuwachs. Letzteres führt i-wann zur Benachteiligung einiger menschlicher Habitate, da eine gleichmäßige Wohlstandsentwicklung unmöglich erscheint. Zum anderen ist ein langanhaltender Frieden Grundlage für eine sich steigernde Aktivität des Welthandels, der idR in Wirtschaftskriege (ein weiterer Kriegsbegriff) mündet, die wiederum drohen, in den klassischen Krieg zu führen.
    Was mich darin so pessimistisch stimmt, ist der Zusammenhang zwischen der Wohlstandszunahme und der Hoffnung darauf, der Weltfrieden würde daraus resultieren. Mindestens ein Faktor wird dabei übersehen: Die Natur und ferner auch die territoriale Konzentration von Wohlstand auf Kosten anderer menschlicher Siedlungsräume.
    Der einzige Ausweg wäre aus meiner Sicht die Besinnung des Menschen auf das wesentliche seiner Existenz als ein globales Dogma; als Ersatz für die fehlende instinktive Beschränkung. Um der Menschen Intelligenz dabei Rechnung zu tragen, müsste die mentale Bewertung für ein ausgefülltes Leben weg von kurzgedachtem wirtschaftlichem Wachstums- und Wohlstandsbestreben, hin zur Pflege sozialer, künstlerischer und ökologischer Aktivitäten stattfinden. Das Dogma was wir uns nicht auferlegen, wird letztendlich die Natur mit Sicherheit tun. Wir müssten dann mindestens die Anlage in uns, uns zu bekriegen, hinnehmen. Es scheint mir gegenwärtig unausweichlich.

    LG
    Geändert von Arkadier (23.06.2019 um 10:11 Uhr)
    Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.
    Henry van Dyke

  11. #26
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    Frieden heißt ja auch miteinander auskommen...Kompromisse schließen...die Bedürfnisse des Anderen respektieren.

    Deshalb mal ein aktuelles Beispiel...warum es keinen Frieden geben kann:

    Bei "Maischberger die Woche" ging es um den Klimawandel. Geladen waren Journalisten, "kritische Bürger", Wissenschaftler. Im Publikum Menschen in Sandalen und pubertierende Mädchen...die Fragen stellen..bzw Antworten geben durften. Aus den Mündern der Mädchen (ob Schülerin oder Studentin) kam überwiegend die gequirlte Scheiße...die auch die Grünen von sich geben. Da wird also irgend etwas nachgeplappert...im Sinne von "Politiker müssen mehr tun", "weniger Fliegen"...usw. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Moderatoren nicht nachfragen-was sie auch nicht tun. Ich würde so einem Gör sagen: "Dann gebe mal dein Handy bei mir ab". Es sind nämlich immer die Anderen...die tun oder unterlassen sollen. In der Politik geht es aber nicht nur um das WAS...sondern auch um das WIE.

    Beispiel:


    90% des in Deutschland konsumierten Apfelsaftes wird aus Äpfeln hergestellt, die aus China kommen. Und das, obwohl Deutschland mit das apfelreichste Land der Erde ist. Nun will mir so ein pubertierendes Girl erzählen ich soll aufs Fliegen verzichten, während es selbst Apfelsaft aus China trinkt? Das gleiche Girlie surft den ganzen Tag mit Hilfe eines Handys, das ebenfalls auch China eingeflogen wird - ein Handy, in dem seltene Metalle verbaut sind...für die andere Länder ausgebeutet werden. Dieses pubertierende Etwas will anderen Menschen von heute auf morgen die Arbeit (Braunkohle) wegnehmen...während es selbst noch nicht mal aufs Sufen verzichten möchte...geschweige es selbst jemals zum Bruttosozialprodukt einen Beitrag geleistet hätte?

    Ich bin ja froh, dass junge Menschen (in diesem Fall fast auschließlich pubertierende Mädchen- und Jungs, die selbst gerne ein Mädchen wären) auf die Straße gehen - habe ja selbst oft beklagt, dass sie das schon lange nicht mehr getan haben - auf der anderen Seite bestätigt mich die Art und Weise in meiner Meinung, dass viele von ihnen nicht zurechnungsfähig sind...sie besser noch ein paar Jahre Ponys striegeln und grasen sollen...bis sich alle Verbindungen zwischen linker und rechter Gehirnhälfte ausgebildet haben. Die plappern einfachn nur das Pädagogen-Gedöns ihrer ebenso uninformierten Eltern nach...ohne auch nur im Ansatz zu wissen wovon sie reden.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  12. #27
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    Hi AD,

    natürlich ist es halbgar oder noch besser Rohgedanke, was die Kids da jetzt bewegt, aber es ist im Gro nicht halbherzig. Was fehlt, ist angesammeltes Wissen, Lebenserfahrung und vor allem die Rückschau auf ein Leben, was weitgehend ohne diesen Firlefanz auskam. Die Kids sind quasi im Autokindersitz mit Handy in der Hand geboren. Für sie bedeutete es wohl den meisten Stress, davon loszulassen. Deswegen mutet es etwas naiv an, doch im Gro trifft uns Erwachsene der scharfe, kompromisslose Ton völlig zurecht. Wir sollten also den Kids einräumen, ihre Persönlichkeit noch zu komplettieren, sie also nicht mit Maßstäben des Denkens von Erwachsenen zu messen, und trotz allem ihr Anliegen ernstnehmen. Das bspw die Grünen die Friday f.F- Bewegung dabei instrumentalisieren, sich als deren parentale Vertretung aufspielen, sollte dieser Bewegung nicht zur Last gelegt werden.

    LG
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