Drei Schweinchen lagen auf eine Wiese und schauten in den Himmel. „Habt ihr Euch schon mal überlegt, wie es wäre zu fliegen?“ Die beiden Freunde Fetti und Schwarte sahen ihren Kumpel verdutzt an. Schlappi aber fuhr fort „Nun schaut mich nicht so an, ich meine es ernst. Stellt Euch vor, was es da oben alles zu sehen gäbe und wer weiß, vielleicht schmecken die Wolken so richtig gut.“ Die Freunde schauten wieder in den Himmel und sogleich verformten sich die weiße Zuckerwatte zu allerlei Leckereien. Den Schweinchen lief das Wasser im Maul zusammen und tropfte von dort direkt auf die Wiese. Fetti schleckte sich das Mäulchen „ Wie sollen wir das anstellen?“ Schlappi hatte schon einen Plan. „Ganz einfach, wir bauen uns ein Wolkenschiff und fliegen hinauf.“ Schwarte gähnte herzhaft und schmatzte „ Was ist wenn wir das Wolkenschiff fertig haben, wie wollen wir da hinauf kommen?“ Die drei überlegten angestrengt. Nach einer Weile erzählte Schlappi: „Könnt ihr Euch noch an den Streich erinnern, den der Bauerssohn den Hühnern gespielt hat? Der hat sie auf eine Wippe gelockt und die dummen Federteilchen dann in die Luft geschossen.“ Fetti lachte „Genau, das war lustig aber so könnte es gehen.“

So beschlossen die drei Freunde eine Reise zu den Wolken, um herauszufinden, wie sie schmeckten. Nach einigen Tagen war das Wolkenschiff fertig, die Startrampe gebaut und der Ziegenbock überredet ihnen beim Start zu helfen. Das Wolkenschiff war aus Brettern genagelt und hatte ein schönes Dach aus Stroh. Drei runde Fenster waren ausgesägt, damit sich die drei Schweinchen ein Stück von den Wolken abreißen konnten. Ein Fenster war hinten und die anderen beiden an den Seiten. In dem eigens dafür am Boden befestigten Trog wollten sie alle Wolkenfetzen aufbewahren. Der Countdown lief. Der Ziegenbock knabberte am Seil, an dem ein großer Stein befestigt war. Als dieser auf das eine Ende der Wippe niedersauste, schnellte das Wolkenschiff in den Himmel, so dass den Schweinchen ganz bang wurde. Das Wolkenschiff begann zu trudeln. Schwarte schrie „Macht doch was, hiiiiiilfeeeee.“ Schlappi überlegte fieberhaft und hatte plötzlich die rettende Idee „ Verstopft die Fenster mit Eurem Po und auf mein Kommando lässt einer nach dem anderen einen kräftigen Furz. Gesagt getan. Fetti bildete den Heckantrieb, Schlappi und Schwarte starteten die Korrekturzündungen auf der rechten und linken Seite. Schon nach kurzer Zeit hatten sie das Schiff wieder unter Kontrolle.

Schwarte begann zu jammern. „So jetzt haben wir den Salat. Wir sind hier oben und die Wolken sehen wir höchstens mit dem Hintern.“ Schwarte überlegte kurz und sprach „ Jetzt wo wir ruhig reisen, brauchen wir doch keinen Heckantrieb mehr, los Fetti, zieh deinen Ringelschwanz aus dem Loch und schnapp Dir einen Wolkenfetzen. Fetti befreite sich und langte hinaus. Die Wolken waren gar nicht weiß, sondern jede hatte eine andere Farbe. Sobald Fetti ein Stück abgerissen hatte, änderte das Stück sogar seine Farbe. Aus grün wurde rot, aus blau wurde schwarz. „Und...“ rief Schlappi ganz aufgeregt „ ... wie schmecken die Wolken?“ Fetti schob sich genüsslich ein rotes Stück ins Mäulchen. Im nächsten Moment lief er rot an und schrie: „Sowas hab ich noch nie in meinem gaaaaanzen Leben gegessen. Es ist wundervoll, so viel süß und tomatig und scharf und und bohnig und überhaupt ich will meeeeehr...“ Schlappi und Schwarte hielten es nun nicht mehr aus. Sie zwängten sich aus ihren Löchern und griffen sich alle Wolkenfetzen, die sie erwischen konnten und stopften sie sich ebenfalls ins Mäulchen. Da aber nun keiner mehr den Antrieb betätigte begab sich das Wolkenschiff in den freien Fall. Davon merkten die Schweinchen nichts. Sie waren so damit beschäftigt gierig an den Wolken zu zerren.

Ende Variante 1
Als sie unten aufschlugen fanden die Hühner zwischen Stroh und Holzresten drei bunte Farbkleckse aus denen wunderlich herrliche Gerüche aufstiegen. Dafür hatten die Hennen aber so gar keinen Geruchssinn. Verständnislos glubschten sie die Unordnung an und wandten sich wieder ihrer Suche nach den leckeren Würmern zu.

Ende Variante 2:
Als sie unten aufschlugen fanden die Hühner zwischen Stroh und Holzresten die drei ziemlich bunten, ziemlich verblüfften aber wunderlich angenehm duftenden Schweinchen. Die vielen blauen Flecken fielen den Dreien gar nicht auf, dafür lachten sie plötzlich los und wußten selbst nicht so genau worüber. Für so einen Unsinn hatten die Hennen gar keine Zeit und wandten sich verständnislos wieder ihrer Suche nach leckeren Würmern zu.