Thema: Lieber Gott

  1. #1
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    Lieber Gott

    So hell der Himmel
    so dunkel das Meer
    Die Sterne verbluten
    etwas stimmt nicht mehr
    Die Menschheit verschwunden
    die Tiere dazu
    Auf der Erde herrscht Frieden
    lieber Gott wo bleibst du

  2. #2
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    Sehr schön, MtrexD!
    Wenn ich dich richtig verstanden habe, stellst du hier eine Zukunftsvision (ob Dystopie, oder Utopie steht wohl im Auge des Betrachters) dar.
    Ich weiß, dass das dir zu Eigen ist, keine Zeichensetzung zu nutzen, und auch wenn es einem Gedicht eine gewisse Freiheit und Ungebundenheit verleiht, so könntest du möglicherweise über eine Änderung dessen nachdenken;
    was aber viel wichtiger ist: die Silbenanzahl der Zeilen lautet ja: 5,5,6,5,6,5,6,6; wenn du nach der Silbenzahl verfolgt bist, so finde ich das Aufbrechen des Musters in der letzten Zeile ganz gut, a sozusagen als schon metrisch erfolgende Schlusspointe, aber dann solltest du vielleicht der ersten Zeile noch eine Silbe hinzufügen; wenn du aber, wie ich doch stark vermute, nach dem Metrum verfahren bist, so bitte ich dich inständigst, der vierten Zeile noch ein "hier" in der Mitte hinzuzufügen, da es sonst holpert. Beste Grüße
    Sei die Veränderung, die du für die Welt willst!
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  3. #3
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    Erstmal danke Dir für die Antwort und Analyse meines Stücks. Desweiteren muss ich leider gestehen, das ich mir keine Gedanken drüber mache über Zeichensetzung, Silben und sogar Rechtschreibung. Ich schreibe meine Sachen einfach aus Lust und Laune heraus. Entweder gefällt es einem oder auch nicht ��. Und jetzt zum Kernthema des geschriebenen Stücks. In vielen meiner Gedanken befasse ich mich mit der Institution namens Religion. Eine von Menschen erschaffene Gefühlsreaktion sich die Angst vor dem Tod zu nehmen. Nicht falsch verstehen, ich habe auch Angst vor dem Tod. Nur brauche ich dafür nicht dir Religion um mich davor zu stellen. Und deshalb kommt zum Schluss meines Gedichts, Gott drin vor, was meiner Meinung nach in dieser, von irgendwelchen Menschen vorgegebenen erschaffenen Fassung nicht existiert. Man sollte einfache bis zu einem gewissen Punkt sein Leben nicht Vorleben lassen.

  4. #4
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    Ein schwieriges Thema! Ich sehe Religionen definitiv als menschengeschaffen an, genau so wie die Gottesvorstellungen, die Kulte, die Schriften, die Weltbilder, usw. usw., bin aber persöhnlich nicht der Meinung, dass sie aus der Todesfurcht entsprangen; geht man in der Geschichte zurück, zurück bis in die Zeit, in der die Religionen entstanden (ein Punkt der mMn auch rechtmäßigerweise als Beginn der Kultur angesehen wird), so stellt man fest, dass die Todesangst durchaus nicht vorherrschte, vielmehr entstanden Religionen aus dem Denken, wie diese Welt entstand, was sie auszeichnet, und warum sie ist; fast philosophisch priesen die Menschen dann vermehrt Naturgottheiten, da sie von der Macht dieser Kräfte umgeben waren (weshalb zB in Wüstenregionen Sonnengottheiten oft die obersten sind), eine durchaus schlüssige Reaktion; waren diese Grundlagen von unsichtbaren "Wirklichkeiten" geschaffen, so folgten Gotteswelten und Jenseitse (schlechte Mehrzahl), aber (und das ist der springende Punkt) erst danach, wie (um ein Beispiel zu nennen) das Judentum erst mit der Emigrierung ihrer Völker in zoroastristische Regionen eine Jenseitsvorstellung erhielt, indem sie die des Zoroastrismus miteinkooperierten (sowie weitere Merkmale, wie ein gütigerer Gott), zuvor hatten sie praktisch keine (außer ein Paar Splittergruppen, die an eine gleiche, öde Anderswelt glaubten, was aber nie ein wichtiger Teil ihrer Religion war), oder chinesische Religionen, die bis heute keine wirklichen Jensetse haben, sowie viele weitere. Beste Grüße
    Sei die Veränderung, die du für die Welt willst!
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