1. #1
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    Weibliches Altern

    Ergrautem Weibe
    fällt Haut in Haut, Lust ins Aus.
    Versöhnung steht ihr.

    Die Gunst der Kinder
    ihres Körpers und Geistes
    nährt ihr Glücksgefühl.

  2. #2
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    nachdenklich geverst,
    lg amanda,
    im senryu-style. da es keine sind, ist das richtig hier platziert. meine aber, daß das mit dem "weibe" nochmals angeschaut werden könnte, wiewohl ich, wegen der sehr eigenen diktion des texts (find ich gut), mich schwertue, dir einen vorschlag zu machen.
    lg W.
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  3. #3
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    Lieber Walther,
    Was genau meinst Du mit "Weibe" - 2 Silben, ist doch ok. Oder meinst Du das Wort in sich?
    Wie ich den Senryu verstehe, darf er in der Moderne gern die Naturbetrachtung verlassen.
    Jedoch denke ich ist das Weib und sein Seelenleben doch auch Natur - ein wunderliches Gewächs halt )
    LG amanda

  4. #4
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    Guten abend, amanda, es ist das wort an sich. lg W.
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  5. #5
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    Lieber Walter,

    was hältst Du von Dame, wobei vor meinem inneren Auge eine Dame so garnicht lustvoll ist, eher distanziert.
    Zudem scheint sie meist sehr beherrscht und nicht selten kommt das von Innerer Versöhnung mit den Umständen.
    Ein Weib ist all das, was wir sehen wollen.

    Liebe Grüße
    amanda

  6. #6
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    was hier die lust am lesen tötet, ist der grauenvolle ausdruck "ergraut".
    oder das antikisierende dativ-e bei weib.
    weibsbild mit grauhaar
    würde ich eher zulassen.
    kp

  7. #7
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    hi amanda luna,
    du unterstreichst mit deinem Gedicht eine Feststellung aus der Lebensefahrung. Es ist das was unserem welkenden Körper bleibt, ...die Freude über unsere Nachkommen und über unser Lebenswerk. Das betrifft aber Männlein und Weiblein gleichermaßen, denke ich.
    Das "ergraute Weib" ist in keiner Weise anstößig und paßt zum Thema (weiblich, männlich ist nun mal so ). Etwas Anderes wäre es, wenn du eine einzelne Person ansprichst.

    Gruß Heinz
    silbern ist mein Haar nicht grau

  8. #8
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    Hallo kaspar,
    die antikisierten Ausfälle liebe ich. Schon das Wort Weib fällt aus der heutigen Sprache.
    Dem muss man was entgegensetzen. Sonst taugte(e) das Gedicht nur noch für die Humorige Rubrik:

    Alte Ische
    schlaffe Pelle, Pickel sind an jede Stelle
    is nur noch zum kochen jut.
    "Pack det Essen uff de Tische!"
    "Räum det ab, mach keene Welle"
    "Schweig und fütter meine Brut!"

    Ein Weibsbild hat etwas verlebtes, anrüchiges, zerfallenes an sich. Dieses Bild wollte ich eigentlich nicht hinterlassen.
    Eher die rundliche ältere Frau, mit Lebensfeuer im Herzen und einer gewissen Duldsamkeit, die vielen Omas zu eigen ist.
    Das ergraute ist lt. Duden völlig ok. Das Weib selbst ist natürlich nicht ergraut, nur ihre Haare. Wobei, wenn man sich umschaut, so mancher Senior aufgrund von grauer, beiger oder schwarzer Kleidung gänzlich zu verschwinden scheint.
    Aber das ist Deine Sicht und die sei dir unbenommen. Danke für Deinen Kommentar und die Hinweise.

    Lieber Heinz,
    das trifft auch auf Männer zu. Jedoch trage die ihre Falten im Gesicht und so mancher wird auch im Alter nicht duldsamer .
    Auch Dir danke für Dein Lesen und deine Gedanken dazu.

    LG amanda

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