In der Sprachbestimmung ist der Begriff „Wesen“ vom „Was“ abgeleitet und wird mit „wesentlich“ (auch für hauptsächlich) weiter definiert. Bei philosophischen Betrachtungen des Wesens, wird meist vom Essenziellen des Seins, das heißt, vom Was des Etwas gesprochen. Unter dem Sein oder des Etwas, ist hierbei eine Sache oder eine sächliche Einheit und unter dem Essenziellen bzw. dem Was, deren Informationsgehalt zu verstehen. Diese Aussage enthält eine klare Unterteilung aller Dinge, in die Bestandteile Materie als Medium und Information (Geist), als deren Wesen. Dazu gehört als 3. Bestandteil die Energie, als erhaltende und belebende Kraft. Diese Bestandteile sind zwar thermologisch abgrenzbar, aber auch mit fließenden Übergängen zueinander wandelbar (siehe Theorie der Seins Punkte“ These 1 + 2). Was sonst wäre das Etwas (eine Sache), wenn nicht das, was es über sich auszusagen vermag, oder anders ausgedrückt: das was mit ihm, bzw. von ihm geschieht (seine Energie). Die erkennbaren und nicht erkennbaren Aussagemöglichkeiten von Etwas, sind also das Wesen desselben. Das Etwas kann Materie, Geist oder Energie sein, während das Wesen immer geistig ist. Bei reinem ausgeglichenem Geist-sein des Etwas, wäre das Wesen Medium von sich selbst. Dies ist zwar theoretisch denkbar, entspricht aber nicht der Natur und dem natürlichen Bestreben aller Dinge. Ein Wesen enthält entsprechend der Natur seiner Geistigkeit unterschiedliche Informationen, sodass immer eine Ungleichmäßigkeit gegeben ist, die je nach Betrachtungsstandpunkt Näherungen zu Materie, Geist oder Energie enthält. Eine Unterteilung in Medium und Wesen ist somit immer vorhanden. Die Wahrnehmung (Erkennung) ist nur bedingt möglich, da für den Menschen, auch mit technischen Hilfsmitteln, nur eine bestimmte Wahrnehmungsbreite für jede Existenz (Materie, Geist und Energie) zur Verfügung steht. Wie in wahrnehmbaren Bereichen ist auch in nicht wahrnehmbaren Bereichen die Wesenhaftigkeit von Existentem in allen Größen und Güten vorhanden. Denkbar ist z.B., dass große Mengen zwischen atomarer Materie im Verbund, atomarer Materie sowohl anhaftet, wie auch, sich vollkommen flexibel, mit besonderen Eigenschaften zu dieser, verhalten kann (feinstoffliche Körper). Bei Zerstörung oder Zerfall von atomarer Materie (grob stoffliche Körper) , würde die den Erhalt deren Wesen kaum betreffen, denn weiter besteht dann noch deren nichtatomarer Anteil (feinstofflicher Körper) in seiner unveränderten Struktur. Nur unwesentliches wurde abgetrennt und kann jederzeit (da kein Informationsverlust) erneuert werden (Reinkarnation). Ontologisches Fazit ist: Ein Sein (menschlich wahrnehmbares Sein), ist nicht Seiendes (Wesen), sondern immer nur ein Sein (Darstellungsform) des Seienden (Wesens), dem Sein anhaftet und für das Sein (menschlich wahrnehmbares Sein) zur Wesenserhaltung nicht Bedingung ist.