Wir schauen rein, in unsre Welt
und fragen ist sie grenzenlos.
Gleich, wer auch diese Frage stellt,
für den ist Neugier sicher groß.

Für alles gibts ein Ja und Nein,
sowie zwei Seiten für ein Blatt.
In jedem Raum und jeder Zeit,
auch unsre Welt zwei Seiten hat.

Auf eine Seite fällt das Licht.
Die and’re bleibt im Dunkelkreis.
Das Sein im Dunkeln sehn wir nicht,
sodass man davon kaum was weiß.

Was offenbar sich um uns dreht,
wird leichter subjektive Sicht.
Auch wenn nicht jeder sie versteht,
weicht sie von uns’rer Seite nicht.

Die dunkle Seite von der Welt
bleibt für die Meisten unbekannt.
Wenn der Verstand sie nicht erhellt,
bleibt all ihr Dasein unbenannt.

Das Blatt, das fliegt im steten Wind,
in dem es flattert und sich dreht.
Die Seiten wechseln so geschwind,
solang der Wind es weiter weht.

Zwei Saiten sind ein Gegensatz,
den es für alles Dasein gibt.
Was auf der einen ist ein Schatz,
ist Mist, der and’rerseits betrübt.

Der Gegensatz rundet die Form,
die jede Einheit klar umgrenzt.
Das Gegenteil ist so enorm,
im Sein, das sich damit ergänzt.

Wenn eine Seite wird geliebt,
ist meist die andere verpönt,
denn wenn es Gegensätze gibt,
ist schlecht stets das, was Gutes schönt.