1. #1
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    Mein erstes Gedicht: Wandel

    Hallo ihr Lieben.
    Ich habe gerade mein erstes Gedicht geschrieben und würde gerne hören, was ihr davon haltet und freue mich über Kritik und Tipps.
    Ich weiß, dass das Thema eigentlich ziemlich simpel ist, aber es beschreibt mein Leben gerade einfach viel zu gut.
    Außerdem fehlt mir noch ein guter Titel. Habt ihr Vorschläge?

    In all den vergangenen Jahren
    habe ich viele Menschen kennengelernt.
    Viele, die für mich wie Freunde waren,
    doch immer haben wir uns wieder voneinander entfernt.

    In meiner Heimatstadt bin ich geboren
    kannte jede Gasse genau.
    Doch leider fühlte ich mich nur verloren,
    denn alles war zwar bekannt, aber grau.

    Alle Menschen machen mal einen Fehler
    und vieles wird ihnen wieder verzieh'n.
    Aber für mich wird alles immer nur schwerer,
    denn ich kann all meinen Fehlern nicht entflieh'n.

    Meine Geschichte ist nun Vergangenheit.
    Jetzt fühle ich mich wie endlich befreit.
    Neue Menschen, neue Orte und neue Gefühle,
    doch noch herrscht in mir nur eisige Kühle.

    Eines Tages, als ich dachte, das sei nun das Ende,
    begegnete ich jemandem - nämlich dir!
    Da fand mein trauriges Leben eine Wende
    und aus "du und ich" wurde "wir".

  2. #2
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    117
    Hallo Kerzenlicht 03,
    zu allererst einmal ein großes Dankeschön für Dein Vertrauen, dass Du uns Dein erstes Gedicht zeigst. Das finde ich wirklich mutig von Dir (aber Du hast Dir schon eine richtige Adresse ausgesucht). Ich finde Dein Erstlingswerk eigentlich ganz gut.
    Ich habe es inzwischen mehrmals gelesen und kann Dir dazu ein paar Anregungen/Tipps geben. Was ich positiv hervorheben möchte ist, dass sich die Zeilenenden reimen (das kriegt nicht jeder Anfänger hin) – okay, bei „Fehler“ und „schwerer“ ist es Dir vielleicht nicht ganz so gut gelungen, wie bei dem Rest.
    Das Thema ist keinesfalls simpel. Was meinst Du, wie viele Gedichte beispielsweise von Liebe oder Herzschmerz handeln? Nur weil ein Thema beliebt ist, ist es ja nicht simpel.
    Inhaltlich kann ich was Du beschreibst nachempfinden, da ich zu wissen glaube, was Du ausdrücken möchtest.
    Schau mal: Die ersten beiden Strophen hast Du in der Vergangenheitsform verfasst – das passt. Die dritte und vierte spielen in der Gegenwart, okay … und die letzte wieder in der Vergangenheit. In diesem Deinen Fall ist das unlogisch.
    Die vierte Strophe beginnt regelrecht euphorisch, deshalb entzieht sich mir der Sinn der letzten Zeile – gab es zu dem Zeitpunkt noch kein „wir“? Ich meine, wenn jetzt noch eisige Kühle herrscht, obwohl Du IHN doch schon kennengelernt hattest (Damals, als Du dachtest, das sei nun das Ende …), dann stimmt da etwas nicht. Kein Problem, das kannst Du (oder man oder ich gleich) ja optimieren.
    Darum jetzt endlich zu den Tipps:
    Dein Gedicht liest sich für mich recht holperig, da ich keinen Rhythmus erkenne. Ich persönlich gehöre nun ausgerechnet zu denen, die immer bestrebt sind, ein Gedicht so hinzukriegen, dass es sich flüssig liest (bis auf wenige Ausnahmen) ¬– darum nehme ich mir jetzt einfach mal die Freiheit und versuche, Dein schönes Werk nach meinem Gutdünken „hinzuöddeln“. Bedenke, dass das im Grunde rein gar nichts zu bedeuten hat, da es natürlich subjektiv ist. Mir ist klar, dass solche Eingriffe grundsätzlich wehtun können, jedoch bedenke: Ich würde mir nicht die Zeit und Mühe machen, wenn Dein Gedicht es nicht wert wäre!
    Zitat:
    In all den vergangenen Jahren
    habe ich viele Menschen kennengelernt.
    Viele, die für mich wie Freunde waren,
    doch immer haben wir uns wieder voneinander entfernt.

    In meiner Heimatstadt bin ich geboren
    kannte jede Gasse genau.
    Doch leider fühlte ich mich nur verloren,
    denn alles war zwar bekannt, aber grau.

    Alle Menschen machen mal einen Fehler
    und vieles wird ihnen wieder verzieh'n.
    Aber für mich wird alles immer nur schwerer,
    denn ich kann all meinen Fehlern nicht entflieh'n.

    Meine Geschichte ist nun Vergangenheit.
    Jetzt fühle ich mich wie endlich befreit.
    Neue Menschen, neue Orte und neue Gefühle,
    doch noch herrscht in mir nur eisige Kühle.

    Eines Tages, als ich dachte, das sei nun das Ende,
    begegnete ich jemandem - nämlich dir!
    Da fand mein trauriges Leben eine Wende
    und aus "du und ich" wurde "wir".

    Und nun versuche ich mein Glück ...

    Puh! Das war eine schwere Geburt. Du kannst Dir jetzt noch überlegen, ob Du meinen Kommentar schnell schließt ohne weiterzulesen, oder ob Du Dir meine Version antun willst … auf eigene Gefahr :

    In all den vergangenen Jahren
    hab ich so viele kennengelernt:
    Menschen, die für mich wie Freunde waren,
    und doch kenn ich sie heut nur entfernt.

    In meiner Heimatstadt bin ich geboren,
    kannte jedwede Gasse genau.
    Leider fühlt‘ ich mich dort nur verloren,
    was bekannt mir war, schien alles grau.

    Jeder Mensch macht, wie ich, einmal Fehler.
    Ihnen wird immer wieder verzieh’n.
    Nur für mich wird es schwerer und schwerer –
    kann mir selbst nicht verzeih‘n und entflieh’n.

    Nun ist Schluss und Vergang’nes Geschichte.
    Menschen, Orte – ganz neu – auch Gefühl!
    Freiheit ist’s, die ich hoffnungsvoll sichte.
    Seltsam, innerlich ist mir noch kühl.

    Als ich denke, das ist nun mein Ende,
    begegne ich … Wem? Na klar - Dir!
    So kommt nach der Tristesse doch die Wende,
    und aus „du und ich“ wird einfach „Wir“.


    Ich hoffe, ich bin nicht zu weit gegangen. Auf jeden Fall steckten nur die besten Absichten dahinter. Du hast viel Potential, Kerzenlicht 03. Vielleicht hast Du jetzt auch ein neues Hobby?

    Viele liebe Grüße
    Cori

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