1. #1
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    Bevor ich sterbeH

    Hallo ihr, da ich nur Kategorien-Mischungen wie "Hoffnung und Fröhliches", "Trauer und Düsteres" und "Erotik" gar ungepaart und "Tod" überhaupt nicht fand, musste ich auf "Diverses" ausweichen, um mein "Tod-Fröhliches-Erotik" umfassendes Lied irgendwo unterzubringen.
    Der Refrain steht, hat auch schon eine Melodie und wurde unabhängig von den Strophen im Mai 2019 in Oberwarmensteinach uraufgeführt, sprich von mir gesungen und fand durchaus Beifall.
    Im Juni 2019 dann wurde es auf dem großen Sommertreffen des PAN e.V. (PolyamoresNetzwerk e.V.) zur Hymne erhoben.
    Die Strophen werden derzeit von einem befreundeten Musiker vertont.



    Bevor ich sterbe


    Refrain:

    Gebt mir Mut,
    fickt mich gut,
    schenkt mir Wein ein!

    Denn ich lebe
    und ich bebe,
    will nicht tot sein!

    Klopft mein Fleisch
    küsst mein Herz,
    bis es laut schreit!

    Denn ich liebe
    Mensch und Triebe
    leuchte ganz weit


    1.
    Wenn ich jemals sterben muss
    bitte ich um einen Kuss
    zum Schluss
    liege dann in einem großen Bett
    meine Lieben und ich habens nett

    2.
    Kuschelt euch ganz eng heran
    dass ich Wärme spüren kann
    und dann
    Schenkt mir noch ein letztes Mal das Glück
    von der Lebensenergie ein Stück


    Refrain


    3.
    Lächelnd kann ich von euch gehn
    mich als Sternenstaub verwehn
    will sehn
    Gehe weg und werde einfach Licht
    glaube auch ans Wiederkommen nicht


    Refrain


    (c) watsi 5/2019
    Geändert von watsi (21.07.2019 um 18:36 Uhr)
    Lass kommen...

  2. #2
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    Liebe/r watsi,

    das kann nur von einem larmoyanten Mensch im vollen Saft mit vollem Schaft geschrieben werden,
    so etwas würde aber niemals von einem Sterbenden, oder ein Dahinsiechenden kommen,
    die haben etwas andere Probleme, als Vertonungen und verwehten Sternenstaub .
    Insofern liest sich dein Gedicht für mich mit einem offensichtlichen inneren Widerspruch.

    L.G.A.

  3. #3
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    Ja, du hast Recht, es liest sich wie von einer Person, die sich ihr Sterben, wenn es denn schon sein muss, schön vorstellt.

    Mein Hintergrund: ich bin poly und habe vor dem Sterben (nicht vor dem Tod) Angst. Meine Tochter will ein Hospitz leiten. Also habe ich mir gegen meine Angst meinen Sterbeort (im Hospitz meiner Tochter) auf einem besonders großen Bett, auf dem sich alle meine Lieben zum Trost ankuscheln kommen dürfen, visualisiert.

    Ungefähr so, wie jemand in einem Liebeslied, wider besseren Wissens, die gewünschte Wonne für den Rest seines Lebens sich zusammen phantasiert.....

    Wir Menschen sind halt hoffnungslose Phantasten.

    Gruß
    watsi
    Lass kommen...

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