Thema: "Josefine"

  1. #1
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    "Josefine"


    "Josefine"

    Ein Moment, so kurz und doch ewig
    In meiner Erinnerung Bund
    Deines wahrhaftig Lächelns Reflexion
    In magischer Sphär' des Kino Rund

    Mir Verse entlockend, dies' Augenblick
    Und meinerseits wagend, dir zu schenken
    Jed' einkehrend Silbe, mich erfassend
    Dir gewidmet, wer kann's mir verdenken

    Der Wahrheit Bewusstsein inneliegend
    Keine Realität uns verbindend
    Der Himmel ist unsere Nachbarschaft
    Ein Silberstreif an dessen findend

    Kraniche, der Hoffnung folgend
    Am Horizont schwindend dein strahlend Licht
    In Dunkelheit spielerisch tanzend
    Ein glühend Würmchen wurde gesicht'

    In Ankündigung der Freiheit Drang
    Getragen vom Willen des Mutes
    Suchen der Zuversicht Botschafter sich
    Ein Herz, das inne trägt Gutes

    Ein glühend Meer im Kerne der Nacht
    Voller Gewissheit, dass es dir diene
    Vertrautheit Schweigen keimet auf
    Heiterkeit Stille ist dein, Josefine

    Vorübergegangen nächtlich Präsenz
    Geister, die wir kannten, gepflegt
    Flimmernd vergangen und aufbewahrt
    In einer Schatull' mit Samt ausgelegt

    Wenn Tränen dem Firmament entlockt
    Der Schwerkraft kein Einhalt gebietend
    In menschlicher Stärke wahre Essenz
    Dein Leuchtfeuer überwiegend

    Frierend in unbarmherziger Luft
    Kristalle des Atems sich bahnend
    Ermunterter Moleküle Bewegung
    Dein hungriges Herz sie ermahnend

    Aufkommend Zweifel zurückgedrängt
    Selbstbewusst leistest du Widerstand
    In deinen braunen Augen entdeckt
    Unendlichkeit Liebe dein eigen Pfand

    Durch Walde und Flure, querfeldein
    Als Zeichen der Zeit dein Dasein empfunden
    Die Kirschblüt' sich lehnend gen Sonnenstrahl
    Sich fühlend ganz eng mit dir verbunden

    Federnd in glaubhafter Euphorie
    Dein sonnig' Gemüt wohl ewiglich schiene
    Keine Faser die mein, dich vergessend
    Gleißendes Lächeln das dein, Josefine

    Irgendwann wird einem klar,
    dass alles ein Traum ist
    und nur geschriebene Dinge
    die Möglichkeit haben, wirklich zu sein.

    James Salter

  2. #2
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    Hallo GemmaSon,

    nachdem ich mich durch dieses und deine anderen Beiträge durchgearbeitet habe (schließlich möchte ich deine Denkweise kennenlernen)
    folgende Gedanken von mir dazu.
    Du hast gute Bilder in Dir, die, dosiert verabreicht, durchaus wirken würden. Jedoch neigst Du dazu den geneigten Leser damit zu erschlagen.
    Wenn du ein Gefühl erzeugen möchtest oder eine Geschichte nachvollziehbar erzählen willst, ist Klasse besser als Masse.
    Du hast ohne Zweifel Potenzial jedoch würde ich Dir empfehlen zum Verbessern der Handwerkskunst zunächst kleine Geschichten zu erzählen, kurze Ausschnitte. Nutze wenige Strophen (2 oder 3), spiele mit den Reimformen erst klassisch und wenn Du merkst, du bekommst es besser hin, dann beginne zu experimentieren. Du wirst nie fertig werden damit besser zu werden, aber Du weißt ja... der Weg ist das Ziel.
    optimistische Grüße
    amanda

  3. #3
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    Hallo Gemmason ,

    ich antworte Dir im Thema und nicht in der Mail, weil ich glaube, dass es vielen Einsteigern so geht. Die Texte zu beschränken ist zunächst schwer. Die Gefühle quellen über. Um das zu bändigen möchte ich Dir folgendes mitgeben.

    Bleib dran. Die Kunst ist es die Masse an Gefühlen und Handlungen, so einzudampfen, dass etwas Kerniges übrigbleibt, etwas, was gesagt werden kann, was Kopfkino auslöst, die richtigen Worte setzt und das Gefühl vermittelt. Dichtkunst ist die Kunst der Berührung und Beschränkung.

    Stell Dir vor, du hast nur noch drei Sachen im Kühlschrank, willst ein kleines Dinner für deine Freundin zaubern, sie damit lustvoll einstimmen, es schmeckt ihr, du bekommst sie dann ins Bett und sie will am nächsten Tag mit Dir aufwachen. Das ist dann hohe Dichtkunst.

    Die meisten scheitern an der Kochkunst und geben auf. Aber es gilt wie überall. Dranbleiben und eines Tages bekommst Du deine Muse auch ins Bett.

    LG
    amanda

    Liebe Mods. Sorry für den Doppelpost. Ich hab mich hinreißen lassen.

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