Thema: Aus Trümmern

  1. #1
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    Aus Trümmern

    Ihn geleitete die Nacht
    auf traumverwehten Wegen
    zu einem offenen Grab

    dort stand ein Kind
    im Kreise der Gebückten
    die sich unter teerschwarzen Schirmen
    im Gebet zersetzten

    Da griff er nach der Hand des Kindes
    um es aus der Mitte der Toten
    zu entführen -

    doch auch durch sie hindurch

    und erwachte
    aus dem Unverdauten
    hin zum Leben
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  2. #2
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    Lb. A.D.,

    gut, wenn es nur ein Traum ist und wenn es dann ein Erwachen gibt hin zu einem Leben, in welchem dies ein böser Traum ist. Die düstere Szene in freien Versen ist Dir gut gelungen.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Hallo A.D.
    Leider bleibt es mir verborgen.
    Beste Grüße
    lautmaler
    Geändert von lautmaler (21.07.2019 um 07:25 Uhr)

  4. #4
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    @AD

    Grüße.

    Nee, richtig warm werde ich mit dem Text nicht.

    die „traumverwehten Wege“, sind traumfrei, oder. Muss ja wohl, denn die Träume werden dort verweht, entfernt usw.

    die Metapher schmeckt mir nicht.

    *** traumumwehten wäre besser, als: "vom Winde verweht"= Sprichwort



    Zitat:
    zu einem offenen Grab
    dort stand ein Kind

    xx daneben stand ein Kind

    wenn es stand und nicht lag wars wohl ein Zombiekind


    gefällt mir auch nicht so richtig


    Zitat:
    im Kreise der Gebückten
    die sich unter teerschwarzen Schirmen
    im Gebet zersetzten

    xx= zersetzen ,ist bei mir auflösen, verflüchtigen

    Zeile ein und zwei ok, aber:“ im Gebet zersetzten“ ist auch kein Glücksgriff.

    Return:

    Der Rest ist ebenfalls etwas dünn.

    Fazit:

    Naja, die Inspiration war benebelt vom Frühstückswein und den lieblichen Gesang der Sirenen.
    Oder ich bin zu „steif“ und kann nicht folgen.
    Geändert von horstgrosse2 (21.07.2019 um 09:51 Uhr) Grund: alle xxx= sind Ergänzungen

  5. #5
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    Also... @horstgrosse2

    Ich las das Gedicht jetzt erst, nachdem dein darauf Antworten es nach oben verschob.
    Ich finde die Wörter und Bilder machen schon Sinn,
    wenn man sie etwas freier fliegen lässt. ..
    Ich finde da verschiedene Möglichkeiten. Eine...

    ...zum Beispiel, wenn man annehmen würde, es ist in der ersten Zeile der Tod selbst, der dann zum offenen Grab geleitet wird ... von der Nacht, in der ja bekanntlich die meisten Menschen schlafen. Was von ihnen bleibt, sind ihre Träume, die eben über die Wege wehen. Traumverweht zur Stunde spät ^^
    ...nun
    ..
    In Strophe 2 dann steht das Kind, ja... aber im Kreise der Gebückten, nicht aber eindeutig im Grab, eher "am Grab"... eine Beerdigung?

    Und dann, der Tod, das Kind aus diesen Reihen entführen. .. "durch sie hindurch",
    hier wird das Bild verkehrt und ein erlösen aus dem, was mehr Tod wäre, als zu sterben.
    "die sich im Gebet zersetzten" ... ja mehr tot als lebendig sich (in ihrer Trauer?) daran verlieren. Nicht ansprechbar vielleicht... nicht mehr Herr ihrer selbst und erst recht nicht für jenes Kind, welches vielleicht einen Berührungspunkt bräuchte, den ihm letztlich der Tod schenkt, der sich dessen annimmt.

    @ AndereDimension

    Also, ich mag vollkommen falsch liegen mit dem was ich dazu schrieb ^^
    Schließlich steht es ja auch in der Rubrik "Hoffnung und Fröhliches", was mich an meiner Theorie von Tod zweifeln lässt.
    Auch, eine Beerdigung in der Nacht?

    Aber was es auch meint, ich mag die Stimmung und die Bilder sehr!
    Ich habe es gern gelesen...
    Habe dabei auch nicht nach einem Sinn gesucht, habe die Strophen für sich stehen und wirken lassen. (Bis zu jenem Kommentar)

    Grüße
    Geändert von FellUndKnochen (23.07.2019 um 10:45 Uhr)
    "Auch Luftballons, haben Platzangst"

  6. #6
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    Ist ja an Schlauigkeit nicht zu überbieten. alsob wir nur eine Erklärung für alles bräuchten und dann würde es Sinn machen was ohne Erklärung alles so schief lief. Als wäre das keine Verdauung und jedes Kind nur noch Symbol.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

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