1. #1
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    ... und ich erinnere mich.

    Wind weht von den Bergen
    und weht um uns herum.
    Baum zwischen den Welten
    heute blutet dein Saum

    Du weißt, du wirst fallen.
    Du weißt, du wirst gehen.
    Und du weißt, es ist alles
    nur aus Gnade geschehen.
    So vieles bliebe
    lieber ungesehen!

    Ich lass dich jetzt los,
    kann dich nicht mehr halten
    dein Laub in meinem Schoß
    fängt Tränen, die erkalten.

    Wind weht von den Bergen
    und weht durch dein Geäst.
    Baum zwischen den Welten
    heut verblutet dein Saum

    Zärtlich halte ich noch
    deine Träume im Arm.
    Lass sie dann gehn, lass sie frei,
    die taumelnden Sommer,
    die dunkel verblühen.

    Vom Regen erlöst. ..
    verlaufe ich
    in dein warmes Rot
    und erinnere mich.


    Ich wollte doch nur.



    Und der Wind weht immernoch.
    Geändert von FellUndKnochen (10.08.2019 um 20:00 Uhr) Grund: Erleichtern der Bilder
    "Auch Luftballons, haben Platzangst"

  2. #2
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    2 Dinge, FellundKnochen

    Einerseits spürt man deine Sprachgewalt und dein Talent sehr deutlich, andererseits sind mir Stellen wie;

    Vers: 5,6, 22 -25, 28,29, 30 und 35 etwas zu dick aufgetragen, sie wirken nicht mehr echt, eher wie aus einem Poesiekatalog herausgeklaubt.

    Die letzten Verse passen dann sprachlich nicht so recht ins Gesammtbild.

    Schade, denn das Gedicht hat grandiose Stellen!

    L.G
    Patrick

  3. #3
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    Hallo FellundKnochen (Wie kommt man auf so einen Nick? )

    Patrick hat schon ein paar Stellen aufgezeigt (ich habe sie orange eingefärbt wo ich konform gehe und was ich selbst so empfinde), die er als zu dick aufgetragen empfindet, da kann ich ihm nur zustimmen, was ich noch redundant finde "lila". Es gibt ein paar mehr für mein Gefühl. Aber: Ich mag deine irgendwie sehr schräge Art zu schreiben, etwa das was ich grün markiert habe:

    Wind weht über den Bergen - wenn dann: von den Bergen
    und weht um uns herum.
    Baum zwischen den Welten
    heute blutet dein Saum

    in den Sonnenaufgang.

    Du weißt, du wirst fallen.
    Du weißt, du wirst gehen.
    Und du weißt, es ist alles
    nur aus Gnade geschehen. - Gnade von wem? Klingt mir zu christlich.
    So vieles
    vieles bliebe
    doch lieber ungesehen! - Wirklich "ungesehen" oder eher "ungeschehen"?

    Ich lass dich jetzt los...
    Ich kann dich nicht mehr halten
    dein Laub in meinem Schoß
    fängt die Tränen, sie erkalten.
    schöneres Deutsch vielleicht: fängt Tränen, die erkalten

    Wind weht von den Bergen
    und weht durch dein Geäst.
    Baum zwischen den Welten
    heut verblutet dein Saum
    mit dem Sonnenuntergang.

    Zärtlich
    halte ich deine Träume im Arm
    ganz innig und nah
    all dieses Wunderbar!


    Ich lass sie los, - Wenn man die letzten Abschnitt streicht, wofür auch ich plädiere, müsste hie stehen: Träume lasse ich los,
    lass sie gehn, lass sie frei,
    all die taumelnden Sommer
    ...die dunkelnd verblühenden.
    - dieser Vers könnte gut wirken, aber er grammatikalisch zu kompliziert, vielleicht ganz einfach: die im frühen Dunkel verblühen

    Vom Regen erlöst
    verlaufe ich
    in dein warmes Rot

    und ich erinnere mich,
    erinnere mich
    an den Duft von Frieden
    ...

    Ich wollte doch nur...
    Und der Wind weht immenoch... die ... Pünktchen sind, wenn irgend geht in lyrischen Texten zu vermeiden - eher kein Satzzeichen oder eine Gedankenstrich ist besser; ich würde hier eher nach der ersten Zeile einen Absatz machen; "immer noch"; schöner wäre vielleicht eine Klammer zu Z1 "Wind weht von den Bergen"

    Ich hoffe ich habe mich jetzt mit all den Farben nicht zu sehr verheddert, wenn was unklar ist, bitte gerne fragen. Also, jetzt beim Hineindenken empfand ich die Idee insgesamt sehr schön, es bräuchte eben nur ein bisschen Feinschliff und Verdichtung.

    LG
    albaa
    Geändert von albaa (10.08.2019 um 19:06 Uhr)

  4. #4
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    Hallo 3malSuppenBrot und albaa!

    Vielen vielen Dank euch beiden für eure Eindrücke und teilweise ja so liebevoll ausgearbeiteten Vorschläge.

    ich liebe sie!
    Und werde sie versuchen soweit es geht einzuarbeiten.
    Das Schöne, das hier im Auslassen der von euch genannten Verse liegt... es ist wie ein Aufatmen im Lesefluss. Danke!

    Mache Stellen habe ich noch gelassen,
    da muss ich nochmal drüber nachdenken.

    Soweit erstmal, FellUndKnochen

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