1. #1
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    Bewusstseinwelt

    Jedes Wesen lebt in einer eigenen, subjektiven Bewusstseinswelt, die sich ständig verändert. Die Veränderung dieser Welt geschieht durch Erkennen und Verstehen. Dies sind Wirkungen, die wir Empfinden, doch wir müssen uns fragen, sind dies auch endgültige Beweise für das Vorhandensein des Erkannten. Schon die Zweifel sind Erkenntnisse, mit denen wir unser Bewusstsein verändern. Eine Gedankenreise bringt uns dann auch neue Erkenntnisse und Bewusstseinsveränderungen. Zu einem in großem Maße veränderten Bewusstsein gelangen wir durch die Koppelung mit anderen, was auch eine Bewusstseinsveränderung durch Hineinversetzen in Umwelt bedeutet. Bei all dem Eintauchen in neues anderes Bewusstsein und somit auch in andere Bewusstseinswelten, bleibt ein Bewusstsein immer subjektiv und abhängig von den Empfindungen der Person. Dies sollte uns Beweis sein, dass unsere Bewusstseinswelt nur eine kleine Welt von vielen ist, die veränderlich und ohne Wahrheitsbeweis ist.
    Was ist die Wahrheit? Wir erkennen Wahrscheinlichkeiten, die uns mit unterschiedlicher Sicherheit als möglich erscheinen und so unsere Realität bilden. Der Vorgang der Erkenntnis ist die Bildung unserer Realität. Wir nennen ihn auch Wahrnehmung. Neben diesem Vorgang gibt es nichts, was sich uns absolut beweist. Diesen Vorgang setze ich mit dem Bewusstsein gleich.
    Wahrnehmende Erkenntnis = Bewusstsein.
    Die Existenz des Bewusstseins wäre demzufolge die einzige, sich dem Subjekt absolut beweisende Wahrheit. Neben der sich beweisenden Existenz des Bewusstseins gibt es noch relative Wahrheiten, die auch Glaubenswahrheiten sind. Sie sind an den Betrachtungsstandpunkt gebunden und nur für diesen entsprechend seinem Verständnis wahr. Objektiv kann ich mir noch die Wirklichkeit als Wahrheit vorstellen. Zum Verständnis wäre es jetzt noch erforderlich, die verschiedenen Funktionen von Bewusstsein in Subjekten und in der Wirklichkeit zu erklären, sowie auch den Begriff Wirklichkeit zu definieren.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Hallo Hans,

    kann viel von dem unterschreiben...jedoch nicht alles..wie zB

    Die Veränderung dieser Welt geschieht durch Erkennen und Verstehen.
    Neben dem Erkennen ist es auch das Erfahren- und neben dem Verstehen auch das Nichtverstehen...das unser Bewusstsein prägt.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  3. #3
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    Lb. A.D.,

    Erkennen ist die nicht oder auch noch nicht verstandene Erfahrung, die durch vergleichendes und logisches Denken zu einem Erkennen führen kann. Das Nichtverstehen ist ein Erkennen, welches aus irgendwelchen Gründen nicht weiter bedacht wird oder nicht bedacht werden kann, sodass kein Verstehen entsteht. Beides, Erkennen und Verstehen sind Erfahrungen, die ich als Vorgang mit Bewusstsein bezeichne. Nach meiner These gibt es nur Existenz die auch in irgendeinem Bewusstsein zu Realität und somit auch zu Wirklichkeit geworden ist. Bewusstsein ist der Vorgang der Wahrnehmung, der durch körperliche und geistige Fähigkeiten unterschiedlich verläuft. Eine Prägung gibt es dabei durch Veränderung der Fähigkeiten, welche die Richtung und Möglichkeiten des Bewusstseins beeinflussen. Das Bewusstsein selbst ist nur ein Vorgang, der auch von Prägungen beeinflusst, aber nicht selbst geprägt werden kann. Prägungen geschehen in den körperlichen und geistigen Fähigkeiten, zu denen auch der Charakter und Meinungen gehören.
    Prägung ist eine irreversible Form des Lernens. Es werden dabei Reize der Umwelt dauerhaft ins Verhaltensmuster aufgenommen, wodurch auch vorwiegend geistige Fähigkeiten verändert werden.

    LG Hans
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  4. #4
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    Hallo Hans

    Nach meiner These gibt es nur Existenz die auch in irgendeinem Bewusstsein zu Realität und somit auch zu Wirklichkeit geworden ist.

    sehe ich anders...denn würde nur ein Einzelner auf der Welt existieren (zB ein Tiefseeschwamm), der selbst über kein Bewusstsein verfügt, würde er nicht existieren...da kein Zweiter ihm seine Existenz attestieren kann. Mit dieser These stellst Du dich über Gott (falls Du gläubig bist) und die Natur - denn die Natur benötigt weder den Mensch, noch das Bewusstein von wem auch immer...um Wirklichkeit zu sein. Realität ist das, das wir realisieren...und zwar nach Kriterien...die der Mensch selbst...und sonst niemand...festlegt. Der Mensch ist nicht bedeutender als ein Stein - dem würden viele Menschen...jedoch kein einziger Stein widersprechen.

    Gruß, A.D.
    Der Abschied entziffert die Handschrift einer Begegnung

  5. #5
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    Lb. A.D.,

    Bewusstsein ist der Vorgang der Wahrnehmung. Demzufolge ist jedes Leben auch mit Bewusstsein behaftet und ich gehe davon aus, dass es neben organischem Leben auch noch anderes gibt. Eine Existenz ist nur vorhanden, weil sie differenziert zu etwas anderem ist. Nichts ist dasselbe. Auch unser Weltall braucht für seine Existenz mindestens etwas neben ihm, von dem es sich unterscheidet, damit es existent sein kann. Die Natur benötigt den Menschen nicht. Bewusstsein ist kein Privileg des Menschen. Die Natur hat eigenes Bewusstsein und wird immer mit Bewusstsein behaftetes Leben hervorbringen. Realität ist die subjektive Wahrnehmung (Bewusstsein) die jedes Leben hat. Der Mensch legt nur seine Maßstäbe, Kriterien und Grenzen fest. Von anderen Lebewesen werden sie anders festgelegt. Die Bedeutung ist relativ und subjektiv. Wir müssen uns fragen, für wen oder was ist etwas bedeutend.

    LG Hans
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  6. #6
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    Realität ist die subjektive Wahrnehmung (Bewusstsein) die jedes Leben hat.
    Wir wissen nur von uns selbst mit Sicherheit, dass wir ein Bewusstsein (phänomenales Bewusstsein) besitzen. Alles andere ist pure Spekulation. Das Qualia-Problem ist ein altes philosophisches Problem, welches noch ungelöst ist. Es gehört zu den vermutlich unlösbaren Problemen.

    Es gibt einen netten Artikel auf Wikipedia. Einfach nach "Qualia" oder "Qualia Problem" googlen.

    lg
    geo
    Geändert von GEO (12.07.2019 um 18:47 Uhr)
    ich kann mich nicht selbst terminieren, ihr müßt mich in den Stahl hinablassen. [Terminator T-800]

  7. #7
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    Lb. GEO,

    absolut Beweisbar ist für jedes Subjekt nur der Vorgang der Wahrnehmung, den ich auch immer als Bewusstsein bezeichne. Alles andere kann eine Täuschung dieses Vorgangs sein. Ich bin jedoch (nicht absolut beweisbar) davon ausgegangen, dass jedes Leben ein mehr oder weniger qualifiziertes Bewusstsein hat. Es könnte auch sein, dass ein Gesamtbewusstsein allem übergeordnet und als Einheit bewusst ist. Jedes Subjektbewusstsein wäre dann ein Teil des multifunktionalen Gesamtbewusstseins, das mit dem Vorgang seiner Wahrnehmung (Bewusstsein) alles erzeugt. Jede Existenz gäbe es dann nur auf Grund von Wahrnehmung (Bewusstsein). Wir könnten dem zu Folge auch behaupten, es gibt nichts, denn alles ist nur Wahrnehmung (Bewusstsein).

    LG Hans
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