1. #1
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    Klaus und der Geiger

    Für viele treib ich es zu bunt,
    spiel erste Geige gern, na und?!
    Ich bin ein kleiner Vagabunt
    mit langem Bart und Zauselhund.

    Mein Vorbild ist ein Lebemann,
    der wunderbar durchs Leben kam,
    er zog mich damals in den Bann
    und hieß Klaus Peter Liederjan.

    Er liebt' sein Bier und Knobelbecher
    als Maulheld und als großer Zecher,
    ein Mädchenschwarm und Herzensbrecher.
    Und Klaus war zudem Klassensprecher.

    Ich lieh ihm oft mein Taschengeld.
    Um Teil zu sein von seiner Welt,
    hab ich mich gern zum Held gesellt.
    Ums Geld bin ich bis heut geprellt.

    Ist es ein Affe, der mich laust?
    Vorm Haus da vorn, steht da nicht Klaus?
    An jener Ecke gerade aus,
    sieht grad so wie sein Eckhaus aus.

    Ich steh davor, ich bin nicht feige,
    streich unerkannt die kleine Geige,
    damit er großzügig sich zeige.
    Der Tag geht langsam schon zur Neige.

    Die Töne sind ganz zart versetzt
    was jedes Ohr zudem verletzt,
    und Klaus entnervt. Er ist entsetzt,
    als er durch seinen Garten hetzt.

    Er hat sich kurz zu mir gestellt
    und winkt mit reichlich Schweigegeld.
    Auch morgen wird bei ihm geschellt.
    Denn Klaus bleibt Vorbild, bleibt mein Held.
    Geändert von Anjulaenga (08.07.2019 um 22:42 Uhr)

  2. #2
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    Interessant welche Namen durch den unseren Kopf sich vagabundieren lassen, weil der Klaus welcher bei mir das genaue Gegenteil dazu wäre. Wo jedes Schellen sich so verbietet als ob man könnte wenn nicht schon genug zahlen um ihm fern bleiben zu dürfen daraus deinem einen wohl auch den Reiz abspenstig machen.
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    richtig, lieber terrorist, Stichwort abspenstig, danke. Und da Iren vegan längst zu bund wird ( Achtung, wortspiel: vegabundieren ), hätte sich das Schellen zumindest bei dänen eh erübrigt, weil Dänen und Iren bei mir nämlich das genaue Gegenteil von dem sind, was du als Reiz nicht gemeint haben könntest.( könntest - Test ) : das ist ein kleiner Test von mir. Was könnte ich damit jetzt wohl gemeint haben? L.G.A.

  4. #4
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    Das was ich nicht gemeint habe.
    Der Roman: "Verballistik"
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  5. #5
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    Zitat Zitat von Terrorist Beitrag anzeigen
    Das was ich nicht gemeint habe.
    Aber überleg doch mal selbst, das ergibt ja gar keinen Sinn.
    Du wolltest wohl eher nicht mit keinem deiner Worte gesagt haben: "...das was du nicht verneint hast" anstatt ,,gemeint hast".

    Denn was du genau gemeint haben könntest, braucht hier doch überhaupt keine Rolle spielen und keinen zu interessieren.
    Und es spielt ja auch keine Rolle. Würde eh keine Sau verstehen, am wenigsten man selber.
    Eigentlich logisch, sonst hättest du es ja auch direkt sagen können.
    Nein, es folgt einer anderen viel strengeren und sehr konsequenten Logik:
    " Wenn du nicht siegen kannst, dann stifte Verwirrung!"
    Wie der Geigenhansl, als der plötzlich vor dem Eckhaus steht, und dem Klaus sein Ständchen bringt.
    Er stiftet zunächst einmal Verwirrung, indem er die Geige nur ein klein wenig verstimmt.
    Und sofort kommt Stimmung auf, siehe da, der coole Klaus Peter Liederjan kommt plötzlich in Bewegung.
    Mein lieber Terrorist, du Schlitzohr!
    Das haust du so einfach raus! Denkst du dir soetwas aus, oder kommst du da von ganz alleine drauf?
    Von dir kann man noch sehr viel lernen!
    danke, A.

  6. #6
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    Ist immer so ein Ding wann die Beweislast entsteht. Klaus und der Geiger könnte sich ja auch zum Kriminalfall entwickeln.
    Der Roman: "Verballistik"
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  7. #7
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    in echt jetzt? Du meinst mit Geigenkoffer und so? Spiel mir das Lied vom Tod? Terrorist, mir schaudert's!!

  8. #8
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    und dann müssten wir uns bem Dinner gegenseitig überführen weil das ja alles nur Handlanger waren für viel tieferliegende Konflikte als ein offensichtliches wer sich von wem stalken lässt, um was damit zu überspielen.
    Der Roman: "Verballistik"
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  9. #9
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    Lieber Terrorist,

    wer zahlt jetzt das Dinner, und wer genau zahlt die Überführungskosten?
    Sieh, ich bin doch im Grunde nur ein (e) bescheidene (r) Handlanger ( in) meines Stiftes.
    Hätte ich denn ahnen können, welch großartige Resonanz mein Gedicht bei dir auslösen kann.
    aber:
    auch mit Geige, will ich nichts überspielen, kein Stalken, keine tiefergelegten Konflikte!
    ich hab dich lieb, sonst würde ich doch gar nicht antworten!
    L.G.A.

  10. #10
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    das wird in flagranti geklärt.
    Der Roman: "Verballistik"
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  11. #11
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    oder in Chianti,
    dort soll es ja auch sehr schön sein.
    Ganz gemütlich bei einem Fläschen Wein zur Geigenmusik...
    ist aber für die MOD bestimmt viel zu weit off topic.
    Wo bleibt die eigentlich?

    L.G.A.

  12. #12
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    Das meinst du mit dem zu bunt treiben? Und als Vagabund on topic bleiben, weil mit Alkohol haben die ja nix zu tun. Aber in so einer Wegwerfmentalität kam dieser Gedanke wie ein ganz zart versetzter Ton als die eigentliche Antwort.
    Der Roman: "Verballistik"
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  13. #13
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    In meiner unbedachten Wegwerfmentalität schmeiß mich glatt weg, lieber Terrorist, du hast es doch wirklich noch auf den Punkt gebracht, und ich fühle mich total verstanden. Ja, es will sich um genau jenen zart versetzten Ton handeln, that makes the world go round, und das sogar noch on topic, der systemzersetzende Ton innerhalb des Systems, es ist die werkimmanente Subversion im Grundgedanken dieses Gedichtes, es ist die eigentliche Essenz. Es ist der Herzschlag des kleinen Oskar Mazeraths mit seiner kleinen Blechtrommel, der die Säulen zum Einsturz bringt. Es ist das Bild, was sich in scheinbarer Starrheit und Gleichförmigkeit verändert, die Wolken, die sich nur bewegt haben, wenn du mal eben nicht hingeschaut hast, weil du sie hast ziehen lassen. Danke, A.

  14. #14
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    Deutet das etwa auf eine gewisse unentschuldbare Musikalität hin?
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  15. #15
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    Lieber Terrorist, ich befürchte ja, es hört sich bei dir ganz danach an. Man muss schon ein absolutes Gehör und ein ganz feines Gespühr dafür besitzen, was der andere in seiner Wirklichkeit wirklich gemeint haben könnte. Es ist das unschuldige Zuhören mit großen neugierigen Kinderohren. Und auch, wenn es sich vielleicht noch nicht richtig artikulieren kann, müssen wir wieder lernen, durch Kinderaugen zu schauen, und mit diesen Ohren zu hören. danke,
    sehr nachdenklich,
    A.
    Geändert von Anjulaenga (21.07.2019 um 17:09 Uhr)

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