Laufe, Laufe ohne Rast,
auf dem Grund mit wilder Hast.
Winde dich um jeden Stein
töte, schaffe jeden Keim.

Feilst an jedem Farbengrund
änderst ständig kunterbunt.
Nichts ist so wie es mir erscheint.
Brichst das Licht, war einst vereint.

Nimmst mit dir geweinte Tränen
auch mein Leiden und mein Sehnen.
Lebensquell für Gras und Bäume.
Heimat für des Wesens Träume.

Bis du endest, hier verbreitest
Stille und die Seele weitest.
Rastlos eilen, stetig Wandern
endet nun mit all dem andern.

Du ruhst nun kühl, mein Geist verweilt.
Schwertlilienduft die Wunden heilt.
Lieg schweigend hör in dich hinein
Lieb´ Hoffnungsquell, für immer mein.