1. #1
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    Überfluss und Knappheit

    Ein Leben schleicht im Überfluss
    gemächlich durch die Zeit.
    Die Kreise stört kein Rand, kein Muss.
    Es herrscht Verdrossenheit.

    Verdruss, weil man nicht wirklich weiß,
    was man wohl leisten kann.
    Kein Spiegelbild und kein Geschmeiß
    legt hier ein Maßband an.

    Ein Leben stolpert grenznah hin.
    Die Zeit bekommt Gewicht.
    Ein jeder Schritt sucht nach dem Sinn.
    Stet wechselt sich die Sicht.

    Wo ist der Pfad sich einzubinden,
    in einen Raum der fließt.
    Auswege sind nur dort zu finden,
    wo Tür um Tür sich schließt.

  2. #2
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    Hallo amanda luna,
    ..das mit dem 'im Überfluss gemächlich schleichenden',
    das finde ich in der Art und Weise des Geschriebenen
    für mich gut wieder.

    ja, etwas Verdrossenheit ob diesem
    "da steht etwas, es legt sich langsam ein Bild zurecht" ,
    schleichend und verdrossen. .
    und dann käme man dort nur hinaus,
    gäbe es da diese Einschränkungen,
    als etwas, aus dem überhaupt man ausbrechen könnte.
    ...gibt es aber nicht...
    und was bleibt, ist ein Gefühl von Leerlauf. .. in sich selbst Verlaufenheit...
    ...Zeilenverlaufen
    "Auch Luftballons, haben Platzangst"

  3. #3
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    Lb. amanda luna,

    zwar wird durch Sorglosigkeit mehr Kreativität ermöglicht, doch oft ist es auch so dass dann eine Eintönigkeit auch zu einer Antriebslosigkeit führt. Sorglosigkeit ist keine Garantie für Aktivitäten. Die Möglichkeiten sind jedoch eine Grundvoraussetzung. Einschränkungen und Verdrossenheit kann es in allen Lebenslagen und Schicksalen geben.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  4. #4
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    Hallo FellundKnochen,
    danke fürs Reinschauen und die Bestätigung meiner Intention.

    Lb Hans,
    getreu dem Motto Intelligenz ist das was übrig bleibt, wenn das Geld weg ist, ist Mangel und Einschränkung schon immer eine Triebfeder für Innovationen gewesen. Interessanterweise entdeckt man neue Türen in einer anderen Dimension meist erst, wenn man mit dem A...an der Wand steht und gebannt die Umgebung des Problems beobachtet. Geht es einem gut, geht man garnicht erst auf die Suche. Warum auch. Das ist menschliche Natur und vermutlich auch unser Untergang.

    LG amanda

  5. #5
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    Lb. amanda luna,

    es heißt: Not macht erfinderisch. Dies ist jedoch nur richtig, wenn die Intelligenz ausreicht eventuell vorhandene Möglichkeiten zu erkennen. Möglichkeiten müssen erkennbar vorhanden sein und Hindernisse dürfen nicht zu hoch sein. Mit einem erreichbaren Ziel vor Augen ist die Motivation hoch. Wird die Not zu groß, gibt es Lethargie und der Aktionsradius wird eingeschränkt. Oft nur auf das Überleben begrenzt.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  6. #6
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    Das gilt aber, Hans, fast nur für extrem akkute Situationen.

    Ich denke schon, dass an dem Gedicht etwas dran ist.
    Ob das allerdings unser Untergang wird...ich glaube nicht.

    L.G
    Patrick

  7. #7
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    @Hans und Suppenbrot,

    da wir als Masse, Einzelne seien da ausgenommen, zeitverzögert reagieren, selbst wenn wir vorausschauend agieren könnten, es wollten und zwar rechtzeitig, könnte uns diese schiere Größe an menschlichem Desinteresse an Veränderungen in große Bedrängnis bringen. Das Ökosystem zum Beispiel toleriert massive Veränderungen durchaus eine zeitlang, jedoch wenn der Point of no return überschritten ist, stellt sich eine Systemänderung in Qualität und Quantität sehr schnell ein. So schnell, dass der Mensch im Einzelnen wohl Gegenstrategien entwickeln kann, so er es gelernt hat. Die Masse hingegen wird zwar versuchen zu reagieren, jedoch müsste sie dass über eine sehr lange Zeit und in sehr hoher Qualität um wiederum eine Systemänderung erforderlichen Ausmaßes zu bewirken. Dazu ist der Mensch nicht gemacht. Aktio und Reaktio und das im Jetzt und hier. Längerfristige Prozesse mag er zu sehen, und wohl auch richtig interpretieren, jedoch eine immerwährende Disziplin, das haben wir, zumindest in der sog. ersten Welt, uns gründlich ab erzogen. Die Generalisten, die von Nöten wären schwinden und ein Gegentrend käme zu spät. Die Menschheit in kleinerer Stückzahl wird überleben, nicht jedoch die Masse. Reden wir also über Untergang, dann sei hier die Masse an Menschen gemeint. So mein Gefühl dazu.

    LG amanda
    Geändert von amanda luna (26.07.2019 um 10:46 Uhr)

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